Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Unterwegs mit dem Spielplatz-Kontrolleur
Lokales Bad Schwartau Unterwegs mit dem Spielplatz-Kontrolleur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:46 20.09.2019
Marco Timme zeigt es: Dieses Gerüst auf dem Spielplatz An de Wisch muss getauscht werden. Das Holz ist kaputt, die Reckstange wackelt. Quelle: Maike Wegner
Stockelsdorf

Mit einem Hammer klopft Marco Timme leicht gegen den Balken der Seilbahn. Dann holt er ein Messer raus und rammt es in das Holz. Die Klinge geht leicht durch die erste Holzschicht. Darunter ist bereits ein Hohlraum. Höchste Alarmstufe für Timme, der als Spielplatzkontrolleur in der Gemeinde Stockelsdorf unterwegs ist. Der stellvertretende Bauhofleiter hat die Seilbahn bereits auf dem Zettel für das kommende Jahr. Die Bahn auf dem Spielplatz An de Wisch muss gänzlich erneuert werden.

Ebenso wie die beiden anderen Bahnen auf dem Waldspielplatz am Eichhörnchenweg und auf dem Spielplatz an der Max-Hamerich-Straße. „Alle drei werden ersetzt. Seilbahnen sind einfach der Renner. Das kribbelt beim Fahren, das macht den Kindern und Jugendlichen Spaß“, sagt Timme. Rund 10 000 Euro kostet die Anschaffung einer Bahn, dazu kommen 6 000 Euro Montagekosten. Den Aufbau könnte der Bauhof zwar auch in Eigenregie übernehmen. „Dazu fehlt allerdings das Personal“, erzählt der Kontrolleur.

Marco Timme testet Schaukeln, Rutschen und Klettergerüste

63000 Euro für die Spielplätze

Auch das Klettergerüst wenige Meter weiter auf dem Platz An de Wisch muss neu. Es ist aus dem Jahr 2004. Doch das Kiefernholz splittert mittlerweile und die Reckstangen wackeln. Eine akute Gefahr besteht nicht. „Aber neu muss es trotzdem“, sagt Timme. Immer wieder wird bei den Geräten ausgebessert. Doch manchmal ist nichts mehr zu retten. „Holz ist eben günstig, aber es hält nicht ewig“, erzählt Marco Timme. 63 000 Euro sind in diesem Jahr bereits in den Austausch bestehender und die Anschaffung neuer Spielgeräte geflossen. Rund 6500 Euro stehen noch zur Verfügung. Für das kommende Jahr sind Ausgaben in Höhe von 137 000 Euro geplant, darunter aber auch Maßnahmen auf Schulhöfen und in Kitas.

Ein Mal im Monat wird getestet

Die Kontrolle der Spielplätze verläuft nach einem festen Plan. Hinter dem ehemaligen Abaco, am Wasserwerk und der Waldspielplatz wird täglich nach dem rechten geschaut. „Diese Plätze sind am stärksten frequentiert und dort haben wir am häufigsten mit Vandalismus zu kämpfen“, sagt Timme. Alle anderen Spielplätze werden ein Mal in der Woche angefahren. „Dann sammeln wir Müll ein und machen gröbere Arbeiten.“ Ein Mal im Monat erfolgt zudem eine funktionale Kontrolle. Dann wird geschaukelt, gerutscht und geklettert. „Beim Rutschen kribbelt es auch als Erwachsener noch“, sagt Timme mit einem Schmunzeln und deutet auf die große Rutsche am Eichhörnchenweg. Auch die Ketten der Schaukeln werden genau untersucht. „Insbesondere das erste Glied ist häufig angegriffen“, weiß der Spielplatzkontrolleur aus Erfahrung. Per Tablet werden die Plätze bei der Kontrolle mit einem Ampelsystem bewertet. Steht die Ampel nicht auf Grün, müssen in den kommenden Tagen und Wochen Arbeiten erledigt werden.

Die Spielplätze der Gemeinde

Insgesamt gibt es in der Gemeinde Stockelsdorf 43 Spielplätze, von denen 32 öffentlich zugänglich sind. Elf der Plätze befinden sich auf den Dorfschaften. Die Spielplätze befinden sich im Akazienweg, Am Wasserwerk, An de Wisch, an der Ecke Bergstraße / Lübbersstraße, in der Breslauer Straße, in der Dorfstraße, im Eichhörnchenweg (Waldspielplatz), im Elli-Wigger-Weg, in der Flurstraße, in der Gerhard-Hilgendorf-Straße, in der Gleiwitzstraße, im Herrengartenweg, im Lausitzer Weg, in der Max-Hamerich-Straße, im Mühlenberg, im Narzissenweg, im Rotdornweg, in der Schillerstraße, im Schulweg, Ecke Stettiner Straße / Danziger Weg in der Tannenbergstraße, in der Weberstraße sowie in Arfrade, Curau, Dissau, Eckhorst (Arfrader Weg und Altes Ende), Horsdorf, Klein Parin, Krumbeck, Malkendorf, Obernwohlde und Pohnsdorf.

Die Seilbahn am Max-Hamerich-Weg beispielsweise musste bereits gesperrt werden. Bürgermeisterin Julia Samtleben hat das Spielgerät am Montag selbst getestet. Der Sitzt gibt mächtig nach und zack sitzt auch die Bürgermeisterin knapp über dem Boden. „Der Mindestabstand zum Boden beträgt 35 Zentimeter, den halten wir nicht mehr ein. Das Gestänge aus Holz gibt nach“, resümiert der Kontrolleur. „Hier überlegen wir, eine doppelte Seilbahn aufzustellen, das kostet nur unwesentlich mehr.“

Von Maike Wegner

Die Neue Lübecker und der Lübecker Bauverein haben Interesse an einem Grundstück in Rensefeld. Dort würden beide Unternehmen Mietwohnungen zu bezahlbaren Preisen errichten. Im Bauausschuss wurden die beiden Konzepte vorgestellt.

19.09.2019

Die Gemeinderundfahrten für Senioren haben in Stockelsdorf Tradition. Am Mittwoch besuchten 46 Frauen und Männer in Begleitung der Bürgermeisterin Julia Samtleben unter anderem das Wasserwerk in der Marienburgstraße. Anschließend ging es noch nach Obernwohlde, Horsdorf und Curau.

19.09.2019

Erhebliche Probleme im Busverkehr: Linien der Autokraft GmbH können im Süden von Ostholstein nicht mehr oder nur unregelmäßig bedient werden. Grund für die Ausfälle sind kranke Busfahrer.

19.09.2019