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Bad Schwartau Grünes Klassenzimmer als Gemeinschaftswerk
Lokales Bad Schwartau Grünes Klassenzimmer als Gemeinschaftswerk
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16:27 09.10.2019
Bürgervorsteherin Wiebke Zweig mit Umweltbeirat Rudolf Meisterjahn. Quelle: Sebastian Prey
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Bad Schwartau

Das Projekt „Grünes Klassenzimmer“ hat es gezeigt. Wenn viele mit anpacken, kann man richtig etwas bewegen. Und das hat auch nicht unbedingt etwas mit Geld zu tun. „Das Beispiel Grünes Klassenzimmer beweist, dass der Bürgersinn in unserer Stadt noch stimmt. Es bringt Spaß, von so vielen Stellen Unterstützung zu erfahren“, sagte Umweltbeirat Rudolf Meisterjahn bei der kleinen Eröffnungsfeier mit rund 40 Gästen in Richtung Bürgervorsteherin Wiebke Zweig. Mit dabei waren zudem Helfer, Förderer und auch Politiker aus allen Fraktionen der Bad Schwartauer Stadtvertretung. Bürgervorsteherin Zweig lobte: „Hier können Kinder, Jugendliche, Erwachsene grüne Erfahrungen sammeln. Hier können die Besucher die Natur erkunden, erforschen und verstehen lernen, wie ein Biotop funktioniert.“

Im Tümpel leben schon die ersten Frösche

Die Gäste zeigten sich durchweg angetan von dem, was ihnen präsentiert wurde. Das Grüne Klassenzimmer wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren kräftig aufgemöbelt, neugestaltet und auch erweitert. So wurde auf dem 1400 Meter großen Areal unter anderem ein Tümpel angelegt. „Dort haben sich schon Grasfrosch, Moorfrosch und Erdkröte niedergelassen“, berichtete Meisterjahn, der noch daran erinnerte, wie das Projekt begann und seinen Lauf nahm. Vor knapp zwei Jahren habe er mit dem inzwischen verstorbenen Stadtjäger und Umweltbeirat Gert Kayseram Insektenhotel gestanden. „Uns lief das Wasser in die Schuhe. Da stand für uns fest, dass da etwas passieren musste“, berichtete Meisterjahn. Zunächst wollte man nur eine Drainage in Angriff nehmen, aber dann habe sich der Gedanke, das Grüne Klassenzimmer weiter aufzuwerten, verselbstständig. „Im Umweltbeirat haben wir einen bunten Strauß an Ideen gesammelt. Der Großteil ist nun fast umgesetzt“, erklärte Meisterjahn. Trotz bescheidener eigener finanzieller Mittel habe der Umweltbeirat, der über ein Jahresbudget von 300 Euro verfügt, dank großzügiger Unterstützung von der Umweltlotterie Bingo, der Bürgerstiftung, der Eli und Wolfgang Bruhn-Stiftung, des Bürgervereins, der Schwartauer Werke, der Grünen Oase und Spenden von Privatleuten (unter anderem von Gert Kaysers Tocher Mirjana) das rund 15 000 Euro teure Projekt umsetzen können. Zudem haben Mitglieder des Umweltbeirats viel Muskelkraft gespendet – allen voran Eckhard Mix, Lüder Garms und Klaus Faasch. Meisterjahn: „Hier stecken 200 Stunden Eigenleistung drin.“

Entwicklung ist ein dynamischer Prozess

Bei der Präsentation des Areals mit vielen neuen Schautafeln zu den Themen Insekten, Leben in einem Trockenbiotop oder Tümpel wurde Meisterjahn auch von seinen Umweltbeirat-Mitstreitern Anja Heidemann, Andrea Schwabe und Klaus Faasch unterstützt. Dabei wurde auch deutlich, dass das Grüne Klassenzimmer in seiner jetzigen Form noch gar nicht abgeschlossen ist. „Der Knick am Tümpel wird noch von Schülern der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule nach den Ferien bepflanzt“, erklärte Schwabe, die den Besuchern zudem empfahl, immer mal wieder das Grüne Klassenzimmer zu besuchen. „Es wird sich weiter verändern und entwickeln“, kündigte Schwabe an. Auch Meisterjahn sprach von einem dynamischen Prozess. Er kündigte zudem an, dass sich der Umweltbeirat nun auch anderen Teilen des Naturerlebnispfades widmen werde, um diese entsprechend aufzuwerten. Der Bohlenweg, der den Namen Gert-Kayser-Weg trägt, und das Grüne Klassenzimmer seien nur der Anfang gewesen. Meisterjahn: „Der Naturerlebnispfad hat noch viele weitere Punkte, die es aufzuwerten gilt.“

Von Sebastian Prey

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