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Bad Schwartau Landesfeuerwehrchef besucht Feuerwehr Horsdorf
Lokales Bad Schwartau Landesfeuerwehrchef besucht Feuerwehr Horsdorf
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18:01 04.10.2018
Feuerwehr Horsdorf. Viel Besuch am Übungsabend  am 2. Oktober Quelle: Doreen Dankert
Horsdorf

Ein halbes Jahr ist es jetzt her, dass das Löschfahrzeug der Feuerwehr Horsdorf aufgrund eines technischen Defektes an einem Freitagmorgen, 13. April, im Gerätehaus in Brand geriet. Das Fahrzeug der Horsdorfer ist Schrott – und inzwischen schon entsorgt. Das gilt auch für die Einsatzkleidung, die direkt neben dem Fahrzeug aufbewahrt wurde. Und auch das Gerätehaus wurde durch Ruß und Qualm so in Mitleidenschaft gezogen, dass es im Moment noch nicht nutzbar ist. Und das alles passiert ausgerechnet einer top ausgebildeten Fünf-Sterne-Wehr in einem knapp 200-Seelen-Dorf. Wie viel Pech kann man eigentlich haben? Diese Frage hat sich auch Frank Homrich gestellt, der erst seit einem halben Jahr im Amt des Landesfeuerwehrchefs ist. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes Volker Arp war Homrich nun nach Horsdorf gekommen, um sich ein Bild zu machen von dieser Wehr. Arp war gleich nach dem Brand schon mal in Horsdorf, Homrich jetzt zum ersten Mal. Dabei stellte Homrich fest, dass das mit Pech nicht absolut, sondern relativ betrachtet werden muss. „Nach so einer Katastrophe besteht immer die Gefahr“, erklärte Homrich, „dass die Motivation leidet und die Truppe auseinanderfällt.“ Aus seiner Heimat, dem Hamburger Umland, kenne Homrich das so. „Aber hier in Horsdorf ist das ganz anders“, stellte der Landesfeuerwehrchef überrascht und hocherfreut fest. Denn nicht nur die Motivation ist hier – nicht zuletzt dank der unerschütterlichen Zuversicht von Wehrführer Sven Asmußen – nach wie vor hoch. Auch die Zahl der Aktiven ist seit dem Brand im April von 25 auf aktuell 30 gestiegen – allein das grenzt schon fast an ein Wunder in Anbetracht der Tatsache, dass sich die Horsdorfer mit einem von der Wehr Bad Schwartau/Rensefeld geliehenen Löschfahrzeug und leihweise mit zusammengewürfelter Einsatzkleidung verschiedener Wehren über Wasser halten. Das Geld für ein Ersatzfahrzeug ist vor wenigen Wochen bewilligt worden, aber bis das Fahrzeug hier ist, „können bis zu 18 Monate vergehen, weil die Auftragsbücher der Hersteller randvoll sind“, sagte Gemeindewehrführer Günter Volgmann. Wichtig sei, dass das Löschfahrzeug vor Beginn der Frostperiode ein Dach über dem Kopf hat. Aus versicherungstechnischen Gründen muss das Leihfahrzeug nämlich unter dem freien Horsdorfer Himmel parken. Das durch den Brand defekte Rolltor im Gerätehaus muss ersetzt werden. Doch laut Ordnungsamtsleiter Stefan Köhler betrage die Lieferfrist sechs Wochen. „Zu lange“, sagte Volgmann, „dann müssen wir eben selbst ein provisorisches Tor aus Holz bauen.“ Volker Arp und Frank Homrich begrüßen und unterstützen dieses Improvisationstalent. „Dann muss man eben ein Holztor zusammennageln“, sagte Arp, der betonte, dass man auf jeden Fall handeln müsse vor dem Frost. Denn das Leihfahrzeug hat schließlich einen riesigen Wassertank an Bord.

Im Gespräch ist, das Gerätehaus, was auch als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird, auszubauen. Bis es soweit ist, soll aber der kleine Versammlungsraum für sämtliche Veranstaltung wieder nutzbar gemacht werden. Stefan Köhler sagte zu, dass in Kürze eine Malerfirma dort aktiv wird, „und dass der Raum spätestens ab dem 1. Advent wieder genutzt werden kann“.

„Es ist so“, erklärte Homrich, „die Feuerwehr ist immer die Speerspitze eines Bürgermeisters, denn wenn der auf den Knopf drückt, dann sind immer gleich ganz viele da.“ Und selbst unter diesen aktuell schwierigen Umständen, weiß Homrich, sei auf Horsdorf Verlass. Es sei „schade, dass sich alles so hinzieht, bis alles geregelt ist“, so Homrich, „aber ich finde die Einstellung und das Miteinander hier in dieser Wehr schon sehr beachtlich“. Gespräche mit den Gästen und einen kleinen Imbiss gab es dann nach der kleinen Brandbekämpfungsübung schließlich auch – diesmal in der Diele von Dorfvorsteher Robert Muus. Aber beim nächsten Mal dann wohl wieder im Versammlungsraum.

Doreen Dankert

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