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Bad Schwartau Beschlossen: Feuerwehr-Neubau größer als geplant
Lokales Bad Schwartau Beschlossen: Feuerwehr-Neubau größer als geplant
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17:51 20.03.2019
Das alte Gerätehaus im Bäckergang ist inzwischen viel zu klein geworden.   Quelle: Luisa Jacobsen
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Stockelsdorf

„Im Herbst 2019 könnte Baubeginn sein“, erklärte Stefan Middeler, zuständiger Architekt aus dem Stockelsdorfer Bauamt, am Dienstagabend im Bauausschuss beim Tagesordnungspunkt Feuerwehrneubau am Bohnrader Weg. Der Beschluss sollte den Baubeginn des Neubaus endlich voranbringen – und zwar mit fast eineinhalbjähriger Verspätung. Grund dafür war, dass die Erteilung der Baugenehmigung vom Kreis Ostholstein ungewöhnlich lange auf sich warten ließ.

Das wiederum befeuerte in Stockelsdorf die Gerüchte um eine mögliche Fusion der beiden Wehren Stockelsdorf und Mori (die LN berichteten). „Doch mit diesem jüngsten Beschluss ist das Thema Fusion jetzt endgültig vom Tisch“, erklärte der stellvertretende Gemeindewehrführer Björn Schlieter direkt im Anschluss an die Sitzung.

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Jetzt fünf statt nur vier Hallen

Zudem wird der Bau sogar größer als gedacht: Nach einer aktuellen Anfrage aus Eutin an die Gemeinde Stockelsdorf, soll dort ein Fahrzeug des Gefahrgutlöschzuges des Kreises stationiert werden. „Der Löschzug soll dezentral aufgestellt werden“, erläuterte Ordnungsamtsleiter Stefan Köhler, „deswegen ist die Anfrage nach Stockelsdorf gekommen, ob das bei uns möglich sein kann und soll.“ Allerdings sei in dem Fall eine weitere Fahrzeughalle notwendig, so Köhler, „aber der Kreis beteiligt sich an der Kosten“.

Stockelsdorf zeigte sich per Beschluss geschlossen bereit, diese Idee umzusetzen. Konkret bedeutet das, dass es statt der vorgesehenen vier Fahrzeughallen fünf Hallen geben wird. Die kalkulierten Gesamtbaukosten von 3,5 Millionen Euro werden durch die fünfte Halle um etwas mehr als 100 000 Euro auf dann 3,62 Millionen Euro klettern, hat das zuständige Planungsbüro agn Leusmann aus Hamburg errechnet.

Zwar liegt der Bauantrag – und seit Dienstag auch der Beschluss für die Ausschreibung für ein Gebäude mit nur vier Hallen vor, „doch eine spätere Ergänzung um die fünfte Halle stellt überhaupt keinen Konflikt da“, erklärte Stefan Middeler. Die Baugenehmigung für die fünfte Halle würde der Kreis nachreichen. Die Dauer des Ausschreibungsverfahrens bezifferte Middeler auf sechs Monate.

Der Architekt aus der Verwaltung geht davon aus – vorausgesetzt, alles läuft nach Plan –, dass in der letzten Bauausschusssitzung vor der Sommerpause die Bauaufträge rausgegeben werden können. Im September würden die Erdarbeiten beginnen, ab Oktober könnten die Rohbauarbeiten starten.

Umzug möglicherweise noch vor 2020

„Es ist eine Halle in Leichtbauweise“, schilderte Middeler. Auf die Frage von Holger Hinz vom Bündnis für Bürger, ob dieser Neubau auch einen Fahrstuhl haben wird, erklärte Middeler, dass die Vorkehrungen für eine Nachrüstung vorhanden seien, ein Fahrstuhleinbau aber aktuell nicht geplant sei. „Es wird keinen Feuerwehrmann im Rollstuhl zum Einsatz kommen“, erklärte Middeler die Nutzung dieses Zweckbaus. Der Umzug der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf vom Bäckergang in das neue Domizil am Bohnrader Weg könnte noch vor 2020 Wirklichkeit werden.

Doreen Dankert