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Bad Schwartau Von farbenfroh bis ungegenständlich
Lokales Bad Schwartau Von farbenfroh bis ungegenständlich
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18:37 05.05.2018
Bad Schwartau

Ungefähr ein Dutzend Bilder hat jeder der drei Protagonisten für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt. Und jeder hat irgendwie schon immer was mit Kunst zu tun gehabt, sagen sie. Aber keiner von ihnen ist oder war hauptberuflich Künstler, sondern etwas ganz anderes. Kennengelernt haben sich die Künstler durch den Förderverein Bildende Kunst Ostholstein – und nun gestalten sie für eben diesen Verein diese Ausstellung mit vereinter Kreativität. So viel zu den Gemeinsamkeiten.

Gleich drei Künstler bestücken die aktuelle Ausstellung an den Wänden auf dem langen Flur im Haus III der Asklepios Klinik mit ihren Werken: Ann-Kathrin Duus aus Neustadt, Cathrin Schulz-Mirbach aus Bad Schwartau und Siegfried Bausch aus Groß Grönau.

Die Jüngste im Bunde und überhaupt im Förderverein ist Ann-Kathrin Duus mit 27 Jahren. Ihren Stil beschreibt die Erzieherin als „sehr farbenfroh und abstrakt“. Das, was Ann-Kathrin Duus mit Acrylfarben auf die Leinwand bringt, sind Inspirationen aus dem Leben. Momente, Gefühle, Situationen, die irgendwie eine bleibende Wirkung entfalten bei Ann-Kathrin Duus – und wohl auch bei Liebhabern der abstrakten Kunst. Bei ihrer ersten Ausstellung vor über einem Jahr war das erste Bild der Neustädterin bereits vor der Vernissage verkauft.

Cathrin Schulz-Mirbach ist eine 53-jährige Deutsche, die aber in der Schweiz geboren wurde. Der Liebe wegen ist die studierte Physikerin irgendwann in Bad Schwartau gelandet. „Gemalt habe ich schon immer“, sagt Cathrin Schulz-Mirbach, „ohne das Malen geht gar nichts.“ Ihr bevorzugtes Material ist Ölfarbe. Damit bringt sie das auf die Leinwand, was sie im Leben beeindruckt – vorzugsweise sind das landschaftliche Momentaufnahmen. Ein Garten in Groß Parin zum Beispiel. Oder die Holstein Therme bei Dämmerung. Der zugefrorenen Kurparksee mit einem Loch im Eis ist auch dabei. Alles auf eine spezielle Art interpretiert, die die Künstlerin als „abstrakten Realismus“ beschreibt. Und irgendwie scheint das kreative schaffen in Form der Malerei der absolute Kontrast zu sein zu ihrem Beruf, der eine naturwissenschaftlich Basis mit einer Menge Logik und trockenen Zahlen hat.

Ganz ähnlich ist das auch bei Siegfried Bauch aus Groß Grönau. „Ich habe schon seit der Schulzeit gemalt und nie damit aufgehört“, verrät der promovierte Bauingenieur im Ruhestand. Warum er dann nicht Kunst studiert hat? Bauch lacht und sagt, „weil mich Mathematik genauso interessiert hat, deswegen war das Studium schon das richtige.“ Die Kunst war ja trotzdem immer da. Siegfried Bausch liebt das Ungegenständliche, das Spiel mit Farben und Formen, die manchmal verwirrend scheinen und beim Betrachter dennoch schließlich in einem Gefühl der Harmonie münden.

Doch egal, wie temperamentvoll Siegfried Bausch die Acrylfarbe auch auf die Leinwand zu bringen scheint, es gibt immer einen Anlass, ein Motiv, das Bausch gerade umsetzt. „Auf jedem Bild verarbeite ich ein Thema zum Tages- oder Zeitgeschehen oder eine emotionale Situation“, erklärt der Künstler seine Herangehensweise. So hat Bausch zum Beispiel den langen und grauen Winter in einem Bild verewigt. Seine Lieblingsfarbe, sagt er, hat sich im Laufe der Jahre von Gelb nach Orange verändert.

Und ansonsten könne Bausch – ebenso wie seine beiden Künstlerkolleginnen – ziemlich gut loslassen. Also auch von den eigenen Bildern. Das ist dann also noch eine Gemeinsamkeit. Die Bilder der drei Künstler sind käuflich.

Auf jeden Fall sind alle Kunstwerke bis zum 29. Juni zu sehen.

Von Doreen Dankert

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