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Bad Schwartau Groß Pariner Athletin trifft beim Bundespräsidenten Philipp Lahm und Kennedy-Neffen
Lokales Bad Schwartau Groß Pariner Athletin trifft beim Bundespräsidenten Philipp Lahm und Kennedy-Neffen
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07:00 14.02.2020
Stefanie Lutz (l.), Teilnehmerin der Special Olympic Games in Abu Dhabi, zu Gast beim Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (2.v.l.) und seiner Eehfrau Elke Büdenbender (Mitte) mit den anderen Mitgliedern aus dem Athletenrat Schleswig-Holstein. Quelle: Dieter Lutz (hfr)
Groß Parin/Berlin

Immer noch schwärmt Stefanie Lutz aus Groß Parin von ihrem Besuch vor wenigen Tagen im Schloss Bellevue in Berlin beim Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Die 39-Jährige, die vor knapp einem Jahr für Deutschland eine Silbermedaille in ihrer Paradedisziplin Roller-Skating bei den Special Olympics Games in Abu Dhabi holte, ist Mitglied im fünfköpfigen Athletenrat des Special Olympics in Schleswig-Holstein.

Philipp Lahm und Kennedy-Neffe Timothy Shriver als Gäste

Sie alle – Athletenräte und Funktionäre aus allen Bundesländern und sogar Ex-Fußball-Profi Phillip Lahm als Sportbotschafter – waren zu diesem wichtigen Treffen nach Berlin gekommen: Im Beisein von rund 160 Gästen im Schloss Bellevue wurde der Vertrag dafür unterzeichnet, dass die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin stattfinden. Eigens dazu war Timothy Perry Shriver, Neffe des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, aus den Vereinigten Staaten angereist. Shriver ist ein amerikanischer Menschenrechtsaktivist, Filmproduzent und ehemaliger Pädagoge. Seit 1996 ist er der Vorsitzende der Special Olympics International (SOI) und damit der führende Kopf dieser Sportbewegung.

Ehrengast in Berlin: Dr. Timothy Perry Shriver  (Mitte), amerikanischer Menschenrechtsaktivist, Filmproduzent und ehemaliger Pädagoge, der seit 1996 Vorsitzender der Special Olympics ist. Stefanie Lutz (rechts neben Shriver), Teilnehmerin der Special Olympic Games in Abu Dhabi mit anderen Athleten zu Gast in Schloss Bellevue. Quelle: Dieter Lutz (hfr)

„Ich freue mich sehr, dass die Spiele dann in Deutschland stattfinden“, sagt Stefanie Lutz, die dann auch in Berlin an den Start gehen will. Wie die Olympischen Spiele, so finden auch die Special Olympics Games nur alle vier Jahre statt.

Limousinen mit Fahrer für die Gäste

Stefanie Lutz kennt große Auftritte bereits aus Abu Dhabi beim Empfang in der dortigen Deutschen Botschaft und vor einigen Monaten beim Ministerpräsidenten Daniel Günther in Kiel. „In Berlin war das natürlich alles noch mal ein bisschen aufregender für alle“, erklärt Dieter Lutz, der Vater von Stefanie und Vizepräsident des Special Olympics Deutschland in Schleswig-Holstein. „Die Sicherheitsschleusen waren deutlich größer und es standen für die Gäste Limousinen mit Fahrern zur Verfügung, um sie über das Gelände bis zum Eingang zu fahren. Und da haben sich viele einen Spaß gemacht und sich das kurze Stück fahren lassen“, schildert Dieter Lutz.

Die Special Olympics World Games

Auf Eunice Kennedy-Shriver, Schwester von John F. Kennedy, ist die Gründung der Special Olympics National Games im Jahr 1968 zurückzuführen. Shriver war Aktivistin für Menschen mit Behinderung.

Am 3. Oktober 1991 wurde Special Olympics Deutschland e.V. (SOD) gegründet. Ziel ist es, Kindern und Erwachsenen mit geistiger Behinderung durch ganzjähriges, regelmäßiges Sporttraining und Wettbewerbe in einer Vielzahl von Sportarten Zugangs- und Wahlmöglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu schaffen.

Die Special Olympics World Games in Berlin finden vom 16. bis 25. Juni 2023 statt und sind eine der größten sportlichen und humanitären Veranstaltungen des Jahres. Nach der Eröffnungsfeier im Berliner Olympiastadion treten etwa 7000 Athleten aus über 170 Nationen an neun Tagen in 24 Sportarten gegeneinander an. Sie werden von 3000 Trainern und 20 000 Volunteers unterstützt. Die Weltspiele werden zudem 12 000 Familienangehörige der Sportler und 500 000 Zuschauer anziehen.

Nicht nur die direkte Begegnung mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und dem SOI-Chef Timothy Shriver sei bewegend für die Special-Olympics-Athleten gewesen, sagt Dieter Lutz. „Ein absolutes Highlight war auch das Treffen mit Philipp Lahm, der sehr nett und gesprächig ist und als Sportbotschafter diese speziellen Spiele für Sportler mit geistiger Behinderung unterstützt.“

Stefanie Lutz trainiert aktuell Short Track in Eishalle

Ihren sportlichen Erfolg hat Stefanie Lutz nicht nur ihrem Talent zu verdanken, sondern auch der Vorwerker Diakonie Lübeck, wo sie in der Töpferei arbeitet. Für ihr Training und für die Wettkämpfe wird Stefanie Lutz von der Vorwerker Diakonie unterstützt und freigestellt. Das nächste Ziel sind die nationalen Winterspiele in Berchtesgarden. Anfang März wird Stefanie Lutz hier im Short Track, einer Eisschnelllaufdisziplin für kurze Distanzen, an den Start gehen. Dafür trainiert die Groß Parinerin aktuell fast täglich in der Eissporthalle in Timmendorfer Strand. „Die Zeiten sehen sehr gut aus, sie ist sehr gut in Form“, sagt Dieter Lutz, der im Übrigen in Kürze auch ihr Trainer sein wird – und zwar in einer ganz anderen Sportart: Golf.

Für Berlin muss Athletin die Sportart wechseln

Die Regeln bei den Special Olympics Games besagen nämlich, dass ein Sportler nur einmal in derselben Disziplin bei diesen großen Spielen starten darf, „damit andere auch eine Chance haben“, erklärt Dieter Lutz. Wenn Stefanie Lutz also 2023 in Berlin starten will, dann auf jeden Fall nicht im Roller-Skating. Entschieden hat sich die 39-Jährige für das Golfen. Ihr Vater, ein passionierter Golfer, kann da behilflich sein und hat bereits Gespräche mit dem Golfclub Curau geführt. Er kündigt an: „Deshalb wird das Trainingsgelände ab dem Frühjahr für Stefanie der Golfplatz Curau sein.“

Von Doreen Dankert

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