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Bad Schwartau Krokodil-Pizza in Namibia
Lokales Bad Schwartau Krokodil-Pizza in Namibia
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14:48 23.02.2019
Elefanten in freien Wildbahn haben die Stockelsdorfer in Namibia erlebt. Quelle: hfr
Stockelsdorf

Von Stockelsdorf zum Bahnhof nach Lübeck, weiter mit dem ICE nach Frankfurt zum Flughafen. Dort hält der Zug genau und bequem vor dem Abflugterminal. Ziel: Namibia. Nach zehn Stunden Flug haben Elke Simon (67), Waltraud Bentien (80), Ingrid Lasse (71) und Gerhard Mascher (72) ihr Ziel im Südwesten von Afrika erreicht – ein bisschen nach dem Motto „Vier Stockelsdorfer Senioren gehen auf Abenteuertour in der Wildnis“.

Weit, ja, sehr weit weg von Hause. In einer komplett anderen Welt. Da, wo die Uhren anders ticken als in Deutschland. Da, wo alles ganz anders ist. Die Sprache, das Essen, das Klima, die Landschaft, die Mentalität, die Kultur. „Ja“, sagt Gerhard Mascher trocken, „das ist dort eine ganz andere Welt, und genau darauf hatten wir aber Lust.“ Waltraud Bentien nickt und fügt hinzu, „dass es überhaupt keine Rolle spielt, wie alt man ist“. Wichtig sei nur, dass man sich fit genug fühle „und vor allem Interesse daran hat, was anderes zu erleben“.

Stockelsdorfer Senioren unterwegs in Afrika

Beim regelmäßigen Stockelsdorfer Seniorenfrühstück haben sie sich kennengelernt, geplaudert über ihre bisherigen Reiseerfahrungen und Wünsche – und sind dann dabei auf die Idee gekommen, gemeinsam Namibia zu entdecken. Gesagt, getan.

Vor wenigen Tagen ist das Reise-Quartett aus Stockelsdorf wieder wohlbehalten zu Hause angekommen. „Es war einfach schön“, beschreibt Elke Simon, „ich war einfach überwältigt von dieser Weite. Dort bekommt man Eindrücke, die man nicht im Fernsehen sehen oder sich in einem Buch erlesen kann. Man muss das einfach selbst erlebt haben.“

80-Jährige war auch schon allein auf Reisen

Für jeden aus der Vierer-Gruppe war es nicht der erste Reise im Leben. Waltraud Bentien war schon in China und Brasilien – und nachdem ihr Mann vor einigen Jahren verstarb, war sie auch schon häufiger allein unterwegs. Nach Namibia wollte die 80-Jährige aber nicht ganz allein. Drei andere aus Stockelsdorf wollten dort auch hin – optimale Fügung nennt sich sowas.

Waltraud Bentien kennt sich selbst gut und weiß daher auch, „ich würde in solch einem Land auch alleine klarkommen“. Und dann erzählt sie mit strahlenden Augen von der Elefantenherde, die ganz plötzlich auftauchte und in nur wenigen Metern Entfernung an ihrem offenen Jeep vorbei lief. Ein bisschen aufgeregt sei sie schon gewesen. „Der Guide hat gesagt, wir sollen uns ganz ruhig verhalten, dann passiert auch nichts“, erinnert sie sich, „das war unglaublich aufregend, aber wir wollten ja was erleben, deswegen sind wir ja in dieses fremde Land geflogen. Und wir haben eine Menge erlebt.“

„Jeden Tag haben wir aufregende Sachen erlebt“, fügt Elke Simon hinzu, „und wir wollten wilde Tiere aus nächster Nähe in freier Wildbahn sehen, denn sonst könnte man auch in den Zoo oder in den Zirkus gehen können – das ist aber nicht dasselbe.“

Zwei Wochen haben die Stockelsdorfer als Teil einer kleinen Gruppe Namibia bereist. Sie sind bei nahezu unerträglichen 50 Grad in der Wüste auf Dünen raufgekraxelt, haben Löwen aus nächster Nähe gesehen, atemberaubende Sonnenauf- und Untergänge bei einem Glas Wein oder Bier genossen, und wissen jetzt, was Krokodil-Pizza und Kudu-Gulasch ist – und dass das „wirklich gut schmeckt“, gesteht Gerhard Mascher, der im Organisieren von Reisen viel Erfahrung hat.

Fernweh statt Angst

Angst? Vor der Fremde? Vor gefährlichen Tieren? Vor Krankheiten? Vor dem Fliegen? „Nein“, sagt Waltraud Bentien, „ich habe schon ganz lange eine Auslandskrankenversicherung, aber ich habe sie noch nie gebraucht.“ Lediglich eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 stand ganz oben auf der Gepäckliste von allen. Angst vor dem Reisen kennt auch Elke Simon nicht, und schließlich könne überall was passieren, doch die Wahrscheinlichkeit, dass was passiert, sei sehr gering.

Ihr Fernweh erklärt sie so: „Man muss schon ein bisschen neugierig sein und was erleben wollen, denn wenn man nicht vor die Tür geht, ist das kein Leben, sondern nur Atmen.“ Und genau deswegen hat sich der Vierer-Trupp aus Stockelsdorf für das Abenteuer in Namibia entschieden, „denn wir wollten richtig was erleben – so einfach ist das“, erklärt Mascher. Im Gespräch ist schon das nächste Ziel: Kreta.

Doreen Dankert

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