Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg 1000 Strohballen brennen bei Geesthacht
Lokales Lauenburg 1000 Strohballen brennen bei Geesthacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:13 07.08.2011
Quelle: Benjamin Helms
Geesthacht

Sofort wurden Erinnerungen an eine Brandserie wach: Von Herbst 2006 bis Frühjahr 2007 hatte es 17 Brände gegeben – meistens standen Erntevorräte in Flammen. Die Polizei ermittelte einen damals 21 Jahre alten Feuerwehrmann aus Börnsen, der zumindest vier Brandstiftungen einräumte.

„Wer hat mir das bloß angezündet“, ärgerte sich Heinz-Martin Pfeiffer. Er betreibt die Escheburger Pferdepension und hat sämtliche Erntevorräte verloren. Futter und Streu für die Pferde während der Winterzeit wurden vernichtet. „Seit 14 Tagen waren wir dabei, den Lagerplatz zu füllen“, sagte Pfeiffer. Den Schaden schätzt er auf 40000 Euro. Woher er Ersatz bekommen kann, ist noch unklar. 1000 Rundballen lassen sich nicht mal eben organisieren und anliefern.

Gegen 22 Uhr am Sonnabend hatten zahlreiche Autofahrer in Notrufen den Feuerschein gemeldet. „Als die ersten Kameraden am Einsatzort waren, standen die Rundballen, die in drei Reihen nebeneinander und auf mehreren Ebenen übereinander aufgestapelt waren, bereits lichterloh in Flammen“, sagte Geesthachts Feuerwehrchef Sven Albrecht. In der Spitze hatte er 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Verstärkung bekamen die Geesthachter auch aus Grünhof-Tesperhude, aus Escheburg, Börnsen und Kröppelshagen. Über fünf jeweils 500 Meter lange Schlauchleitungen holten sich die Retter Löschwasser aus einem Teich nahe der Zufahrt zur Autobahn und von einem Hydranten beim Landhof Buhk.

„Als wir die Wasserversorgung aufgebaut hatten, konnten wir von allen vier Seiten gegen das Feuer vorgehen“, erklärte Albrecht. Ein mühsames Unterfangen: Die Ballen waren gepresst, so dass das Wasser kaum ins Innere des Stapels eindringen konnte. Pfeiffer unterstützte die Feuerwehrleute deshalb mit dem Frontlader seines Treckers. Er zog die Rundballen auseinander. Der massive Regen, der während der Löscharbeiten niedergegangen war, verdampfte aufgrund der großen Hitze ohne Wirkung.

Albrecht tauschte das Personal im Laufe des Einsatzes mehrfach aus, zu kräftezehrend war der Einsatz für die Retter. „Wir haben dann am Morgen entschieden, das Feuer erstmal brennen zu lassen, damit die Masse weniger wird“, berichtete Albrecht. Eine Rauchwolke nebelte in der Zeit Besenhorst ein, der Gestank war schon nachts bis Wentorf und Bergedorf zu riechen. Als nur noch ein kleiner Rest brennendes Stroh und Heu übrig war, leiteten die Feuerwehrleute am Nachmittag abschließende Löscharbeiten ein.

Es war der größte Löscheinsatz der vergangenen Jahre. tja

Timo Jann

Das Schützenkorps Nusse und Umgebung hat zum zweiten Mal in

Folge eine Schützenkönigin. Anja Jungesblut war die Beste der

angetretenen 14 Männer und Frauen, die am vergangenen Mittwoch um die

Königswürde geschossen hatten.

07.08.2011

Schwarzenbek - Auf frischer Tat hat der Inhaber eines Handwerksbetriebes in Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) drei Männer beim Buntmetalldiebstahl ertappt.

03.08.2011

Am Sonnabend stießen auf der Landstraße zwischen Hamwarde und Worth ein Hyundai-Geländewagen, der einen Pferdeanhänger zog, und ein Opel Astra zusammen. Der Anhänger riss dabei ab, landete im Graben. Feuerwehrleute mussten das Pferd retten.

01.08.2011