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Bad Schwartau Bad Schwartaus Kanalsystem wird mit Kameras untersucht
Lokales Bad Schwartau Bad Schwartaus Kanalsystem wird mit Kameras untersucht
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16:22 06.07.2019
Frank Waize (56) ist der Technische Leiter bei den Städtischen Betrieben Bad Schwartau. Quelle: Sebastian Prey
Bad Schwartau

75 Kilometer lang sind die Abwasserleitungen im Stadtgebiet von Bad Schwartau. Ein Großteil der Leitungen ist überaltert. „Im Schnitt sind die Leitungen um die 40 Jahre alt. Da kann schon mal etwas kaputtgehen“, sagt Frank Waize. Der Technische Leiter bei den Städtischen Betrieben sieht jede Menge Handlungsbedarf. Viele Leitungen sind beschädigt – der Beton ist gebrochen oder Baumwurzeln haben die Leitungen durchbohrt. Um das ganze System inklusive der rund 5000 Hausanschlüsse auf Vordermann zu bringen, müssten die Städtischen Betriebe in den nächsten Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen.

Besonders beanspruchte Leitung

Waizes Einschätzung kommt nicht von ungefähr. In den vergangenen drei Jahren haben die Städtischen Betriebe fast das gesamte Regenwasser- und Abwasserkanalnetz mit Kameras untersuchen lassen. Waize: „So detailliert wie wir ist wohl kaum eine andere Gemeinde in die Materie eingestiegen.“ Nun stehen weitere Untersuchungen an. Rund 1,2 Kilometer Leitung wird die Firma Bungeroth aus Sebent in Ostholstein im Auftrag der Städtischen Betriebe mit Kameras untersuchen. Dabei geht es um einen besonders wichtigen und stark beanspruchten Abschnitt – von der Lübecker Straße über Tremskamp bis zur Lübecker Stadtgrenze. „Fast 80 Prozent des Schmutzwassers aus Bad Schwartau fließen dort durch. Da ist zu Spitzenzeiten ordentlich Musik drauf“, berichtet Waize. Nicht zuletzt, weil auch die Schwartauer Werke mit ihren drei Produktionsstätten an diese Leitung angeschlossen ist. Die zweite Übergabestelle an der Straße Zum Vorwerk wirkt dagegen eher beschaulich.

Anwohner müssen mit Lärm rechnen

Beschaulich werden die Untersuchungen, die am morgigen Montagabend beginnen, nicht unbedingt. Insbesondere nicht für die Anwohner, die in der Nähe der Schmutzwasserentnahmestellen wohnen. „In dem Bereich Berliner Straße und Lübecker Straße sowie Cleverbrücker Straße/Hamburger Straße kann es schon zu Lärmbelästigungen kommen“, sagt Waize. Um die Leitungen besser kontrollieren zu können, muss jede Menge Schmutzwasser abgepumpt werden. Drei Saugwagen werden zum Einsatz kommen, die das Schmutzwasser dann direkt zum Zentralklärwerk in die Lübecker Warthestraße bringen. Die Arbeiten werden aus zwei Gründen in der Nacht erledigt. Zum einen fällt in dem Zeitfenster von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens weniger Abwasser als am Tage an. Entsprechend muss auch weniger Schmutzwasser für die Kamerafahrten aus den Leitungen gepumpt werden. Zum anderen können so die Behinderungen im Straßenverkehr kleingehalten werden. Die nächtlichen Untersuchungen sollen spätestens am Donnerstag, 11. Juli, morgens um sechs Uhr beendet sein.

Rund zwei Millionen Euro werden investiert

Derzeit investieren die Städtischen Betriebe in 2018 rund zwei Millionen Euro in die Sanierung des Kanalsystems. „Auch wenn wir wollten, könnten wir gar nicht mehr schaffen, denn die Firmen haben keine weiteren Kapazitäten“, berichtet Waize. Das hat aber auch etwas Gutes: Mit kurzfristigen Erhöhungen ist nicht zu rechnen, da die Investitionen bereits in die aktuellen Gebühren eingepreist sind.

Sebastian Prey

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