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Bad Schwartau So lief die größte Katastrophen-Übung des Jahres im Kreis Ostholstein
Lokales Bad Schwartau So lief die größte Katastrophen-Übung des Jahres im Kreis Ostholstein
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18:59 05.10.2019
Schutzkleidung bei dem simulierten Chemieunfall bei der Firma Altropol war nötig. Die Feuerwehr Stockelsdorf ist dafür ausgerüstet. Quelle: Doreen Dankert
Stockelsdorf

Um 12 Uhr am Sonnabend war in jeder Ortschaft der Großgemeinde die Sirene zu hören. „Das ist nur der Probealarm, der immer einmal im Monat um Punkt 12 gemacht wird“, sagt Christian Beth, Wehrführer von Eckhorst. Zu dieser Zeit steht er schon in der Nähe der Brücke im Rödenweg, wo sich Freunde der Feuerwehr bereits in zwei extra platzierte Autowracks begeben haben und sozusagen auf ihren Aufritt warten. Alles ist streng geheim. Christian Beth gehört zu den wenigen Eingeweihten, die von dieser geheimen Großübung wissen.

12.07 Uhr schrillt die Sirene erneut. Einmal, zweimal, dreimal. Dreimal bedeutet, die Katastrophe muss schon ziemlich mächtig sein. Das Szenario in Eckhorst ist ein furchtbarer Crash nach einem illegalen Autorennen mit vier eingeklemmten Schwerverletzten und einer vermissten Person.

Elf Freiwillige Feuerwehren, etliche Rettungswagen und Helfer waren am 5. Oktober 2019 bei der Großübung in Stockelsdorf dabei. Drei Katastrophen wurden simuliert.

„Das sieht ganz schön schlimm aus“, stellt der Eckhorster Jürgen Lipp fest, der zufällig in der Nähe mit seinem Hund spazieren geht, „aber in der Realität gibt es sowas leider, deswegen ist es gut, wenn die Feuerwehr solche Einsätze üben kann.“

Auch zwei Wehren aus Stormarn dabei

Elf Freiwillige Feuerwehren sind an dieser Großübung beteiligt – außer Dissau und Obernwohlde alle Wehren der Großgemeinde, die Wehren Zarpen und Mönkhagen-Langniendorf aus dem Kreis Stormarn, die Rettungshundestaffel, zahlreiche Rettungswagen und sogar das DRK aus Stockelsdorf. Koordiniert wird diese Übung von vier Mitarbeitern der Leitstelle, die extra nach Stockelsdorf beordert wurden und alles von einer mobilen Kommandozentrale aus managen. „Die mobile Einsatzleitstelle haben wir uns von Bad Schwartau gepumpt“, sagt Stockelsdorfs Gemeindewehrführer, der an diesem Tag nur Beobachter und pausenlos unterwegs ist. Die Wehren Dissau und Obernwohlde, sagt Volgmann, halten die Stellung an dem Tag und rücken aus, falls wirklich was passiert. „Und alle anderen, die dann nicht bei drei auf dem Baum sind, müssen an dem Tag ausrücken zur Übung“, erklärt Volgmann.

Vier Tage vorher Geheimübung in Horsdorf

Eine Ausnahme gibt es da auch nicht für die Wehren Horsdorf, Malkendorf, Curau und Klein Parin, die bereits am Dienstagabend zu einer – ebenfalls streng geheimen Übung – nach Horsdorf beordert wurden. Ein Treckerbrand in einer Scheune wurde simuliert. Diese geheime Übung hatte sich der Horsdorfer Wehrführer Sven Asmußen ausgedacht. Davon soll Volgmann nichts gewusst haben. Und Asmußen hatte tatsächlich nicht die leiseste Ahnung, dass nur vier Tage später eine noch viel größere geheime Übung auf ihn wartete – und dann noch als Einsatzleiter bei dem simulierten Großbrand mit zahlreichen Verletzten und einigen Vermissten bei der Firma Wentorf in der Einstein-Straße. „Ja, damit hab’ ich nun gar nicht gerechnet“, gesteht Asmußen, „aber egal, ich nehme das so, wie es kommt. Einsatz ist Einsatz.“

Der dritte Einsatzort war in der Dieselstraße bei der Firma Altropol. Dort wurden ein Brand und ein Chemieunfall simuliert.

Zu den Beobachtern der Großübung gehört auch Ordnungsamtsleiter Stefan Köhler. „Es ist schon ganz schön was los hier“, sagt Köhler, „und das ist gut, das sowas geübt wird, denn es kann tatsächlich passieren, dass Rettungskräfte zugleich an mehreren Stellen im Einsatz sind.“

Von Doreen Dankert

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