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Bad Schwartau Ein ungewöhnliches Thema am Frühstückstisch
Lokales Bad Schwartau Ein ungewöhnliches Thema am Frühstückstisch
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20:10 13.03.2015
Polizist Jürgen Niemann (v.re.) und Sicherheitsberater Axel Gieseler beim Frühstück mit dem Seniorenbeiratsvorsitzenden Siegfried Müller (l.). Quelle: ibb
Stockelsdorf

„Das Thema Sicherheit findet anscheinend einen großen Zuspruch“, begrüßte Siegfried Müller, Vorsitzender des Seniorenbeirats Stockelsdorf, die ungefähr 90 Senioren und Seniorinnen beim Frühstück im Gemeindehaus. Das Motto der Veranstaltung „Den Ganoven keine Chance“.

„Wir möchten dafür sorgen, dass Sie sich sicher fühlen, denn Sicherheit ist ein Stück Lebensqualität“, begann Axel Gieseler, Sicherheitsberater für Senioren, seinen Vortrag. „Wir wollen niemandem Angst machen, sondern Sie für das Thema sensibilisieren.“ Gerade ältere Menschen seien häufig betroffen. Sie seien gutgläubig oder durch ihre Einsamkeit sehr kommunikativ. Dieses Vertrauen werde ausgenutzt. „Einen Täter erkennt man nicht“, führte Gieseler weiter aus. „Aus diesem Grund kann es jedem von uns passieren!“ Gefahren gebe es zu Hause und in der Öffentlichkeit. Um sich zu schützen, solle man die Gefahr erkennen und richtig reagieren. „Die Methoden der Gangster werden immer ausgefeilter und perfider“, fügte Jürgen Niemann, Präventionsbeauftragter der Polizei Lübeck, hinzu.

So werde jetzt an der Tür eine günstige Teppichreinigung und das Nachziehen der Fransen angeboten. Seien die Personen erst einmal im Haus, drängten sie zum überteuerten Teppichkauf. „Die Opfer schweigen häufig, weil sie sich schämen, auf einen Trick hereingefallen zu sein“, so Gieseler. Auch schrecken Einbrecher nicht davor zurück, Trauerfälle auszunutzen. Um sich zu schützen, solle man niemals in der Traueranzeige neben der Uhrzeit der Feier die eigene Anschrift angeben. Auch wichtig: Niemals etwas an der Tür unterschreiben, niemals zu einem Kauf drängen lassen, Datenabfragen per E-Mail oder Post einfach ignorieren oder sich bei Freunden oder Verwandten einen Rat holen.

Über Sicherheit im Straßenverkehr sprach Polizist Niemann: „Wenn Senioren an Unfällen beteiligt sind, sind sie oft die Hauptursache.“ Gerade im komplexeren und schnelleren Straßenverkehr solle man besonders wachsam sein. „Fakt ist, dass mit dem Alter die Leistungsfähigkeit nachlässt — Sehen, Hören oder eben auch die Beweglichkeit. Jeder sei selbst verantwortlich, wie er damit umgehe“, so der Experte. Um sich selbst zu überprüfen, könne man freiwillig eine Fahrstunde buchen. So hätte man die Möglichkeit, Fragen zu stellen, vom Fahrlehrer Tipps zu bekommen — ohne zu befürchten, die Fahrerlaubnis zu verlieren. „Nutzen Sie das“, appellierte Niemann.

Das Seniorenfrühstück findet jeden zweiten Mittwoch im Monat statt. Das nächste Mal am 8. April zum Thema „Geschichten und Gedichte zum Frühling“. Eintritt kostet 2,50 Euro.

Das sind einige Tricks der Betrüger
Ein Anruf mit „Rate mal, wer hier ist“, könnte ein Enkeltrick sein. Wenn Sie einen Anrufer nicht zuordnen können, legen Sie auf. Bei Spendensammlern kommt oft die Frage, ob sie die Spende mit Ihrer Unterschrift bestätigen können. Niemals etwas unterschreiben! Benachrichtigungen per Post in Form von Gewinnmitteilungen oder eine Rentenerhöhung sind niemals seriös, wenn Sie vorher einen Geldbetrag einzahlen sollen. Einfach ignorieren. Auf Kaffeefahrten sind die Waren oft überteuert: Preis und Qualität prüfen.

Isabelle Berens

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