Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Wochenmarkt verlegt: Begeisterte Kunden und zwiegespaltene Händler
Lokales Bad Schwartau Wochenmarkt verlegt: Begeisterte Kunden und zwiegespaltene Händler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 30.11.2019
Eckhard Reimer, Inhaber von Bio Reimer aus Stockelsdorf, rechnet damit, dass der Wochenmarkt auch nach Weihnachten an seiner derzeitigen Stelle bleibt. Quelle: Maike Wegner
Bad Schwartau

Während auf dem Markt die Weihnachtsbuden und die Alm Deluxe stehen, müssen die Marktbeschicker vor das Rathaus ausweichen. Das kennen die Händler bereits aus der Vergangenheit. Immer wieder zur Weihnachtszeit, aber auch wenn beispielsweise das Schützenfest gefeiert wird, müssen sie Rücksicht nehmen und in Ausnahmefällen an anderer Stelle ihre Stände öffnen. Doch jetzt ist im Gespräch, den Markt dauerhaft vor dem Rathaus zu belassen – zumindest wenn Kunden und Marktbeschicker zufrieden mit dem neuen Standort sind.

Händler und Kunden berichten, wie ihnen der neue Standort gefällt

„Ende Januar wollen wir eine Nachlese machen und ehrlich austauschen was gut und was schlecht war“, sagt Heiko Leihe vom Ordnungsamt der Stadt. Erst dann soll über den künftigen Standort entschieden werden. Zumindest die Besucher nehmen den neuen Aufbau bisher fast durchweg positiv an. „Ich finde das sehr optimal. Durch die kürzere Strecke hat man einen besseren Überblick und kommt auch besser ins Gespräch“, findet Rita Jochmann. Und auch Jochen Bubel findet: „Man fühlt sich aufgehobener auf dem Markt.“ Aber es gibt auch kritische Stimmen. Silvio Benedetto beispielsweise fand es auf dem Marktplatz etwas schöner. „Alles ist recht eng hier“, sagt er. Und damit spricht der junge Mann ein Problem an, dass vor allem den Marktbeschickern Sorgen bereitet. Denn die Fläche ist deutlich kleiner.

„Die Enge hat auch etwas heimeliges“

„Der Aufbau ist etwas problematisch. Mit größeren Verkaufswagen kommt man schwierig rein und raus“, sagt Julius Schuldt, der seit Jahrzehnten Äpfel aus dem Alten Land verkauft. Zwar bekomme auch er viel positive Resonanz der Kunden. Insbesondere mit Blick auf die wärmere Jahreszeit würde er aber lieber wieder auf den Marktplatz. „Gerade wenn beispielsweise die Spargelzeit kommt, wird es hier recht eng“, sagt Schuldt. „Als Übergangslösung kann ich mit dem Standort allerdings gut leben.“ Eckhard Reimer, Inhaber von Bio Reimer aus Stockelsdorf, glaubt allerdings, dass der Platz so bleiben wird, wie er jetzt ist. „Der Markt soll für Veranstaltungen frei sein“, mutmaßt er. „Die Kunden finden es schön so. Viele müssen zwar ihren Stand erst suchen, aber die Enge hat auch etwas heimeliges.“

Wege sind nicht barrierefrei

Aber es gibt ein großes Problem: Das Pflaster vor dem Rathaus ist extrem holprig. Für Rollatoren, Rollstühle oder Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, ein echtes Hindernis. „Die Stadt hat für viel Geld den Marktplatz barrierefrei gestaltet und nun stehen wir hier“, sagt Reimer und deutet auf die Steine. „Und auch die Verkaufscontainer sind auf dem Kopfsteinpflaster ziemlich schwer zu bewegen“, ergänzt Andreas Piel, der Blumen, Gestecke und Tanne anbietet. Die Fläche auf dem Markt war im Jahr 2011 für über 150 000 Euro geebnet worden. Es wurde ein Weg geschaffen, auf dem das unebene Pflaster geglättet wurde. Entlang dieses Weges positionierten sich dann auch die Marktstände.

Heiko Leihe sagt: „Das ist Jammern auf hohem Niveau, andernorts ist das Pflaster noch schlimmer. Aber wenn der Wochenmarkt dauerhaft so bleibt, dann werden wir auch darüber sprechen.“ Ebenso wie über die Fahnenmasten, die vor dem Rathaus stehen und die von einigen Marktbeschickern als störend wahrgenommen werden, weil sie die Stände drumherum platzieren müssen. „Da gibt es bisher allerdings keine Bestrebungen das zu ändern“, sagt Leihe. „Fahnenmasten gehören einfach vor ein Rathaus.“ Man wolle aber mit den Marktbeschickern im Zweifel besprechen, ob ein Stand mit geringerer Tiefe den Platz einnehmen könne.

Zeitverlust beim Auf- und Abbau

Petra Raabe, die für das Familienunternehmen „Heilshooper Spezialitäten“ Geflügel verkauft, schätzt – wie viele Kunden – die Gemütlichkeit, die durch das Zusammenrücken entstanden ist. Aber: „Es ist auch ein bisschen laut, weil direkt gegenüber die Bimmelbahn fährt“, sagt sie. Doch die Lage am Rand in Richtung Markttwiete hat auch einen deutlichen Vorteil. „Wir kommen gut weg und können einfach rangieren“, sagt Raabe. Anders als Jürgen Hoop, der mit seinem Obst und Gemüse am Ende zum Eutiner Ring steht und als letzter den Platz verlassen muss. 20 Minuten braucht er dadurch beim Abbau minimum länger. „Ich persönlich würde lieber wieder auf den Markt“, sagt der Landwirt.

Von Maike Wegner

Der Bad Schwartauer Andreas Flindt hat wieder zugeschlagen. Bei der JSKA-Shotokan Karate Europameisterschaft auf Zypern holte der 53-Jährige in seiner Altersklasse eine Gold- und eine Silbermedaille. Die nächste Aufgabe ist die WM 2020 in Lübeck.

29.11.2019

Im Sinne des Klimaschutzes will Stockelsdorf die Bürger vermehrt dazu animieren Busse zu nutzen. Dafür bezuschusst die Gemeinde ab Dezember für drei Monate ein Bus-Monatsticket mit 30 Euro. Jetzt sind die genauen Bedingungen für die Zuschussgewährung bekannt.

28.11.2019

Dieser Besuch hat Spaß und gute Laune gemacht. Das HSV Maskottchen Dino Hermann war zu Gast in der Bad Schwartauer Kita an der Christuskirche. Eine Stunde lang wurde gelacht, getanzt, gesungen und eine Geschichte vorgelesen.

28.11.2019