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Bad Schwartau Kuhholz und Mönchskamp: Wie ein Wald zu seinem Namen kommt
Lokales Bad Schwartau Kuhholz und Mönchskamp: Wie ein Wald zu seinem Namen kommt
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20:00 06.02.2020
Im Kuhholz, das auch Kuhbruch genannt wurde, gab es früher eine Ausflugsplattform. Quelle: hfr
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Bad Schwartau

Kuhholz: Der Name des Waldes, der sich im Süden der Elisabethstraße erstreckt, leitet sich von der Viehdrift ab. In früheren Jahrhunderten trieben die Rensefelder Bauern ihre Kühe auf die Sommerwiesen an der Trave. Trockenere Böden findet man im oberen Bereich des Waldes, der im Laufe des Jahrzehnte immer kleiner wurde. Beim Bau der Eisenbahnstrecke Lübeck-Eutin im Jahr 1873 wurde das Waldstück geteilt. Es folgten weitere Rodungen für den Bau von Gewerbegebieten um 1900 und 1970. Auch für den Bau der Nikolausstraße und der Roonsstraße musste ein Teil weichen. Es folgten der Bau der Autobahn im Jahr 1937 und die Erweiterung im Jahr 1969.

Düvels Spiskomer:

Quelle: hfr

„Des Teufels Speisekammer“ heißt der Begriff übersetzt. So wird ein kleines Stück Land genannt, dass an die Pariner Straße grenzt und auf dem sich noch heute sechs Kleingärten befinden. Auch der Angelsportverein Bad Schwartau hat dort mittlerweile sein Vereinsheim. Die Spieskomer ist angelehnt an den Anbau von Obst und Gemüse, der schon früh dort erfolgte. „Und das Stück Land sieht aus, wie ins Tal reingeschnitten. Da wurde früher gesagt, das ging nicht mit rechten Dingen zu. Da hatte der Teufel seine Hände im Spiel“, erklärt Heimatkundler Klaus Faasch die zweite Bedeutung des Namens. Landesweite Berühmtheit – zumindest unter Naturfreunden – bekam das Land im Jahr 2010. Die Maulwurfsgrille siedelte sich auf der Fläche an. Neben Bad Schwartau gab es nur zwei weitere Nachweise des Vorkommens des seltenen Heuschreckenart: Schlutup und Quickborn.

Pingelgang

Offiziell heißen die kleinen Verbindungsstraßen Oberer, Mittlerer und Unterer Wassergang. Quelle: Maike Wegner

Offiziell sind die Wassergänge, die die Lübecker Straße und die Auguststraße verbinden, in unterer, mittlerer und oberer Wassergang aufgeteilt. Im Volksmund aber heißen sie Pingelgang, Cordtsgang und Bäckergang. Die Gänge dienten im 18 Jahrhundert dazu, im Brandfall Menschenketten für den Transport der Wassereimer bilden zu können. Das Löschwasser kam aus dem Rensefelder Moor. Die Gänge wurden benutzt, bis 1861 die ersten Pumpen installiert wurden. Der Pingelgang wurde nach einer gleichnamigen Tischlerei benannt, der Cordtsgang nach der bis heutige in Bad Schwartau ansässigen Schlachterei und der Bäckergang nach einem Bäcker.

Mönchskamp:

Quelle: Maike Wegner

Das Waldstück, das abseits der Geibelstraße und hinter dem Riesebusch liegt, hat seinen Namen schon vor Jahrhunderten erhalten. Mönche des Benedektinerordens hatten um 1750 versucht, auf den Ländereien Gemüse und Getreide anzubauen. Aufgrund der Hanglage misslang das Vorhaben allerdings, so dass das Land in Folge aufgeforstet wurde. Untergebracht waren die Mönche in der heutigen Georgskapelle. Von vielen wird das Waldstück mittlerweile Geibelwald genannt, weil der Dichter Emmanuel Geibel dort gerne spazieren ging.

Kälberbucht:

Direkt an der Trave liegt die Kälberbucht. Bis ins Jahr 1995 waren dort Muttertiere mit ihren Kälbern untergebracht. Der Grund: Sie standen dort relativ geschützt. Mittlerweile wurde die Weidewirtschaft aufgegeben.

Kronhals:

Der alte Arm der Schwartau, der sich verzweigt, erinnert auf der Landkarte an einen Kranichhals. Quelle: hfr

Auch hierbei handelt es sich um ein Waldgebiet, das seinem Namen einem Arm der Schwartau zu verdanken hat. Der Altarm des Flusses teilt sich dort und sieht aus wie eine Art Kronenkranich-Hals. Mittlerweile ist das Gebiet weitestgehend verlandet.

Von Maike Wegner

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