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Bad Schwartau SV Olympia und VfL Bad Schwartau planen Fusion
Lokales Bad Schwartau SV Olympia und VfL Bad Schwartau planen Fusion
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17:12 23.03.2019
SV Olympia und VfL Bad Schwartau wollen fusionieren. Quelle: hfr
Bad Schwartau

Jahrzehntelang waren die Sportvereine SV Olympia und VfL Bad Schwartau Rivalen. Insbesondere im Fußball. Nun wollen die einst erbitterten Konkurrenten gemeinsame Sache machen. Bei der Jahreshauptversammlung des SV Olympia am Freitag im Vereinsheim in der Straße Am Kirchhof berichtete der Vorsitzende Erhard Braasch von den Fusionsplänen. Die anwesenden Mitglieder reagierten überwiegend positiv.

Keine Teams in der A- und B-Jugend

Hintergrund für die geplante Zusammenlegung der Vereine ist die Misere im Jugendfußball – weder der Olympia noch der VfL können derzeit eine Mannschaft in den Bereichen A- und B-Jugend aufbieten. Entsprechend traf man sich vor gut einem Jahr zu ersten Gesprächen, um über eine Zusammenlegung der beiden Fußballabteilungen nachzudenken. Auch bei der Koordinierung der Hallenzeiten für die anderen Sparten standen Olympia und der VfL im regen Austausch. Ob der vielen Berührungspunkte ist die Idee entstanden, nicht nur die Fußballabteilungen zusammenzulegen, sondern beide Vereine verschmelzen zu lassen. „Wir haben gemerkt, dass es viele Parallelen gibt. Dazu gehört auch, dass beide Anlagen baufällig sind“, sagte VfL-Vorstand Peter Repp, der gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Uwe Witaszak an der Sitzung bei SVO teilnahm. Grundsätzlich müsse man die Verschmelzung der Vereine behutsam vorantreiben. Das letzte Wort hätten aber ohnehin die Mitglieder beider Vereine.

Kompetenzzentrum für Fußball

Die Fusionspläne sind dennoch schon recht konkret. „Wir würden unser Riesebusch-Gelände aufgeben. Aus den Mitteln, die dadurch erzielt werden, sollte ein Fußball-Kompetenzzentrum errichtet werden“, sagte Uwe Witaszak. Dass beide Vereine Probleme haben, in den älteren Jugendklassen Mannschaften zu stellen, sei nämlich auch hausgemacht. „Andere Vereine in der Umgebung verfügen über eine wesentlich bessere Infrastruktur. Dadurch verlieren der SVO und der VfL auch ihre jugendliche Spieler an andere Klubs“, erklärte Witaszak. Laut Braasch habe es bereits erste Gespräche mit der Verwaltung gegeben, die eine Zusammenlegung der Vereine durchaus positiv sehe. „Der Standort auf dem Olympia-Gelände wird allerdings kritisch gesehen“, berichtete Braasch. Positive Signale für eine Bündelung des Angebots habe es schon von den Vertretern der Fraktionen von SPD und CDU in der Stadtvertretung gegeben. Mit Frank Schumacher, Andreas Marks (beide CDU), Hansjörg Thelen (SPD) und Dietmar Laue (WBS) sowie Carsten Dyck (CDU) als stellvertretender Bürgermeister nahmen auch einige politische Vertreter an der Versammlung teil.

Wahlen und Ehrungen bei der Jahresversammlung des SV Olympia in Bad Schwartau

Mitglieder sollen über die Namen abstimmen

Trotz der großen Pläne hatten die Mitglieder nur wenig Redebedarf. Zumal der Frage eines Anwesenden nach dem künftigen Namen des Vereins eine Absage erteilt wurde. „Das ist die einzige Frage, die emotional besetzt ist, sie sollte nicht zu diesem Zeitpunkt diskutiert werden“, erklärte Peter Repp. Sein Vorschlag: Über den künftigen Namen des Vereins sollten die Mitglieder beider Vereine abstimmen. Bei einer Fusion dürfte der neue Verein Ostholsteins größter Sportverein mit mehr als 3000 Mitgliedern werden – der SVO hat aktuell 750 und der VfL rund 2500 Mitglieder. Derzeit führt noch der ATSV Stockelsdorf mit rund 2800 Mitgliedern dieses Ranking an.

Einstimmige Wahlen

Im Rahmen der Jahresversammlung wurden auch einige Vorstandsposten neu besetzt beziehungsweise bestätigt. Einstimmig wurden Erhard Braasch (Vorsitzender), Susanne Erdmann (Schatzmeisterin), Rainer Jürgens (Schriftführer) gewählt. Bemerkenswert: Für SVO-Geschäftsführer Peter Neumann war es die 50. Jahreshauptversammlung als Vorstandsmitglied. Neumann gehört dem Vereinsvorstand seit 1969 an.

Mit dem Ehrenamtspreis für Jugendliche wurde an dem Abend Bjarne Setje-Eilers ausgezeichnet. Der 15-Jährige hat sich insbesondere bei der Fußball-Ferienpass-aktion verdient gemacht. Ehrenpreise gab es auch für Ernst-Otto Prösch und Helmut Krüger, die sich in 2018 besonders für das Gemeinwohl im Verein verdient gemacht haben.

Für 25 Jahre im Verein wurden Susanne Schwarz, Jennifer Kautz (beide Badminton), Guido Heidensohn und Jürgen Kollmann (beide Fußball) geehrt.

Sebastian Prey

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