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Bad Schwartau Stockelsdorf für Erdverkabelung
Lokales Bad Schwartau Stockelsdorf für Erdverkabelung
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18:10 19.03.2015
Stockelsdorf

Sie wurde jetzt einstimmig von den Gemeindevertretern verabschiedet, die Stellungnahme der Gemeinde Stockelsdorf zum DialogverfahrenOstenküstenleitung“. Gut zwei Din-A4-Seiten umfassen die Punkte, Bedenken und Anregungen, die die Großgemeinde jetzt schriftlich einreicht in dieses Verfahren zur Findung der 380kV-Trasse, die auf die geringsten Widerstände stoßen soll. Wie der Trassenverlauf auch immer am Ende sein wird — die Gemeinde Stockelsdorf ist schon allein aufgrund des Umspannwerks in Pohnsdorf in besonderer Weise von dieser geplanten Höchstspannungsleitung betroffen.

„Aus unserer Sicht sollte eine besondere Prüfung der Netzverstärkung erfolgen und eine Prüfung der Erdverkabelung“, erklärte Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann (parteilos). Weiterhin wird in der Stellungnahme angemerkt, dass „das Schutzgut Mensch vorrangig berücksichtigt werden sollte“. Die Bürgermeisterin kündigte zudem an, an weiteren Veranstaltungen zur Trassenführung teilzunehmen.

Da der Standort des Umspannwerks zur Erweiterung noch nicht fest steht, sei es für die Gemeinde eine schwierige Situation, so die Bürgermeisterin, denn in Abhängigkeit des Standortes würde es eine neue, geänderte Trassenführung geben, „was zur Folge hätte, dass damit auch neue Betroffenheiten entstehen“, so die Bürgermeisterin.

Ein Fakt zur Ostküstenleitung ließ bei Helmut Neu (UWG) allerdings grundsätzliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit derselben aufkeimen: Der Netzbetreiber Tennet habe bei der 380kV-Leitung eine mittlere Auslastung von 9,8 Prozent errechnet. „Bei einer solchen Auslastung“, so Neu, „frage ich mich, ob die Planungen nicht bescheidener ausfallen sollten.“

Ganz anderer Auffassung ist da Jan Jensen (SPD). „Selbstverständlich kann es sein, dass wir die 380kV-Leitung jetzt nicht brauchen, aber es geht darum, was wir in 20 oder 30 Jahren brauchen. Und wer dagegen ist, der ist für Atomkraft, nichts anderes.“ Gegenwind für die Haltung der UWG gab es auch von der CDU. „Der Rat von der UWG geht in die falsche Richtung“, so Fraktionschef Andreas Gurth. Diese neue Leitung werde benötigt, und „sie muss so sein, dass wir uns in 20 Jahren nicht schon wieder darüber unterhalten müssen.“

Manfred Jaeger von der SPD erinnerte in diesem Zusammenhang noch einmal an die Atomkatastrophe von Fukushima und daran, „dass nichts gefährlicher ist als Atomkraft“, auch wenn er zugleich Sorge habe, dass durch die geplante Stromtrasse der Ort Stockelsdorf eingeengt werden könnte „und uns damit jede Entwicklungsmöglichkeit genommen wird“.

Doreen Dankert

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