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Bad Schwartau Streit um Beobachtungsturm: Umweltbeirat und Stadt finden keine Einigung
Lokales Bad Schwartau Streit um Beobachtungsturm: Umweltbeirat und Stadt finden keine Einigung
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12:46 19.02.2020
Der Naturerlebnispfad in Bad Schwartau muss an vielen Stellen erneuert werden. Quelle: Maike Wegner
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Bad Schwartau

Das Thema scheint festgefahren: Auch im jüngsten Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Verkehr und Umweltschutz konnten sich Umweltbeirat und Kommunalpolitiker nicht über die Modernisierung des Naturerlebniswegs einigen.

Bereits im November hatte der Beirat Haushaltsmittel für die Modernisierung beantragt. Doch über diesen Antrag wurde nicht beraten, weil aus Sicht der Ausschussmitglieder eine vorherige Einbeziehung gefehlt hatte. Zwar folgte nach der Sitzung reichlich Schriftverkehr, doch eine Lösung ist offenbar nicht in Sicht.

Modernisierung kostet 25 000 Euro

Konkret geht es um die Modernisierung des Naturerlebniswegs im Kurpark und der Schwartauwiesen. Dafür beantragte der Beirat 15 000 Euro. Insgesamt soll die Maßnahme 25 000 Euro kosten, 10 000 Euro davon sollen über den Umweltbeirat sowie Fördergelder bestritten werden.

Doch bisher fehlen offenbar Genehmigungen vom Bauamt und der Unteren Naturschutzbehörde. Großes Streitthema ist ein Beobachtungsturm, den der Umweltbeirat errichten möchte. Ein solcher war bereits im Kurparkkonzept aus dem Jahr 2014 verzeichnet. Er ist allerdings nicht Teil des neuen Konzepts und kann deshalb nicht ohne Weiteres geplant werden.

„Ich möchte betonen, dass wir uns zu keinem Zeitpunkt gegen die grundsätzliche Modernisierung ausgesprochen haben, sondern dass es lediglich um den Beobachtungsturm geht“, sagte die Vorsitzende des Ausschusses Gudrun Berger (Grüne). „Dieser steht für uns derzeit nicht zur Debatte. Über den Rest können wir gerne entscheiden.“

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„Wir haben eine Wackelsituation“

Der Vorsitzende des Umweltbeirats Rudolf Meisterjahn sprach von einem „bunten Blumenstrauß an Modernisierungsmaßnahmen.“ Unter anderem solle eine Informationstafel besser auf den Verlauf und die Stationen des Weges hinweisen. „Außerdem ist vieles marode und muss erneuert werden“, sagte Meisterjahn. „Auch ein Beobachtungspunkt würde nachhaltig den Naturerlebnisweg bereichern.“

Dass bisher keine Entscheidung hinsichtlich der Kosten gefallen und stattdessen eine „Wackelsituation“ entstanden sei, bedauere er sehr. „Ich bitte um eine Entscheidung“, sagte er in Richtung des Ausschusses.

Der Zahn der zeit nagt am Naturerlebnisweg. Nun soll er erneuert werden, doch sind sich die Kommunalpolitiker nicht bezüglicher aller Punkte einig. Quelle: Maike Wegner

Doch der sieht sich nicht in der Lage, über das Gesamtprojekt zu entscheiden. „Weil sie einfach den Beobachtungsturm aufgrund eines alten Konzepts geplant haben, ohne es mit uns zu besprechen“, sagt Gudrun Berger. „Wenn es um ein Bauwerk geht, für das die Verwaltung später die Verantwortung in der Unterhaltung hat, dann hat es mit Respekt zu tun, den offiziellen Weg einzuhalten.“

Anfang Februar hatte die Ausschussvorsitzende dem Umweltbeirat erneut aufgefordert, den Beobachtungsturm von den restlichen Maßnahmen zu trennen, und zunächst über diese zu entscheiden.

Förderanträge müssten zurück gezogen werden

Das Problem: Die Umweltlotterie Bingo hat bereits Fördergelder zugesagt. Die gelten allerdings für die gesamte Maßnahme – inklusive Beobachtungsturm. „Da haben sie den vierten Schritt vor dem ersten gemacht“, sagte Gudrun Berger.

Andrea Schwabe vom Umweltbeirat sagte erklärend: „Es ist sicherlich nicht alles optimal gelaufen. Aber wir müssen bedenken, dass wir den Antrag bei Bingo dann zurückziehen müssen, weil er nur als Gesamtantrag gilt. Das sind die Konsequenzen.“ Hansjörg Thelen (SPD) empfand das als Drohung. „Wir werden hier in unangenehmer Form unter Druck gesetzt“, sagte er.

Die Diskussion führte am Ende zu keinem Ergebnis. „Wir können nur hoffen, dass sich die Wogen wieder glätten“, sagte Andreas Marks (CDU).

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Von Maike Wegner

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