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Bad Schwartau Künstler aus der Region zeigen ihre Werke
Lokales Bad Schwartau Künstler aus der Region zeigen ihre Werke
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09:52 08.01.2019
Ingrid Peisker (v.l.), Margitta Heinemann, Peter Krauß und Hans-Joachim Gubbe sowie Birte Jensen-Stein (nicht im Bild) zeigen ihre Werke in der Asklepios Klinik am Kurpark. Quelle: Ilka Mertz
Bad Schwartau

Für die Künstlerinnen und Künstler ist es sicher nicht immer einfach, eine Gemeinschaftsausstellung zu bestücken. Gilt es doch, eigene Wünsche und Ideen im Sinne des Gesamtbildes hinten anzustellen – sei es auch mal auf eigene Kosten. Für den Betrachter hingegen bieten Gemeinschaftsausstellungen einen besonderen Reiz: Verschiedene künstlerische Stile, verschiedene Techniken, verschiedene Betrachtungsweisen, verschiedene Kunstwerke versprechen ganz viel Abwechslung.

So geschieht es derzeit wieder auf den Fluren im Erdgeschoss der Asklepios Klinik am Kurpark: Hans-Joachim Gubbe, Margitta Heinemann, Birte Jensen-Stein, Peter Krauß und Ingrid Peisker stellen dort eigene Werke aus. Vernissage ist am Dienstagabend ab 19.30 Uhr. Die drei Künstlerinnen und zwei Künstler eint ihre Mitgliedschaft im Förderverein Bildende Kunst in Ostholstein und dass sie aus der Region kommen, ansonsten rein künstlerisch recht wenig. Während Ingrid Peisker und Birte Jensen-Stein gegenständliche Aquarelle malen, hat sich Margitta Heinemann der abstrakten Malerei mit Acryl verschrieben. Peter Krauß widmet sich vor allem der Fotografie und künstlerischen Verfremdung der Aufnahmen. Hans-Joachim Gubbe malt auch mit Acryl, „bunt“ sollen seine Werke sein.

Drei Frauen und zwei Männer, Ingrid Peisker, Peter Krauß, Birte Jensen-Stein, Margitta Heinemann und Hans-Joachim Gubbe, zeigen aktuell ihre Kunstwerke in der Klinik.

Drei Frauen und zwei Männer, die Werke für die Gemeinschaftsausstellung ausgewählt haben. Antonia Drobig und Angelika Hinkelmann als Organisatorinnen der Ausstellung hatten die schwierige Aufgabe, auszuwählen, welche Bilder tatsächlich gezeigt werden und wie sie hängen. „Sie haben ganz viel ausprobiert, um ein optimales Ergebnis zu erzielen“, hat Margitta Heinemann beobachtet. Auch Ingrid Peisker weiß aus Erfahrung: „Schon bei zwei Künstlern ist es schwierig, gemeinsam eine Aufteilung zu finden.“ Bei so vielen Beteiligten müsse einfach einer das Sagen haben. Peter Krauß bestätigt: „In der Gruppe lässt sich das gar nicht anders organisieren.“

Nach einer Stunde und zahlreichen Versuchen hängen alle Bilder dort, wo sie sollen. Die Künstler sind zufrieden, die Betrachter, die bis zum 1. März die Möglichkeit haben, sich alle Werke anzuschauen, können es ohnehin sein. So viel Abwechslung ist selten.

Ingrid Peiskers Aquarelle zeigen Kleintiere: ein Frosch hier, Libellen beim Liebesspiel dort. Es ist nicht das erste Mal, dass die Lübeckerin in der Asklepios Klinik ausstellt, „daher habe ich Bilder ausgewählt, die hier noch nicht zu sehen waren“. Die Aquarelltechnik verwendet auch Birte Jensen-Stein. Allerdings zeigen ihre Werke vor allem Natur- und Pflanzenmotive: den Zweig einer Hagebutte oder das Nordlicht.

Margitta Heinemann beschäftigt sich zwar seit 20 Jahren mit Malerei, dies ist aber tatsächlich ihre erste Ausstellung. Ein wenige aufregt sei sie vorher gewesen, jetzt wo alle Bilder hängen sei sie gelassener. Experimentell sind ihre Werke, ihre Gefühl in Acryl auszurdücken, sei ihr Anliegen. „Ich habe mich mein Leben lang künstlerisch betätigt, habe viel ausprobiert, bis ich meinen Weg gefunden habe“, sagt die Lübeckerin. Im Vergleich zu ihr ist Hans-Joachim Gubbe ein echter Neuling: Erst vor zwei Jahren hat er mit der Malerei begonnen – zum Stressabbau, wie er sagt. Als Autodidakt bringt er vor allem zuhause Farbe auf die Leinwand. Bunt seien seine Bilder, nicht gegenständlich. Allerdings kann, wer Gubbes Bilder betrachtet, doch so einiges Getier entdecken. „Ich lege los, sobald ich eine Idee habe“, erklärt der Lübecker, das könne dann auch mal nachts sein.

Peter Krauß ist der Fünfte im Bunde: Seit zwei Jahren lebt der Rheinländer in Malente. Künstlerisch betätigt hat er sich schon immer, aktuell ist es die Fotografie, die ihn vor allem beschäftigt. Auf Fototouren sammelt er Motive, die er anschließend bearbeitet. Dabei können faszinierende Mehrfachbelichtungen entstehen, die die Bewegungen am Berliner Hauptbahnhof zeigen, aber auch vollkommen stillstehende Collagen aus mehreren Fotos. „Ich mache zwei, drei, zehn Variationen“, berichtet der Künstler. In der Ausstellung zu sehen, sei dann nur eine.

Doch auch so gibt es in der Asklepios Klinik am Kurpark aktuell genug Kunst zu entdecken. Die Vernissage am Dienstag beginnt um 19.30 Uhr, anschließend ist die Ausstellung bis zum 1. März zu sehen.

Ilka Mertz

Axel Gieseler ist seit vier Jahren Sicherheitsberater in Bad Schwartau. Einmal im Monat hat er Sprechstunde. Dort werden Tricks der Abzocker entlarvt, um Bürger zu schützen.

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