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Lauenburg 1500 Euro Spende von Harley-Davidson-Fahrern
Lokales Lauenburg 1500 Euro Spende von Harley-Davidson-Fahrern
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19:15 16.01.2020
Der Harley-Händler in Breitenfelde bei der Spendenübergabe: v.l. Björn Andersson, Dirk Mußtopf, Kirsten Vidalund, ganz rechts Mike Güntner, dahinter stehen Chaptermember. Quelle: Dagmar Gehm/hfr
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Breitenfelde

Chromglitzernde Harleys, Biker, die von Touren durch China und Neuseeland berichten und der legendären Route 66, Inbegriff von Abenteuer und Freiheit. Eine Freiheit, die andere nie verspüren werden, weil ihr Bewegungsraum begrenzt ist, weil es Kinder sind, die ums Überleben kämpfen. Und Eltern, die nicht die Mittel aufbringen, um über den Krankenkassen-Standard hinaus die Welt ihrer schwerkranken Kinder ein bisschen lebenswerter zu machen.

Doch es gibt einen Schulterschluss zwischen denen, die auf PS-starken Maschinen ihre Träume leben und jenen, die vom Schicksal ausgebremst ihr Dasein im Rollstuhl oder Krankenbett fristen. Und zwar in Form eines riesigen Schecks, der bei Harley-Händler Björn Andersson in Breitenfelde an den „Förderverein - Unterstützung schwerstkranker und behinderter Kinder“ in Büchen überreicht wurde. 1500 Euro wurden 2019 von den 180 Membern (Mitglieder) des Harley-Davidson-Chapters Breitenfelde und Anderssons Kunden gesammelt. „Jedes Jahr unterstützen wir Projekte in der Umgebung, die in unserem Sozialsystem durchs Raster fallen“, erklärt „Chapter-Director“ Dirk Mußtopf.

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Hilfe für ein herzkrankes Baby

„Die großzügige Spende wird für ein herzkrankes Baby verwendet, das an einem Herzfehler und neurologischen Erkrankungen leidet“, sagt Kirsten Vidal, erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, der 1998 gegründet wurde. „Mit Tankgutscheinen sollen Fahrten der Eltern zur Klinik finanziert werden. Ein weiterer Teil geht an einen 17-jährigen, der einen rollstuhlgerechten Schreibtisch benötigt“, so Vidal weiter. 91 Familien im Herzogtum Lauenburg werden vom Förderverein unterstützt und begleitet. Die Vorsitzende berichtet: „Unsere 267 Mitgliedern setzen sich dafür ein, dass schwerstkranke und behinderte Kinder und ihre Familien auf kurzem, unbürokratischem Weg Hilfe bei einem ganzheitlichen Genesungsprozess erhalten. Als ich den Jugendlichen erklärt habe, dass ich einen Scheck zwischen lauter Harleys und Bikern entgegennehme, leuchteten ihre Augen.“

Von LB