Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Ratekauer Schüler als Nachwuchspolitiker
Lokales Bad Schwartau Ratekauer Schüler als Nachwuchspolitiker
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 24.07.2018
Anzeige
Ostholstein/Berlin

Der 19-jährige Jasper Wiezorek von der Cesar-Klein-Schule in Ratekau ist der neunte Teilnehmer seit 2004, der auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (SPD) beim Projekt „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestags teilnahm. Er war jahrelang Schülersprecher der Cesar-Klein-Schule und wirkte sogar eineinhalb Jahre als Landesschülersprecher. Insgesamt kamen 355 junge Menschen aus ganz Deutschland nach Berlin, um spielerisch selbst in die Rolle von Abgeordneten zu schlüpfen und in einem Planspiel an den „echten“ Schauplätzen, unter anderem im Reichstagsgebäude, das parlamentarische Verfahren der Gesetzgebung nachzuvollziehen.

Hagedorn: „Dass junge, interessierte Menschen unsere Arbeit als Abgeordnete einmal genauer unter die Lupe nehmen, ist eine tolle Möglichkeit, ihnen den Kern der Demokratie – das Wirken des Parlaments – mit allen Facetten näher zu bringen.“

Anzeige

Die Teilnehmer von „Jugend und Parlament“ erlebten am Dienstag, dem 26. Juni 2018, eine Abschlussdebatte im "echten" Plenarsaal im Reichstagsgebäude, zu dem sonst nur Abgeordnete und Staatsoberhäupter Zugang haben. Zur Debatte standen hierbei Entwürfe zu chancengleichen Bewerbungen, zur Einführung von Pfand auf Kaffeebecher, zur Einführung von Elementen direkter Demokratie sowie zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien. Die Plenardebatte wurde von den Bundestagsvizepräsidentinnen und -präsidenten Petra Pau, Wolfgang Kubicki, Thomas Oppermann und Claudia Roth geleitet. Anschließend hielt Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble das Schlusswort.

Jasper Wiezorek wurde die Rolle des 55-jährigen Abgeordneten Sven Kästner aus Rheinland-Pfalz zugewiesen, der für die "Partei des Bewahrten" (PB) im Ausschuss für Angelegenheiten der EU des simulierten Bundestags saß. Die Partei soll dem Mitte-Rechts-Spektrum angehören und Oppositionspartei sein. Für den 19-jährigen Ahrensböker besonders interessant: „Im Ausschuss und der Arbeitsgruppe haben wir uns mit dem Militäreinsatz im fiktiven Sahelien auseinandergesetzt. Besonders interessant war dabei, dass man nicht auf Basis seiner eigenen Meinung argumentiert hat, sondern auf der Basis seines zugeschriebenen Charakters.“

LN

Anzeige