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Lauenburg „Dörfer zeigen Kunst“: Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Lokales Lauenburg „Dörfer zeigen Kunst“: Die Erfolgsgeschichte geht weiter
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20:12 09.07.2019
Laden zur 16. „Dörfer zeigen Kunst“-Reihe im Amt Lauenburgische Seen ein: (v. l.) die Sponsorenvertreter Christine Neuber (IG Tourismus), Christian Jacobsen (SH-Netz) und Anne Wohlfahrt (Kreissparkasse), vom Amt Lauenburgische Seen die Organisatorin Susanne Raben-Johns, Amtsvorsteher Heinz Dohrendorff und Herbert Schmidt, Vorsitzender des Tourismusausschusses, Ursula Braun als Gastgeberin der Eröffnungsveranstaltung am 19. Juli, sowie Jürgen Langhof, Bürgermeister der veranstaltenden Gemeinde Horst. Quelle: Joachim Strunk
Horst/Ratzeburg

Für die veranstaltende Gemeinde – sei sie noch so klein – ist es eine Ehre, die jährlich stattfindende Ausstellungsreihe „Dörfer zeigen Kunst“ eröffnen zu dürfen. Insofern ist man im kleinen, nur rund 200 Einwohner starken Horst besonders stolz, sich am Freitag, 19. Juli, ab 19 Uhr auf dem Alten Gutshof im Ortsteil Neu-Horst endlich einmal den Gästen aus dem Amtsbezirk und den Nachbarregionen präsentieren zu dürfen.

Bürgermeister Jürgen Langhof: „Wir freuen uns riesig. Ganz viele fleißige Hände sorgen dafür, dass alles in der Organisation klappen wird – von der Feuerwehr über den Landfrauenverein Gudow, die Mitglieder der Spiel- und Sportgemeinschaft Horst-Brunsmark und viele andere Freiwillige“.

Im alten Bauernhaus beziehungsweise in dessen weitläufigem Garten von Ursula Braun findet die diesjährige Eröffnungsveranstaltung von „Dörfer zeigen Kunst“ statt. Im Bild die Gastgeberin mit einer großformatigen Fotografie auf Leinwand „Papageientaucher“ von Pirkko Roinila und Sven Walther, die unter dem Motto „Über dem Polarkreis - Naturfotografie“ ausstellen. Quelle: Joachim Strunk

Zum 16. Mal findet diese immer beliebtere Kunstpräsentation nun statt. Initiiert wurde sie Anfang der 2000er Jahre vom damaligen Amtsvorsteher Martin Fischer aus Bäk, der nach dem erfolgreichen Abschluss des Dorfentwicklungsplans anregte, dass sich die Orte, in die viel investiert wurde und in denen sich viel Neues entwickelte (beispielsweise die beliebten Dorf- und Hofcafés), doch auch einmal Auswärtigen präsentieren sollten.

Von einst 25 auf jetzt 170 Künstler

Das war der Beginn von „Dörfer zeigen Kunst“, welches im ersten Jahr 2004 noch unter „Kunst und Kultur“ firmierte. Im zweiten Veranstaltungsjahr – dann unter dem Label „DzK“ – registrierte Susanne Raben-Johns, langjährige und mit Herzblut arbeitende Organisatorin des Events aus der Amtsverwaltung, elf teilnehmende Gemeinden mit damals 25 Kunstschaffenden.

In diesem Jahr nehmen insgesamt 19 Orte teil – hauptsächlich aus dem Amt Lauenburgische Seen, aber auch einige aus dem benachbarten Kreis Nordwestmecklenburg sowie Behlendorf als langjähriger Vertreter des Amtes Berkenthin. Die Zahl der Künstler ist mittlerweile auf 170 angewachsen.

