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Bad Schwartau Gemeindewerke erzielen satten Überschuss
Lokales Bad Schwartau Gemeindewerke erzielen satten Überschuss
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17:03 10.09.2019
Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD) spricht zum Thema Gemeindewerke und der Verwendung der Gewinne in der Gemeindevertretung Stockelsdorf. Quelle: Sebastian Prey
Stockelsdorf

Das Ergebnis der Gemeindewerke Stockelsdorf GmbH kann sich sehen lassen. Rund 850 000 Euro erwirtschaftete die Gesellschaft im vorigen Jahr an Überschuss. Trotz des starken Ergebnisses gab es am Montagabend einige Irritationen. Der Grund: In der Verwaltungsvorlage zur Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin wurden noch 200 000 Euro vorgeschlagen. In der Gemeindevertretersitzung erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Ehmcke (CDU), dass die Gesellschafterversammlung nun beschlossen habe, die Ausschüttung auf die Hälfte des Jahresüberschusses zu erhöhen. Sprich rund 425 000 Euro sollten an die Gemeinde Stockelsdorf abgeführt werden. Die Höhe sei mit dem Geschäftsführer Axel Langneff abgestimmt worden.

Gesellschafterin muss Antrag stellen

Diese sprunghafte Erhöhung sorgte insbesondere bei Ralf Labeit (SPD) für Irritationen. „Vor 14 Tagen hatte ich vorgeschlagen die Ausschüttung von 200 0000 auf 240 000 Euro zu erhöhen. Das wurde abgelehnt, um weitere Rücklagen zu schaffen. Der Antrag auf Erhöhung der Gewinnausschüttung muss im Übrigen von der Gesellschafterin gestellt werden“, stellte Labeit klar. Auch Helmut Neu von der UWG zeigte sich verwundert: „Hier wurde über die Köpfe der Gemeindevertretung hinweg verhandelt. Das ist nicht der Weg, den wir gehen sollten. Das hätte vorher besprochen werden müssen.“

Hohe Eigenkapitalquote von 67 Prozent

Bürgermeisterin und Gesellschafterin Julia Samtleben (SPD) räumte ein, dass man sich erst am Nachmittag auf eine erhöhte Gewinnausschüttung verständigt habe. Hintergrund dafür sei nicht nur das gute Ergebnis gewesen, sondern auch andere Faktoren. So liege die Eigenkapitalquote bei vergleichbaren Betrieben bei rund 35 Prozent. In Stockelsdorf liege diese bei 67 Prozent. In Vergleichsbetrieben werde zudem rund 50 Prozent des Überschusses ausgeschüttet. Entsprechend stellte die Bürgermeisterin als Gesellschafterin den Antrag auf Erhöhung der Gewinnausschüttung.

Zusätzliches Geld für den Straßenausbau

Rolf Dohse (Grüne) erklärte, dass es für beide Seiten gute Argumente gebe. Er sprach sich jedoch auch dafür aus, die Ausschüttung zu erhöhen. „Wenn wir uns einen Schluck aus der Pulle genehmigen, ist es undramatisch.“ Peter Hinzmann (FDP): „Es ist und bleibt das Geld der Gemeinde.“ Hartmut Hamerich (CDU) und Holger Hintz (BFB) sprachen sich ebenfalls vor dem Hintergrund anstehender größerer finanzieller Belastungen durch den Wegfall der Straßenausbaubeiträgen für die erhöhte Ausschüttung aus. Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung folgte auch die SPD dem Antrag der Bürgermeisterin, Gesellschafterin und Parteifreundin Julia Samtleben. Lediglich UWG-Mann Helmut Neu stimmte gegen die kurzfristige Erhöhung der Ausschüttung.

Satzung für Umweltbeirat erlassen

Ohne große inhaltliche Diskussion wurde die Satzung des Umweltbeirats verabschiedet. Dass Gordon Krei, den Hartmut Hamerich als „das grüne Gewissen der CDU Stockelsdorf“ bezeichnete, einen allgemeinen Vortrag zum Thema Abholzung, Versauerung der Meere, Klimawandel sowie Stickstoff- und Phosphorkreislauf hielt, kam allerdings nicht überall gut an. „Inhaltlich ist dagegen nichts zu sagen, aber es ist kein Beitrag zur Tagesordnung“, monierte Labeit. Dem stimmte Bürgervorsteher Manfred Beckmann (CDU) zu und entschuldigte sich dafür, dass er dies nicht im Vorfeld erklärt habe. Gordon Krei konnte bei der ursprünglichen Debatte um den Umweltbeirat aus gesundheitlichen Gründen nicht mitreden und wollte somit seinen Beitrag nun nachholen. Die Satzung für den Umweltbeirat Stockelsdorf wurde einstimmig erlassen. Dem elfköpfigen Gremium soll auch ein Landwirt und ein Vertreter der Dorfschaften angehören. Labeit: „Ich hoffe, dass sich am Ende auch genügend Leute mit Fachkunde für dieses Gremium finden.“

Von sep

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