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Bad Schwartau Lesewettbewerb verschafft Schülern Motivationsschub
Lokales Bad Schwartau Lesewettbewerb verschafft Schülern Motivationsschub
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17:22 19.02.2019
Lesewettbewerb an der Grundschule Ravensbusch in Stockelsdorf. Quelle: Doreen Dankert
Stockelsdorf

Die Regeln für diesen schulinternen Wettbewerb sind allen Schülern seit Monaten klar. Welche Schüler der Grundschule Ravensbusch am Ende am finalen Wettbewerb am Dienstag des Vorlesens teilnahmen, wurde zunächst in einem Vorlesewettbewerb innerhalb jeder Klasse ermittelt. Die drei besten Schüler pro Klasse durften Vorleser unter den Augen und Ohren von Publikum und der Jury sein. Bei dieser zweizügigen Schule waren also jeweils sechs Schüler pro Klassenstufe im Rennen um den Titel „Bester Vorleser“.

Grundschule Ravensbusch

Am Dienstag war also dieser große Tag. Die besten Vorleser wurde von der dreiköpfigen Jury, die extra nicht aus Lehrern, sondern aus Lesepaten und der Inhaberin der „Bücherliebe“ aus Stockelsdorf bestand, gekürt. Der Sieger eines jeden Jahrgangs bekam ein Buch – und alle Finalisten ein kleines Geschenk als Dank und Anerkennung. Erreicht wurde das Ziel der ganzen Aktion aber schon vor dem Tag X. Sinn und Zweck der Aktion war es nämlich, „die Kinder mehr zum Lesen zu bringen“, erklärt Heidi Gunkel, Leiterin der Grundschule Ravensbusch. „Und das hat funktioniert“, bestätigt die Schulleiterin, „denn wir haben festgestellt, dass die Schüler in allen Klassen eine deutlich verbesserte Lesekompetenz haben.“ In den Pausen sind demnach auch in den Klassenräumen und auf den Fluren viele Schüler mit einem Buch in der Hand unterwegs. „Und in unserer schuleigenen Bücherei herrscht vermehrt reger Betrieb“, bestätigt Heidi Gunkel, die davon überzeugt ist, dass der Wettbewerbsgedanke und der Wille, dort mitzumachen, die Motivation bei jedem einzelnen Schüler angefacht hat. Ganz nach dem Motto „Übung macht den Meister“ haben sich die Schüler verstärkt mit dem Lesen beschäftigt. Iris Ratayczak, Jury-Mitglied und Lesepatin von zwei Schülern dieser Grundschule, berichtet, dass ihre beiden Schützlinge das Ziel hatten, ins Finale der Wettbewerbs zu kommen, und deshalb freiwillig und hochmotiviert ihr Lesetraining ausgeweitet haben. Zum Finale hat es nicht ganz gereicht, „aber ich kann bestätigen, dass beide deutlich besser geworden sind im Lesen“, sagt die Patin.

Vorgelesen haben die Finalisten aus einem vorher festgelegten Buch. „Die supergeheime Pfötchen-Gäng“ von Katja Alves und Marty Balmaseda war angesagt in der zweiten Klassenstufe. Fünf Minuten hat jeder Vorleser. Bewertet werden von der Jury unter anderem der Lesefluss, die Betonung, Pausen an der richtigen Stelle, die deutliche und laute Aussprache und der Blickkontakt mit dem Publikum.

Als die Finalisten der zweiten Klassenstufe fertig sind, ist Julia Hagenström, „Bücherliebe“-Inhaberin und Jury-Mitglied, angenehm überrascht. „Die gehen grad mal eineinhalb Jahre zur Schule und haben das ganz prima gemacht. Von mangelnder Lesekompetenz kann man bei diesen Schülern auf keinen Fall reden.“

Das Gute an dieser Lese-Aktion sei, so Heidi Gunkel, „dass die lesestarken Schüler die Schüler, die etwas schwächer sind, mitziehen und diese dadurch stärker werden und sich auch immer mehr zutrauen.“ Allerdings scheint das mit dem Zutrauen, vor anderen etwas vorzulesen, an dieser Schule eine weibliche Domäne zu sein. Erst ab der dritten Klassenstufe waren Jungs dabei: drei an der Zahl neben drei Mädchen. In der vierten Klassenstufe fünf Mädchen und ein Junge. „Einige Jungs in meiner Klasse haben mir gesagt, dass sie nicht den Mut haben, vor so vielen anderen vorzulesen“, sagt Ulrike Normann-Peters, Klassenlehrerin der 2a.

Julia Hagenström sagt, „wichtig ist nur, dass Kinder verstehen: Lesen ist cool.“

Doreen Dankert

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