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Bad Schwartau Stockelsdorf: Richtfest für zwölf neue Wohnungen
Lokales Bad Schwartau

Immobilien in Stockelsdorf: Lübecker Bauverein baut neue Wohnungen

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14:00 12.11.2021
Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben, die Bauverein-Vorstände Christine Koretzky und Stefan Probst, Architekt Philipe Roden und Zimmerermeister Christian Ramm (von links) beim Richtfest an der Ahrensböker Straße. 
Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben, die Bauverein-Vorstände Christine Koretzky und Stefan Probst, Architekt Philipe Roden und Zimmerermeister Christian Ramm (von links) beim Richtfest an der Ahrensböker Straße.  Quelle: Sebastian Prey
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Stockelsdorf

Ein Neubau-Projekt mit zwölf Genossenschaftswohnungen ist für den Lübecker Bauverein eher eine kleine Nummer. „Das ist von der Größenordnung schon an der Grenze – kleinere Vorhaben rechnen sich für uns sonst nicht“, sagt Stefan Probst. Doch das Richtfest an der Ahrensböker Straße in Stockelsdorf werden er und seine Vorstands-Kollegin Christine Koretzky nicht so schnell vergessen. „Es ist praktisch das erste Richtfest seit fast zwei Jahren, das wir wieder im großen Rahmen feiern“, berichtet Probst.

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Stockelsdorf: 100 Gäste beim Richtfest

An der Feier nehmen knapp 100 Gäste teil – neben Handwerkern, Verwaltungsmitarbeitern sind auch Vertreter von anderen Firmen und Wohnungsbaugesellschaften mit dabei. So auch Fabian Weist, Geschäftsführer der Wobau Ostholstein. „Ein Richtfest in dieser Form haben wir alle schon lange nicht mehr erlebt. Das Heimspiel lasse ich mir dann natürlich nicht entgehen“, sagt der Stockelsdorfer, der aber auch betont, dass die Wobau und der Bauverein durchaus in einer guten Beziehung stehen.

Richtfest an der Ahrensböker Straße in Stockelsdorf. Der Lübecker Bauverein errichtet dort zwölf frei finanzierte Genossenschaftswohnungen. Quelle: Sebastian Prey

Mietwohnungen: 120 Namen auf der Warteliste

Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD) lobt in ihrer Ansprache den Lübecker Bauverein, Wobau und die Bauhütte Lübeck als „verlässliche Partner“. Sie erinnert zudem an den gesellschaftspolitischen Auftrag, ausreichend Wohnraum zu schaffen. „Der Wohnungsmarkt ist wie leer gefegt. Dagegen muss etwas getan werden“, sagt die Bürgermeisterin. Wie angespannt die Situation ist, davon kann auch der Lübecker Bauverein mit seinen insgesamt 5584 Wohneinheiten in der Region berichten. So stehen für die zwölf Neubau-Wohnungen in Stockelsdorf bereits 120 Menschen auf der Warteliste. „Wir haben mit der Vermietung noch gar nicht begonnen. Wir müssen erst einen konkreten Fertigstellungstermin haben“, erläutert Probst.

11,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter

Vorstands-Kollegin Christine Koretzky hofft, dass Ende 2022 alle Wohnungen in dem Neubau bezugsfertig sein werden. Es entstehen sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 60 bis 70 Quadratmetern und sechs Drei-Zimmer-Wohnungen mit circa 80 Quadratmetern. Die Kaltmiete für die frei finanzierten Wohnungen, die alle über einen Balkon verfügen, wird bei 11,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Vier der zwölf Wohnungen werden barrierefrei sein. Die Barrierefreiheit an dem Standort ist eine besondere Herausforderung und hat zwei vorher angedachte Projekte auf dem Grundstück zum Scheitern gebracht. Ursprünglich sollte an dieser Stelle eine Unterkunft für Flüchtlinge und später sozialer Wohnungsbau entstehen. „Wegen der Hanglage war da die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit nicht umsetzbar. Aus diesem Grund haben wir eine Bebauung auf diesem Grundstück 2018 eigentlich abgehakt“, berichtet Koretzky.

Stockelsdorf: Überwiegend heimische Firmen beteiligt

Für den Entwurf des roten Klinkerbaus zeichnet das Lübecker Architekturbüro Roden & Kuhfeldt verantwortlich. Architekt Philipe Roden, der bereits vor vielen Jahren das Vorderhaus für den Lübecker Bauverein gebaut hat, spricht ebenfalls von erschwerten Bedingungen, das Areal zu bebauen. „Nicht nur die Logistik für die Baustelle in zweiter Reihe ist eine Herausforderung. Die Bodenverhältnisse sind sehr unterschiedlich, das Gefälle ist stark, und es gibt Versickerungen“, berichtet Roden, der sich freut, dass so viele „heimische und verlässliche Firmen“ am Bau beteiligt sind. Und nun gemeinsam das Richtfest gefeiert haben.

Von Sebastian Prey