Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg 50 Jahre Aktion Ferienpass
Lokales Lauenburg 50 Jahre Aktion Ferienpass
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:45 23.05.2019
Andreas Gnich (Ratzeburg), Fredi Heidemann (Wentorf), Christine Dürr (Lauenburg), Tanja Petersen (Schwarzenbek), Andrea Hasenkamp (Kreisjugendring), Irida Zingelmann (Mölln), Svenja Kaszubowski (Büchen) und Anja Obermüller (Geesthacht, von links) mit den begehrten Ferienpässen. Quelle: TIMO JANN
Anzeige
Schwarzenbek

Das wird ein Fest! Zum 50. Mal gibt es in diesen Sommerferien das Ferienprogramm des Kreisjugendrings (KJR) in Zusammenarbeit mit den Orts- und Stadtjugendringen aus Schwarzenbek, Geesthacht, Lauenburg, Mölln, Ratzeburg und Wentorf sowie dem Jugendzentrum in Büchen. „Unsere Ferienpass-Aktion wird 50, das ist ein Meilenstein“, berichtet Andrea Hasenkamp, die stellvertretende Vorsitzende des KJR. Weil das Programm in allen Orten mehr als 500 Aktionen bietet, wird der Geburtstag erst eine Woche nach den Sommerferien gefeiert: Mit einer Summer-Challenge am 17. August in Nusse.

Programm im Hosentaschenformat

„Die ersten Ferienpässe waren noch Gutscheinhefte“, erklärt Arne Strickrodt, der Geschäftsführer des KJR. Sie wurden gegen eine Schutzgebühr angeboten und enthielten beispielsweise Vergünstigungen für Minigolf. „Übrigens ein Klassiker, der bis heute Bestand in vielen Ferienpässen hat“, sagt Strickrodt. Seit 2009 erscheinen alle Programme kreisweit in einem einheitlichen Format, das perfekt in die Hosentasche passt. Und seit elf Jahren bekommt jedes Kind kostenlos einen Pass. 15.000 Exemplare wurden gedruckt, sie werden an den Schulen in der Region verteilt und liegen an Ausgabestellen, etwa in Jugendzentren und Verwaltungen, aus.

Anzeige
Arne Strickrodt, Geschäftsführer des Kreisjugendrings, mit einem der ältesten Exemplare des Ferienpasses, damals ein Gutscheinheft. Quelle: TIMO JANN

„Das Ferienprogramm hat noch immer eine hohe Akzeptanz bei den Kindern und Jugendlichen, aber wir stellen den Pass auch immer wieder auf den Prüfstand und passen die Aktionen an“, sagt Andrea Hasenkamp. So werden in diesem Jahr erstmals Escape-Rooms und Geocaching angeboten – neben Klassikern wie Fahrten in Freizeitparks, Bastelarbeiten oder Kochaktionen. Der Stadtjugendring (SJR) Geesthacht geht bei der Anmeldung diesmal einen neuen Weg – die Angebote können ausschließlich online gebucht werden. Am 5. Juni erfolgt die Verlosung der Plätze. Strickrodt: „Über die Erfahrungen werden wir im Herbst auf unserer Klausur drüber sprechen.“

Ausflüge und Tagesfahrten und Kurse im Angebot

In Schwarzenbek engagieren sich vor allem der SJR und der Jugendtreff für Ferienangebote. „Wir machen dank der Unterstützung unserer Partner sehr viel vor Ort“, sagt Tanja Petersen, Vorsitzende des SJR Schwarzenbek. „Erst haben wir nur Angebote zusammengetragen, aber seit 2007 bieten wir auch eigene Aktionen an“, sagt sie. Angeboten werden Ausflüge und Tagesfahrten, aber auch zwei Kurse „Stopp heißt Stopp“, in denen Kinder Selbstverteidigung lernen. In Lauenburg ist eine Woche Rügen das Highlight. „Wir setzen auf Evergreens wie Heidepark und Hansapark, aber die Kinder kommen auch wie wild zu unseren Kochangeboten“, sagt Christine Dürr, Vorsitzende des Lauenburger Ortsjugendrings (OJR). „Wir gehen davon aus, dass wir unser Angebot auf der Onlineplattform noch deutlich ergänzen können, weil noch immer neue Angebote eingepflegt werden können“, sagt Anja Obermüller vom SJR Geesthacht. „Durch die Verlosung hat jeder eine Chance auf die begehrten Plätze“, sagt sie.

„Wir haben einen tollen Kontakt zu Vereinen, Verbänden und Firmen, nur so funktioniert es“, sagt Svenja Kaszubowski, die Jugendpflegerin des Büchener Jugendzentrums. „Unser Heft wird immer dicker“, freut sich Fredi Heidemann vom OJR Wentorf. Er freut sich auf den Besuch im Jumphouse, der erstmals angeboten wird. „Gut, dass wir da Übungsleiter des Sportvereins dabei haben“, sagt er. In Mölln erinnert sich Irida Zingelmann, Vorsitzende des OJR, noch an die Anfänge der eigenen Aktion. „Alle haben zusammen kopiert, gefaltet und getackert. Da ist das gemeinsame Heft jetzt viel besser“, sagt sie. Besonders begehrt sein dürfte ihrer Einschätzung nach wieder der Graffiti-Workshop. Andreas Gnich, Vorsitzender des OJR Ratzeburg, weiß, wie begehrt die angebotenen Schwimmkurse sind. „Rund um Ratzeburg gibt es viel Wasser, da ist es wichtig, dass die Kinder schwimmen können. Die Kurse sind bei uns immer als erstes ausgebucht“, so Gnich.

„Ohne die Ehrenamtlichen, die als Helfer und Organisatoren sehr viel Zeit investieren, geht es nicht“, berichtet Strickrodt, der sich auf die 50. Auflage besonders freut.

Timo Jann