Teilnehmende Dörfer

Von der Wakenitz-Niederung über die Landschaft um die Ratzeburger Seen bis hin zur weitverzweigten Schaalseeregion erstreckt sich ein einzigartiger länderübergreifender Naturraum mit charaktervollen Dörfern. Die folgenden nehmen (in alphabetischer Reihenfolge) an der vierwöchigen Präsentation teil:

Albsfelde: Spritzenhaus, An Soot 13, und gegenüber die Haferdiele

Bäk: Am Dorfgemeinschaftshaus

Behlendorf: Gemeindezentrum Brinkhuus, Am Brink 1

Buchholz: Knabjohann’s Scheune, Dorfstraße 30

Dargow: Feuerwehrhaus, Schaalseeweg 2

Dechow (NWM): Gläserne Molkerei, Meiereiweg 1

Demern (NWM): Petrikirche zu Demern, Kirchsteig 2

Groß Grönau: Ev. Gemeindezentrum, Berliner Straße

Groß Sarau: Dorfgemeinschaftshaus, Klempauer Straße

Horst (Neu-Horst): Alter Gutshof, Nr. 6

Kittlitz: Dorfgemeinschaftshaus, Niendorfer Straße 2b

Kneese (NWM): Dorfgemeinschaftshaus, Hauptstraße 8a

Salem: Gemeindezentrum, Seestraße 44

Seedorf: Sporthalle, Dorfstraße

Sterley: Kulturzentrum „Alte Schule“, Alte Dorfstraße 35

Thandorf (NWM): Dorfgemeinschaftshaus, Dorfstraße, und Schaeperscheune, Alte Dorfstraße 13

Utecht (NWM): Dorfgemeinschaftshaus, Seeweg

Zarrentin am Schaalsee (NWM): Kloster Zarrentin, Kirchplatz 8

Ziethen: Pfarrscheune, Kirchstraße 21

Weitere Infos im Internet: www.doerfer-zeigen-kunst.de

Die Idee war, dass sich jeder Ort mit möglichst eigenen Künstlern darstellen sollte. Mittlerweile ist diese Regelung etwas aufgeweicht. Auch auswärtige Kunstschaffende kommen in ihr „Lieblingsdorf“ und präsentieren sich und ihre Werke. Dabei gibt es aber keine Eifersüchteleien oder Konkurrenzsituationen, alle harmonieren prächtig miteinander.

Das ist vielleicht auch das Besondere an der Reihe: Das Angebot für Kunstschaffende, ihre Werke zu präsentieren, bleibt „niederschwellig“. Das heißt: Es gibt kein Kuratorium, das darüber befindet, wer ausstellen darf. Das führt dann sogar zu solchen Situationen wie in Ziethen, wo jetzt erstmals der Kindergarten mit Bildern und Objekten der Allerkleinsten antritt.

Qualität hat stetig zugenommen

Anne Wohlfahrt, Vertreterin des Hauptsponsors Kreissparkasse (weitere Sponsoren: SH-Netz und Interessengemeinschaft Tourismus), bemerkte, „dass in den vergangenen Jahren die Qualität der künstlerischen Werke immer mehr zugenommen hat“. Neben durchaus gewollten Laienobjekten seien auch Kunstwerke zu sehen, die „wenn sie in einer Hamburger Galerie hingen oder stünden, gefeiert würden“.

Jeder Ort ist schön und authentisch

Ein besonderes Thema für die gesamte Reihe ist zwar nicht vorgesehen. Doch das Horster Motto „Kunst schafft Begegnung(en)“ kann man ohne Weiteres übertragen. „Empfehlungen“, so Susanne Raben-Johns, könne man gar nicht aussprechen. Denn „jeder Ausstellungsort ist so schön, weil authentisch mit sich selbst“. Und hier käme es zu zahlreichen Begegnungen von Künstlern und Kunstinteressierten, die im Kontakt miteinander viele Tipps geben würden, denen man gut und gerne folgen könne.

Die 16. Ausstellungsreihe „Dörfer zeigen Kunst“ währt vom 20. Juli bis 11. August, in wenigen Orten wie Buchholz (nur 20./21. und 27./28.7.) oder Groß Sarau (erst ab 27.7.) gelten abweichende Zeiten. In Albsfelde, Salem und Thandorf gibt es zwei Ausstellungsorte, in der Salemer Kulturscheune erst ab 27. Juli.

Das gesamte Programm gibt es im Internet unter www.doerfer-zeigen-kunst.de

Joachim Strunk

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