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Bad Schwartau Beliebte Bismarcksäule weiter gesperrt
Lokales Bad Schwartau Beliebte Bismarcksäule weiter gesperrt
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17:39 26.02.2019
Die Bismarcksäule in Groß Parin ist seit Monaten eingerüstet.  Quelle: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Seit mehr als hundert Jahren genießen die Menschen den Ausblick vom Pariner Berg. Bereits im Jahr 1889 stand hier ein Aussichtsturm. 1902 wurde die Bismarcksäule eingeweiht. Doch das Bauwerk bröckelt. Aus Sicherheitsgründen wurde die Säule im Sommer vorigen Jahres eingerüstet. Sichtbar passiert ist bislang nichts. Der Grund: Auf die erste Ausschreibung hat sich keine Baufirma gemeldet. Eine neue Ausschreibung mit detaillierteren Angaben wird vorbereitet. „Die Ausschreibung ist nicht ohne Tücken. Es müssen viele Faktoren berücksichtigt wedren“, sagt Maren Kappis, die das Projekt „Sanierung Bismarcksäule“ im Bauamt betreut. Die Aufgabe hat sie von Vantho Pham-Guskow übernommen, der unlängst eine neue Arbeitsstelle in Lübeck angetreten hat.

Enttäuschte Besucher schimpfen

Torsten Knees von der Gaststätte am Pariner Berg ist alles andere als glücklich mit der momentanen Situation. „Es kommen immer wieder Leute, die gezielt auch den Turm besteigen wollen“, berichtet Knees, der sogar von einigen enttäuschten Besuchern beschimpft wurde. Immerhin habe die Stadt nun einen Bauzaun mit einem Hinweisschild aufgestellt, sodass keiner mehr umsonst den Weg zu Turm gehen müsse. „Wir hoffen natürlich, dass mit der Sanierung bald begonnen wird, damit zu Saison alles wieder schön ist“, erklärt Knees.

„Wir sind am Ball, aber versprechen können wir nichts“, erklärt Maren Kappis. Die Dimensionen des Auftrags ließen sich nur schwer erfassen. Gemeinsam mit der Denkmalpflege und Baufirmen werde man nun versuchen, eine schnelle Lösung zu finden, um die Sanierung auf den Weg zu bringen. „Das Problem ist auch, dass nicht jede Baufirma in der Lage ist, diese Aufgabe zu übernehmen“, berichtet Maren Kappis.

Knapp 13 Meter hohe Säule

Das Bauwerk aus Natursteinen, die aus der Umgebung stammen, ist sichtlich in die Jahre gekommen – die Fassade bröckelt. Am Fuße der 12,82 Meter hohen Säule liegen viele kleine Steine und herausgebrochenes Fugenmaterial. Die Schäden am Turm sind selbst für Laien deutlich sichtbar. So gibt es richtige Lücken zwischen einzelnen Steinen. Besonders stark betroffen ist der Kopfbereich des Turmes. Die Treppe zur Säule und das Podest des Bauwerks sind ebenfalls in einem schlechten Zustand und müssen über kurz oder lang wieder hergerichtet werden. Dabei geht es nicht nur darum, „Stolperfallen“ zu eliminieren, sondern für einen würdigen Rahmen des beliebten Aussichtsturmes zu sorgen.

Letzte große Sanierung gab es 1972

Maren Kappis: „Die Arbeiten sind recht aufwendig und werden wohl auch kostenintensiver sein, als die zunächst grob geschätzten 20 000 Euro. Eine Summe von rund 80 000 Euro scheint da realistischer. Wir sind natürlich auch dabei Fördermittel für die Sanierung zu bekommen.“ In der jüngeren Vergangenheit wurden an dem Turm lediglich Ausbesserungsarbeiten durchgeführt. So haben die Fugen zum Teil unterschiedliche Farbtöne. „Wir haben auch Proben genommen und drei unterschiedliche Mörtelsorten festgestellt“, berichtet Maren Kappis. Nach ihren Recherchen hat die letzte umfassende Turmsanierung 1972 stattgefunden.

Sebastian Prey

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