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Bad Schwartau Es geht los: Grünes Licht für den Kunstrasen-Planer
Lokales Bad Schwartau Es geht los: Grünes Licht für den Kunstrasen-Planer
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20:36 15.05.2013
Von Doreen Dankert
So sieht ein Kunstrasenplatz der dritten Generation aus — wie beim VfL Bad Schwartau auf der Sportanlage am Riesebusch. Quelle: Doreen Dankert
Stockelsdorf

Vollbracht ist es noch nicht, aber der Stein, der jetzt in Sachen Kunstrasen durch einen Beschluss des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Schule und Kultur ins Rollen gekommen ist, ist nicht mehr zu stoppen. Der Kunstrasen für den ATSV kommt. Genauer gesagt zwei Kunstrasenplätze. Und in zwei Jahren sollen diese Plätze bespielbar sein. So ist es geplant.

Und damit dieser Plan eingehalten wird, haben die Mitglieder des Ausschusses bei ihrer jüngsten Sitzung die Auftragsvergabe an den Freiraumplaner Uwe Richter ohne Gegenstimme beschlossen. Richter, ein Thüringer, der seit über 20 Jahren erfolgreich Sportanlagen in ganz Deutschland plant, hatte bereits im Vorfeld beim Kunstrasen-Architektenwettbewerb die Stockelsdorfer Entscheider am meisten überzeugt. Deswegen hatte man Uwe Richter auch zur Sitzung eingeladen, damit er seine Ideen zur Umsetzung nochmals präsentieren und eventuelle Fragen beantworten kann.

Und so sieht der grobe Plan aus: Den derzeitigen Grandplatz am Sportzentrum Jahnstraße wird es nicht mehr allzu lange geben. „So oder so besteht bei diesem Grandplatz bald Handlungsbedarf“, erklärte Christian Schlichting, der für den ATSV das Kunstrasenprojekt leitet.

Doch saniert werden muss der Grandplatz nicht, denn an dieser Stelle werden die beiden direkt nebeneinander liegenden Kunstrasenplätze entstehen mit einer Größe von jeweils 94 mal 64 Metern brutto.

„Man könnte auch noch etwas abtrennen“, erläuterte Planer Uwe Richter, „so dass an der Traverse, wenn gewünscht, Zuschauerplätze errichtet werden.“ Wettkampfmaße von 90 mal 60 Metern hätten die beiden Plätze aber auf jeden Fall, so Richter weiter, der für Stockelsdorf den Kunstrasenbelag der dritten, also der neuesten Generation auf der Agenda hat. Auf rund 1,4 Millionen Euro belaufen sich die Investitionskosten für den Bau der beiden Plätze. Inklusive der sechs Flutlichtmasten, die ein Bespielen des Platzes auch bei Dunkelheit ermöglichen. Richter erklärte, dass die Lebensdauer von Kunstrasen von der Intensität der Nutzung und auch von der Pflege abhängt, „aber ich gehe davon aus, dass dieser Kunstrasenplatz mindestens 16 Jahre hält.“

Was eine Erneuerung des Kunstrasens kosten würde, wollte ein Abgeordneter wissen. „Etwa 200 000 Euro brutto inklusive der Entsorgung des alten Kunstrasens“, so Richter, „denn der Unterboden bleibt, nur der Belag wird dann ausgetauscht.“

Aufgrund der Diskussion, die die UWG jüngst öffentlich angestoßen hatte unter dem Motto „Husarenritt in die Schuldenfalle“, aus Kostengründen zunächst nur einen Kunstrasenplatz bauen zu wollen, wollte Sabine Gall-Gratze (Grüne) vom Planer wissen, wie groß tatsächlich die Kostenersparnis wäre beim Bau von nur einem Platz. Die Antwort fiel ernüchternd aus: „In einem Stück zu bauen, ist effizienter“, so Richter, der zu bedenken gab, dass der Unterbau für den zweiten Platz schon gemacht werden müsste und „Sie dann auf einer Baustelle leben“. Deswegen belaufe sich laut Richter die Einsparung beim Bau von nur einem Platz auf rund 300 000 Euro.

Außerdem empfahl Richter aufgrund seiner umfangreichen Erfahrungen im Sportstättenbau, „eine Sparte eines Vereins an einer Stelle zu konzentrieren.“ Mit nur einem Kunstrasenplatz und fast 30 Fußballmannschaften würde das dem ATSV nicht gelingen.

Der Ausschussvorsitzende Manfred Beckmann (CDU) wies die Art und Weise der Kritik seitens der UWG entschieden zurück. „Ja, wir machen Schulden, aber wir wissen auch alle, wofür — nämlich für die Kinder und Jugendlichen. Und da weiß ich das Geld sehr gut angelegt.“ Zudem konnte Andreas Gurth (CDU) der UWG die Befürchtung nehmen, dass die Schulden infolge der Forderung der Bürgerinitiative, den Herrengarten zu erweitern, weiter wachsen werden. „Dass wir den Herrengartensportplatz schnell umpflügen und da Seniorenspielgeräte hinstellen, das wird es mit der CDU nicht geben.“

Zunächst muss ohnehin das Projekt Kunstrasen vollbracht werden.

Doreen Dankert

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