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Bad Schwartau Unmut bei der Jägerschaft
Lokales Bad Schwartau Unmut bei der Jägerschaft
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18:29 31.03.2014
Jörg Walters übernahm die Trophäenbewertung bei der Hegering-Versammlung im „Dissauer Hof“. Quelle: Fotos: Gert Kayser
Dissau

15 Tagesordnungspunkte standen bei der Jahresversammlung des Hegerings Stockelsdorf in der Gaststätte „Dissauer Hof“ auf dem Programm. In rekordverdächtigen 20 Minuten waren die Regularien abgearbeitet. Doch die Sitzung war da noch lange nicht vorbei. Grund: Die neue Jagd- und Schonzeitenverordnung in Schleswig-Holstein. Sie sorgt in der Jägerschaft für Unmut und reichlich Gesprächsbedarf. „Das ist der größte Mist, den die Politik hier gemacht hat“, ereiferte sich der ehemalige Hegeringleiter Jürgen Meyer. Hartmut Hamerich, CDU-Mitglied des Landtages, fügte jedoch hinzu, dass die neue Regelung nicht von der Politik, sondern vom Ministerium verfasst wurde. Durften Rehböcke bisher vom Mai bis in den Oktober erlegt werden, sollen sie jetzt sogar bis zum 31. Januar geschossen werden. „Wir werden in den Wintermonaten aber keine Rehböcke schießen“, lautete jedoch die Meinung der anwesenden Jäger. „Ich habe mit 17 Jahren von meinem Vater noch eine Ohrfeige bekommen, weil ich statt einem Rickenkitz in der Jagdzeit ein Bockkitz erlegt habe“, erzählt ein anwesender Jäger seinem Nachbarn. „Auch bei Drückjagden in den Forsten werde man sich nicht am Rehbockabschuss beteiligen“, so eine weitere Meinung. Unverständnis auch für die nun ganzjährige Schonzeit von Elstern, obwohl die Jägerschaft bisher in keinem Revier die Elstern ausgerottet hat.

Blässhühner, Rebhühner, Fasanenhennen, Türkentauben, Höckerschwäne und viele Gänsearten genießen eine ganzjährige Schonzeit, wie auch alle Möwenarten, außer der Silbermöwe.

Im Jagdjahr 2012/2013 wurden im Hegering 29 Wildschweine erlegt. Im vergangenen Jahr ist die Zahl auf zwölf zurückgegangen. Angestiegen sind die Zahlen bei Dachsen, Füchsen und Marderhunden. Der Kreisgruppenvorsitzende Otto Witt erinnerte im Rahmen der Versammlung an das Fangjagdseminar, das jeder Fallensteller besuchen muss. Weitere Termine zum Vormerken: Am 18. Mai gibt es einen Flohmarkt auf dem Schießstand in Kasseedorf und am 11. April findet in Ahrensbök die Jahresversammlung der Kreisjägerschaft statt. In diesem Jahr wird es vier Jägerstammtische in Dissau geben, am 11. September werden sich Mitglieder vom Hegering am Walderlebnistag in Bad Schwartau beteiligen und am 31. Oktober findet die Hubertusmesse in der Curauer Kirche statt, erinnerte der Hegeringleiter Martin Pieper.

Jörg Walters übernahm dann die Trophäenbewertung und Sören Franck wurde zum neuen Kassenprüfer gewählt. Gustav Hogreve, anwesender Kreisjägermeister, erinnerte noch einmal eindringlich an die Nutzung des Schießstandes in Kasseedorf. „Schießen ist für uns ein notwendiges Handwerk, das wir gut beherrschen müssen.“

„Schießen ist für uns ein notwendiges Handwerk, das wir gut beherrschen müssen.“
Gustav Hogreve, Kreisjägermeister

Gert Kayser

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