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Bad Schwartau Umbau des Amtsgericht: Bad Schwartau hofft auf Geld vom Bund
Lokales Bad Schwartau Umbau des Amtsgericht: Bad Schwartau hofft auf Geld vom Bund
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17:58 02.12.2019
Bad Schwartaus Bürgermeister Uwe Brinkmann (rechts) mit den SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn und Johannes Kahrs vor dem Amtsgerichtsgebäude. Quelle: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Das Amtsgerichtsgebäude am Markt ist ein echter Hingucker. Dass der schönste Bau in Bad Schwartau zum Jahreswechsel nun endlich in den Besitz der Stadt übergeht, ist für viele Bürger eine Herzensangelegenheit. Aktuell wird es noch als Aktenlager für die Justizbehörden genutzt. Doch das Haus soll möglichst bald wieder mit Leben erfüllt werden. Auf ein grundsätzliches Nutzungskonzept konnte man sich bislang noch nicht verständigen. Feste steht nur: Egal, was dort neben dem Museum und Archiv noch einziehen soll, für einen Umbau muss die Stadt noch einmal Geld in Millionenhöhe in die Hand nehmen.

Wegen der finanziellen Herausforderung hofft man in Bad Schwartau auf finanzielle Förderung aus Berlin. Am Montag waren die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, Bettina Hagedorn, und ihr SPD-Bundestagskollege Johannes Kahrs zu einem Ortstermin in der Stadt. Kahrs ist zudem der Chef-Haushälter der SPD-Bundestagsfraktion. „Wenn es ums Geld geht, ist Kahrs einer der wichtigsten Männer in Berlin“, sagte Bad Schwartaus Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos) bei der Begrüßung erwartungsfroh. Gemeinsam mit Bauamtsleiter Thomas Sablowski und einigen Stadtvertretern aus allen Fraktionen wurde das Amtsgericht besichtigt.

Denkmalschutzsonderprogramm hat 30 Millionen Euro im Topf

„Es ist schon ein beeindruckendes Gebäude“, sagte Bettina Hagedorn und ermunterte zugleich, zeitnah einen ersten Förderantrag zustellen. „Im Rahmen des 10. Denkmalschutzsonderprogramms des Bundes für 2020 wäre eine Bundesförderung von bis zu 50 Prozent mit maximal 450 000 Euro für erste Maßnahmen möglich“, sagte Hagedorn. Bundesweit stehen 2020 in diesem Programm rund 30 Millionen Euro bereit. In der Verwaltung wurden tatsächlich schon die Vorbereitungen für einen solchen Antrag getroffen.

„Es gibt ja noch kein abschließendes Nutzungskonzept, aber es würde sich schon anbieten als erstes die Fassade in Angriff zu nehmen“, berichtete Sablowski. „Je nach Ausführungsumfang würde das nach unseren Schätzungen zwischen ein bis eineinhalb Millionen Euro kosten.“ Kahrs ermunterte die Bad Schwartauer sogar dazu, eine noch höhere Summe als die Maximalhöhe von 450 000 Euro zu beantragen. „Das kann nicht schaden und manchmal tun sich noch weitere Finanzmittel auf“, erklärte der SPD-Politiker.

Stühle, Matratzen, Regale und Kartons in kleinen Büroräumen

Das Innere des Gebäudes macht derzeit allerdings einen eher traurigen Eindruck. In den ehemaligen Büroräumen, die seit 2009 nicht mehr genutzt werden, stehen Tische, Stühle, Matratzen und Regale wahllos herum. Im ehemaligen großen Verhandlungssaal im ersten Obergeschoss sind Kartons mit Examensarbeiten zur Archivierung gestapelt. „Die Räume sind zwar klein, aber sie bieten sich auch an, für das Museum einzelne Themenzimmer einzurichten“, sagte der CDU-Ortsvorsitzende Frank Schumacher. Grundsätzlich zeichnet sich bei den politischen Vertretern die Tendenz ab, auf alle Fälle das Museum der Stadt Bad Schwartau und das Archiv der Stadt in einem Teil des Amtsgerichtsgebäudes, das über rund 1500 Quadratmeter verfügt, unterzubringen. Zudem soll das Standesamt dort einziehen.

Im Mai dieses Jahres wurde der Kaufvertrag für die schmucke Immobilie zwischen dem Land Schleswig-Holstein und der Stadt Bad Schwartau unterzeichnet. Der Kaufpreis von 630 000 Euro wurde gedrittelt: Stadt, Land und Bund waren mit jeweils 210 000 Euro dabei.

Von Sebastian Prey

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