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Bad Schwartau Kleine Igel-Waisen werden für den Winter aufgepäppelt
Lokales Bad Schwartau Kleine Igel-Waisen werden für den Winter aufgepäppelt
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11:22 18.10.2019
Der Igel-Nachwuchs wird in Klein Parin bei Familie Henrike und Helmut Jordan aufgepäppelt. Quelle: Sebastian Prey
Klein Parin

Die Eheleute Henrike und Helmut Jordan sind Natur- und Tierfreunde. Gemeinsam führen sie nicht nur die Ortsgruppe des Nabu in Bad Schwartau. Auf ihrem Grundstück in Klein Parin leben Pferde, Katzen, Vögel, Insekten, Frösche und Fische in einem Teich. Seit einiger Zeit haben die Jordans Zuwachs bekommen. Kleine Igel haben vorübergehend hier ein neues Zuhause bezogen. „Ohne Hilfen würden die putzigen Gesellen nicht überleben“, berichtet Helmut Jordan. Vier kleine hilflose Igel hat die Tochter von Henrike Jordan an einem Straßengraben bei Curau entdeckt und in Klein Parin zur Pflege abgegeben. „Die Igel-Mutter wurde wohl überfahren“, vermutet Helmut Jordan. Ein fünftes hilfloses Baby-Igel hat zudem Bad Schwartaus Umweltbeirat Rudolf Meisterjahn abgegeben.

Konkurrenzkampf unter Igeln

In einem kleinen Raum direkt an der Scheune haben die Jordans eine kleine Aufzuchtstation für Igel-Babys eingerichtet. Vier kleine Igel wohnen gemeinsam in einem kleinen Holzhäuschen. Über eine kleine Rampe können sie einen mit Zeitungspapier ausgelegten Auslauf erreichen. Dort stehen auch zwei Futternäpfe. „Die brauchen mindestens dreimal am Tag etwas zum Fressen“, berichtet Helmut Jordan. Zu dem 67-Jährigen haben die stacheligen Gesellen schon ein echtes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Sobald Jordan den Raum betritt und die Igel begrüßt, sind kleine, raschelnde Tippelschritte zu hören und die kleinen Tiere nehmen Kurs auf die Futternäpfe. Die Jordans füttern ihre stacheligen Gäste mit Katzenfutter und getrockneten Mehlwürmern. Drei der vier Igel sind recht scheu. Nur einer scheint keine Angst zu kennen. „Graukopf“ lässt sich sogar von Helmut Jordan auf den Arm nehmen. Ganz so freundlich haben die Igel-Geschwister aus Curau aber nicht auf den Neuankömmling aus Bad Schwartau reagiert. „Die wollten den partout nicht in ihrem Quartier haben. Die waren richtig sauer und hatten schon fast Schaum vorm Mund“, berichtet Jordan, der den Nachzügler nun alleine in einer Tiertransportbox untergebracht hat.

Mit 800 Gramm Gewicht fit für den Winterschlaf

Abgesehen von diesem eher ungebührlichen Verhalten, haben sich die Igel-Babys schon prächtig entwickelt. Gerade einmal 150 Gramm hat jedes Tier bei seiner Ankunft in Klein Parin auf die Waage gebracht. Mittlerweile stehen „Graukopf“ & Co gut im Futter – um die 700 Gramm sind die kleinen Igel nun schon schwer. „Die sollten gut durch den Winter kommen“, sagt Jordan, der die Tiere noch weiter aufpäppeln wird, bis sie das Überwinterungsgewicht von rund 800 Gramm erreicht haben, bevor die Temperaturen draußen auf unter acht Grad sinken. Beim Igel stellen sich dann die Hormone auf Winterschlaf ein. Der Igel frisst nichts mehr und verkriecht sich im Laub oder Gebüsch. Wenn die Fettreserven aber zu klein sind, um den Kreislauf aufrecht zu halten, stirbt er. Die Jordans wollen ihre Igel-Kinder aber nicht mehr in diesem Jahr in der freien Natur aussetzen. Die Tiere sollen gut geschützt in einer alten Pferdebox ihren Winterschlaf halten. Im März/April wollen die Jordans dann ihre „Pflege-Kinder“ in der Natur aussetzen.

Kleine und große Igel dürfen gefüttert werden

Wer in diesen Tagen im Garten noch kleine Igel bemerkt, kann ihnen durchaus helfen und etwas Futter hinstellen. Übliches Katzen- oder Hundefutter nehmen sie gerne. Bei Trockenfutter sollte immer etwas Wasser mit angeboten werden. Helmut Jordan: „Aber auch erwachsene Igel dürfen gerne gefüttert werden. Sie kommen mit guter Futter-Fettreserve besser über den Winter.“ Das Futter sollte immer frisch, in kleinen Portionen ausgelegt werden, damit keine Ratten angelockt werden.

Von Sebastian Prey

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