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Bad Schwartau Peter Ladendorf stellt aus: Holland-Holstentor und Sessel mit Zapfanlage
Lokales Bad Schwartau Peter Ladendorf stellt aus: Holland-Holstentor und Sessel mit Zapfanlage
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18:00 25.07.2019
Holstentor-Holland: Kunst von Peter Ladendorf. Quelle: Ladendorf (hfr)
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Bad Schwartau

Kreativ verfremdete Möbel in einem Möbelhaus? Das geht nicht? Doch, das geht. Das geht sogar sehr gut wie das Beispiel der Relax-Liege im Kuhfellmuster beweist – mit integrierter Zapfanlage für Milch, die in die Flasche unter der Liege tröpfelt. Götz Ladendorf, Inhaber des Einrichtungshauses Ladendorf in Bad Schwartau Langenfelde lacht, wenn er das Bild betrachtet. „Diese verfremdeten Möbel und die Möbel in unserem Geschäft ergänzen sich wunderbar“, sagt Götz Ladendorf, „das passt einfach.“

Humorvolle Verfremdung

Das, was Götz Ladendorf da als so passend beschreibt, gehört zu den rund 30 Kunstwerken seines Vaters Peter Ladendorf. Aktuell sind die Werke im Einrichtungshaus zu sehen. Der ausstellende Künstler ist Peter Ladendorf, der schon viele Jahre bekannt ist in der Kunstszene für seine kreativen „Lübecker Ansichten“. Der 84-Jährige präsentiert deshalb neben humorvoll verfremdeten Möbelklassikern auch das Lübecker Holstentor – und zwar gleich in verschiedenen Variationen: unter anderem holländisch, englisch, russisch und amerikanisch. Natürlich auch verfremdet. Aber auf eine amüsante Art. „Der superernste Realismus geht bei mir nicht“, erklärt der Künstler, der es liebt, Skurriles in seine Werke einzubauen. Peter Ladendorf gesteht, dass er selbst beim Malen und Zeichnen manchmal schmunzeln müsse. Übertragen dürfte sich das wohl auch auf so manchen Betrachter seiner Bilder.

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Der in Lübeck bekannte Künstler Peter Ladendorf zeigt in Bad Schwartau einen kleinen Teil seiner Werke – viele mit einer speziellen humorvollen Note.

Das weltberühmte Holstentor in der Form zweier holländischer Windmühlen oder amerikanischer Suppendosen darzustellen, darauf muss man schließlich erst einmal kommen. Aber wie kommt Peter Ladendorf auf solche Ideen? „Das weiß ich selbst nicht“, sagt der Künstler, „auf jeden Fall ist das aber nicht böse gemeint, sondern freundlich.“ Ja, und auch irgendwie lustig und unterhaltsam. So, wie Peter Ladendorf selbst auch. Dank seiner Fantasie in Kombination mit seiner kreativen Ader schafft Ladendorf durch die Verfremdung Bilder, bei denen der Betrachter gedanklich ins Stolpern kommt. „Nicht jeder muss das mögen“, sagt Ladendorf, der neben den verfremdeten Möbeln und „Lübecker Ansichten“ auch Porträts und Urlaubserinnerungen in Acryl, Aquarell und Mischtechnik zu bieten hat.

Aktuell vergeht kein Tag, an dem er nicht malt, sagt Peter Ladendorf über sich selbst. Er brauche das einfach. Sich künstlerisch mit Farbe und Pinsel auszudrücken, sei ein Zeichen seiner Lebendigkeit und Freude am Leben. „Ich muss das einfach tun, ohne die Malerei fehlt mir was“, erklärt Peter Ladendorf, der früher selbst ein in der ganzen Region renommiertes Einrichtungshaus in der Lübecker Innenstadt führte. Auch wenn das mit dem Stehen und Laufen inzwischen etwas schwierig ist, so ist das für Peter Ladendorf kein Grund beim Malen kürzerzutreten. Der studierte Innenarchitekt malt jeden Tag – mal halb liegend oder halb sitzend in einem bequemen Sessel.

Ausstellung dauert bis Jahresende

Und woher kommen die Ideen für die Motive? „Die Inspiration entsteht spontan aus erlebten Situationen oder Dingen, die ich sehe. Am Anfang steht eine kleine Idee, an der probiert und hinzugefügt wird“, sagt der Künstler. „Zuerst gehe ich farblich auf das Thema ein und ändere es nach Bedarf.“ In jedem Fall aber ist in jedem Werk von Peter Ladendorf eine Botschaft verborgen. Doch diese „Botschaft“ hinter dem Motiv ist oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen.

Öffnungszeiten

Geöffnet hat das Einrichtungshaus Ladendorf in der Pohnsdorfer Straße 5 von mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 10 bis 16 Uhr. Während dieser Zeit kann auch die Ausstellung besichtigt werden. Weitere Infos im Internet unter www.ladendorf-wohnen.com

Wer mehr wissen will, kann sich die Werke von Peter Ladendorf im Einrichtungshaus Ladendorf bis zum Ende des Jahres ansehen – oder sogar käuflich erwerben. Zwischen 50 und 300 Euro bewegt sich der Preis, den Kunstliebhaber zahlen müssen, wenn sie einen echten Ladendorf über das Jahresende hinaus ansehen wollen.

Doreen Dankert