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Lauenburg 25 Jahre Kleines Theater in Geesthacht
Lokales Lauenburg 25 Jahre Kleines Theater in Geesthacht
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12:35 24.09.2019
Das Kleine Theater Schillerstraße wurde 1994 eröffnet. Gut fünf Millionen Euro hatte der Bau gekostet. Quelle: TIMO JANN
Geesthacht

Auf den Tag genau 25 Jahre nach der ersten Premiere im Kleinen Theater Schillerstraße (KTS) wurde jetzt eine Jubiläumsgala mit 300 geladenen Gästen gefeiert. KTS-Geschäftsführerin Meike Peemöller, ihre Assistentin Kim Schröder und Oliver Fries (Zigarren Fries) führten durch den Abend, zu dem viele Gäste wie der frühere Erste Stadtrat Martin Husmann, der langjährige Geschäftsführer Ulrich Jacobi, Prof. Dr. Jan Kramer als Sohn des privaten Investors des Hauses, Dr. Detlef Kramer, oder Comedian Ingo Oschmann, der mit seinem Comedyclub Stammgast ist, über ihre Beziehung zum KTS plauderten.

Geschäftsführerin Meike Peemöller, ihre Assistentin Kim Schröder, Frauke Elbers-Kähler (1994 erste Geschäftsführerin des KTS), der frühere Erste Stadtrat Martin Husmann und mit Oliver Fries (von links) während des Gala-Abends. Quelle: TIMO JANN

„Dr. Kramer kam damals mit seinem Architekten Bruno Timm im Schlepptau zu mir“, erinnerte sich Husmann, der von 1990 bis 1998 Erster Stadtrat und Kulturdezernent in Geesthacht war, an seine erste Beziehung zum Projekt Kleines Theater. In vielen Gesprächen wurde der nötige Rahmen abgesteckt, die Betreibergesellschaft initiiert und der Bau umgesetzt. Husmann: „Die Politik hat immer kritisch, manchmal sehr kritisch, nachgefragt.“ Am 23. September 1994 wurde der gut fünf Millionen Mark teure Neubau schließlich eröffnet, später folgte in den oberen Etagen ein Hotel, das heute das Hospiz beherbergt.

Prof. Dr. Jan Kramer überreichte KTS-Geschäftsführerin Meike Peemöller und ihrer Assistentin Kim Schröder zur Erinnerung eine Vergrößerung der allerersten Eintrittskarte des KTS von 1994. Quelle: TIMO JANN

Geesthacht hat ein hervorragendes Theater und Kino“, schwärmte Bürgermeister Olaf Schulze während der Gala. „Es war die richtige Entscheidung, dieses Haus zu übernehmen“, sagte er. Denn die private Betreibergesellschaft zog sich zurück, die Stadt sprang ein und finanziert den Betrieb heute auch mit Steuermitteln. Das Kulturangebot sei aber wichtig, Kultur verbinde, so Schulze. Das war auch damals die Motivation für Dr. Detlef Kramer, der seiner Stadt das KTS spendierte. „Mein Vater hatte die Idee, die Mitstreiter und einen tollen Architekten“, schaute Prof. Dr. Jan Kramer zurück und bezeichnete das KTS als „Ankerplatz für Kultur“. Es sei gelungen, den Bürgern mit dem KTS ein Zuhause für Kultur zu geben.

Geschäftsführerin Meike Peemöller (links) und ihre Assistentin Kim Schröder moderierten mit Oliver Fries (rechts) den Gala-Abend. Unter anderem hatten sie den Comedian Ingo Oschmann zu Gast. Quelle: TIMO JANN

Frauke Elbers-Kähler, 1994 die erste Geschäftsführerin des Kleinen Theaters, berichtete aus der Anfangszeit des KTS. „48 Stunden vor der Eröffnung war es gefühlt noch eine große Baustelle“, erinnerte sie sich. Doch dann feierte die Niederdeutsche Bühne das Debüt, anschließend lief ein 24-stündiger Kinomarathon. Die Mischung im KTS, Theater, Kino und mehr zu bieten, setzte sich mit dem Bau des zweiten Kinosaals erst 2010 richtig durch. Mittlerweile gibt es im Keller noch einen dritten Saal und viele Aktionen locken die Gäste an. „Geesthacht hat einen ganz eigenen Spirit, das gibt es so kein zweites Mal in Deutschland. Es ist hier so schön emotional“, freut sich Ingo Oschmann immer über seine Gastspiele im KTS.

Geschäftsführerin Meike Peemöller (links) und ihre Assistentin Kim Schröder moderierten mit Oliver Fries (rechts) den Gala-Abend. Unter anderem hatten sie den früheren Geschäftsführer Ulrich Jacobi zu Gast. Quelle: TIMO JANN

Die 16 mal 7,5 Meter große Bühne und die schon 1994 vergleichsweise große Leinwand begeistern die Fans seit 25 Jahren. Alle Aufführungen zusammen addiert ergeben 6250 Stunden beste Unterhaltung im KTS, 61.457 Kilo Popcorn wurden gegessen und 77 453 Liter Cola getrunken. „Wir haben noch viele tolle Ideen für die Zukunft“ sagte Meike Peemöller. Für sie und Kim Schröder gab es von vielen Gästen der Gala Lob. „Ihr macht einen tollen Job“, brachte es Schulze auf den Punkt.

Auch Kultur kam während der Gala im KTS natürlich nicht zu kurz: Tänzerinnen der Tanzbasis begeisterten mit ihrer Aufführung auf der Bühne. Außerdem traten Comedian Ingo Oschmann und Sänger Tom Ludwig auf. Quelle: TIMO JANN

Während der Gala wurde ein von dem Geesthachter Filmemacher Roland Doerffer produzierter Film als Kurzversion gezeigt: „Backstage KTS“ zeigt die Abläufe hinter den Kulissen des Hauses. Die lange Version des Films ist am Sonntag um 12 Uhr bei freiem Eintritt im KTS zu sehen. „Wir würden uns über viele Zuschauer freuen, weil man tatsächlich viele Einblicke bekommt, die sonst verborgen sind“, erklärt Meike Peemöller. Doerffer hatte 2018 mit dem Film über Förster Wolfgang Kruckow aus Grünhof den erfolgreichsten Film in 25 Jahren KTS produziert.

Geschäftsführerin Meike Peemöller (links) und ihre Assistentin Kim Schröder feierten mit vielen Gästen eine Gala anlässlich des 25-jährigen Bestehens des KTS. Quelle: TIMO JANN

Von Timo Jann

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