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Bad Schwartau Seit 30 Jahren macht der Verein Fidelio Theater
Lokales Bad Schwartau Seit 30 Jahren macht der Verein Fidelio Theater
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18:00 01.10.2019
Mit den Kindertheaterstücken landete das Theater Fidelio viele Erfolge. 2013 gab es das Stück "Pippi auf den Sieben Meeren". Quelle: hfr
Bad Schwartau

Am 10. Oktober 1989 wurde der Verein Theater Fidelio aus der Taufe gehoben. Mit Frank Johannsen gibt es immer noch einen Mitspieler der ersten Stunde. Ansonsten gab es in den vergangenen drei Jahrzehnten viel Bewegung auf und hinter der Bühne sowie im Ensemble. Die Vielseitigkeit wollen die Fidelio-Mitglieder im Rahmen einer Geburtstagsshow unter Beweis stellen. Am 12., 25. und 26. Oktober wird „30 Jahre Theater Fidelio – Die Show“ aufgeführt. Zum Programm gehören Comedy, Musik, Tanz, Sketch, Gesang, Poetry Slam, Lesung und natürlich Theater. Mit den drei Aufführungen geht zugleich auch eine Ära zu Ende. Es ist der Abschied von der Spielstätte Museum in der Schillerstraße. Mit dem neuen Stück „Wenn schon falsch, dann richtig“ ist das Fidelio bereits im November am neuen Spielort Krummlandhalle zu sehen.

Mehr als 70 000 Zuschauer

„Das ist schon eine einschneidende Veränderung“, sagt Mirja Junge. Die zweite Vorsitzende des Amateur-Theaters mischt seit 28 Jahren mit und gehört neben Johannsen und Nicola Gerhardt, die seit 29 Jahren dabei ist, zum Inventar des Ensembles. Im Museum hat das Theater Fidelio in den Jahrzehnten 68 Produktionen auf die Bühne gebracht und dabei mehr als 70 000 Zuschauer unterhalten. „Im Schnitt kommen so zwischen 60 bis 80 Besucher zu unseren Aufführungen. Damit sind wir schon ganz gut besucht“, sagt der Vorsitzende Michael Effing, der sich vor zehn Jahren nach seinem Umzug in den Norden dem Ensemble angeschlossen hat. „Ich habe schon vorher nebenbei Theater in Nordrhein-Westfalen gemacht“, erklärt Effing, der im normalen Leben IT-Berater im Gesundheitswesen ist. „Auf der Bühne ist er aber meist der Bösewicht“, ergänzt Mirja Junge. Ob das Zufall ist oder nicht, weiß Effing nicht. „Ich liebe es einfach, in ganz andere Rollen zu schlüpfen – das ist ein toller Ausgleich zu meinem Job.“

Bühnen-Premiere als 15-Jährige

Mirja Junge kann sich noch ziemlich genau an ihre erste Begegnung mit dem Theater Fidelio erinnern. Damals war sie 15 Jahre und ging auf das Leibniz-Gymnasium. „Die haben Mitstreiter für eine ’My fair Lady’-Aufführung gesucht. Da hatte ich mich dann mit Freundinnen gemeldet“, erinnert sich Mirja Junge, die inzwischen nicht nur Mutter von drei Kindern geworden ist, sondern sich nach eigenen Angaben im Fidelio „hochgearbeitet“ hat. „Von der Requisite über Souffleuse zur Schauspielerin, Autorin und Regie-Assistentin. Nun bin ich auch noch zweite Vorsitzende und Kassenwartin“, sagt Mirja Junge mit einem Lächeln.

Ohnsorg-Produktionen und „Der Henker von Kaltenhof“

Mit Freude denkt sie auch an die unterschiedlichsten Inszenierungen zurück. Unvergessen sind „Mein Mann, der fährt zur See“ oder „Rund um Kap Hoorn“. „Die klassischen Ohnsorg-Produktionen kommen nach wie vor mit am besten an“, weiß Michael Effing. Doch das Ensemble versucht sich auch gerne mal mit eigenen Krimis. So wird schon an einem Stück frei nach Edgar Wallace mit dem Titel „Der Henker von Kaltenhof“ gearbeitet. Eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten, denn in der Inszenierung werden fünf Schauspieler in 50 Rollen schlüpfen. Mit seinen jährlichen Kinderstücken hat sich das Theater Fidelio über Jahre auch beim jungen Publikum einen Namen gemacht. Besonders erfolgreich war die Fidelio-Crew immer mit Stücken von Pippi Langstrumpf und mit dem „Dschungelbuch“. Natürlich gab es in 30 Jahren auch mal nicht so erfolgreiche Stücke. Die Inszenierung „Viel Lärm um nichts“ wurde 2004 vorzeitig vom Spielplan genommen. „In dem Stück wurde das Publikum mit einbezogen – das kam damals gar nicht gut an“, erinnert sich Mirja Junge. Und natürlich gab es auch unter den Amateur-Theaterleuten hier und da Reibereien wie bei den Profis. Und so sind aus dem Fidelio unter anderem das Theater fabelhaft, Lehmann’s Theater oder ehemals die „Schwartauer Früchtchen“ entstanden.

Carsten Dyck war Ensemble-Mitglied

Zur internen Geburtstagsfeier haben die 43 Fidelio-Mitglieder, die vornehmlich aus Lübeck, Stockelsdorf, Ahrensbök, Pansdorf und Bad Schwartau kommen, aber auch alte Weggefährten und befreundete Theaterleute eingeladen. Für die Stadt Bad Schwartau wird Bürgervorsteherin Wiebke Zweig ein paar Worte sprechen. Sicherlich wird auch der stellvertretende Bürgermeister Carsten Dyck mit von der Partie sein. Schließlich gehörte auch Dyck mehrere Jahre lang dem Fidelio-Ensemble an und begeisterte unter anderem in einen Männer-Ballett.

Karten im Vorverkauf

Karten im Vorverkauf für die Aufführungen des Theater Fidelio gibt es unter anderem auch in der Bad Schwartauer Geschäftsstelle der Lübecker Nachrichten in der Markttwiete 8. Tickets im Vorverkauf für die Jubiläumsshow am 12., 25. und 26. Oktober gibt es dort für 11,50 Euro, an der Abendkasse kostet die Karte 13 Euro. Die Geburtstagsshow beginnt um 19.30 Uhr im Museum der Stadt Bad Schwartau (Anton-Baumann-Straße). Einlass ist um 19 Uhr.

Karten für die ersten Aufführungen von „Wenn schon falsch, dann richtig“ am 23. November und 14. Dezember kosten im Vorverkauf ebenfalls 11,50 Euro und an der Abendkasse 13 Euro. Das Stück wird in der neuen Spielstätte Krummlandhalle (Schulstraße 8-10) aufgeführt. Beginn ist ebenfalls um 19.30 Uhr. Einlass 19 Uhr.

Weitere Informationen gibt es auch unter www.theater-fidelio.de.

Von Sebastian Prey

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