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Bad Schwartau Barockmusik in der Stockelsdorfer Kirche
Lokales Bad Schwartau Barockmusik in der Stockelsdorfer Kirche
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14:33 25.10.2019
Die Stockelsdorfer Kirche war gut gefüllt. Quelle: hfr
Stockelsdorf

Es war eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Soiree. In der Stockelsdorfer Kirche wurde nach einführenden Worten von Pastor Hans Kilian und Hans-Jürgen Kämpfert für das Kulturwerk Danzig eine festliche musikalische Abendgesellschaft mit Barockmusik der Danziger Meister Meder, Siefert und Jacobi sowie Händel, Bach und Buxtehude im Rahmen des XXXV. Forum Gedanum, einer Danzig-Tagung, geboten.

Am Anfang stand die farbenreiche, harmonische, abgerundete, jubilierende und triumphierende Sinfonia „Die Ankunft der Königin von Saba“ aus dem Oratorium „Salomon“ von Georg Friedrich Händel mit flirrenden Streichern. Es folgten die erfüllende, erbauliche, strahlende und gloriose Michaelis-Kantate „Singet! Lobsinget mit Herzen und Zungen“ von Johann Valentin Meder und die meditativ-besinnliche und pathetisch-getragene „Canzon a`8“, D-Dur, von Paul Siefert mit reizvollen Variationen und Klangfarben.

Man darf Meder als einen nicht alltäglichen Komponisten bezeichnen, der nicht nur die Technik der Polyphonie souverän dominierte, sondern auch ariose Partien ausdrucksvoll und eingängig zu gestalten wusste, was in seinen Kantaten eindrucksvoll bewiesen wird. „Canzon a`8“ ist die einzige überlieferte instrumentale Ensemble-Komposition von Siefert. Außerdem erklangen das festliche, feierliche, ornamentale, dekorative , ausdrucks- und gehaltvolle Psalmkonzert „Preise, Jerusalem den Herrn“ von Daniel Jacobi und das originelle, phantasievolle, höfische, zeremonielle, ideenreiche und melodiös-eingängige Brandenburgische Konzert Nr.6, BWV 1051, von Johann Sebastian Bach mit einem Feuerwerk an Ideen.

Den Abschluss bildete die lyrisch-beseelte, spirituelle und stimmungsvolle Kantate „Befiehl den Engeln, dass er komm“, BuxWV 10, von Diedrich Buxtehude mit vielen Facetten und Nuancen der Gefühlsskala. Obgleich Buxtehude nie eine Stellung bekleidete, die ihn verpflichtete, Vokalmusik zu komponieren, so hat er doch mehr als 120 Vokalwerke in den unterschiedlichsten Besetzungen hinterlassen. Die Mitglieder des Vokalensembles sangen mit Feuer, Leidenschaft und Hingabe. Die Mitglieder des bekannten Rocaille-Ensembles, Lübeck, spielten virtuos und brillant und meisterten auch die schwierigsten Passagen mit Bravour. Sven Fanick leitete sicher, beherzt und engagiert. Für die Organisation war Hartmut Schütt verantwortlich.

Alle Beteiligten erhielten schließlich vor allem auch für die Ensembleleistung von den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern sehr viel Beifall, für den sie sich mit der „Danziger Hymne“ als kleine Zugabe bedankten.

Von gal

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