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Lauenburg 50 Jahre Centa-Wulf-Schule: Der Weg zum Regelunterricht
Lokales Lauenburg 50 Jahre Centa-Wulf-Schule: Der Weg zum Regelunterricht
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20:30 20.11.2013
Jasmin (11), Celina (13), Claudia Schmidt (47), Pascal (14) und Jennifer (10) von der Centa-Wulf-Schule in Schwarzenbek präsentieren ihr Fahrradprojekt. Der Förderschulteil soll in Zukunft auslaufen und die Schüler stattdessen in Regelschulklassen unterrichtet werden. Quelle: Fotos: Alessandra Röder
Schwarzenbek

„Das einzelne bedürftige Kind steht im Mittelpunkt, und was wir tun können, dass dieses Kind nicht zum Außenseiter wird“, sagte die Schulleiterin der Centa-Wulf-Schule, Viola Hüfner. Am Dienstag feierte das Förderzentrum sein 50-jähriges Bestehen. Die Schulleiterin blickte bei der kleinen Jubiläumsfeier auf die Entwicklungen in der Sonderpädagogik der Schule zurück.

Bereits Ende der 50er Jahre gab es Hilfsklassen für Schüler mit besonderem Förderbedarf. Seit 1963 ist die Centa-Wulf-Schule eine eigenständige Förderschule. Das ursprüngliche System, bei dem die Kinder in seperaten Klassen unterrichtet werden, wird jedoch überarbeitet. Die 2008 in Kraft getretene UN-Konvention über die Rechte für Menschen mit Behinderungen bezieht sich auch auf die inklusive Bildung. Danach sollte es der Normalfall sein, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf Regelschulen besuchen. Neben dem Regelschullehrer soll ein Sonderpädagoge in den Klassen mitunterrichten und so die Kinder unterstützen. In der Centa-Wulf-Schule wird deshalb der Förderschulteil auslaufen. „Auch ohne eigene Schüler wird die Bedeutung der Centa-Wulf-Schule nicht kleiner“, sagt Hans-Heinrich-Dyballa vom Schulamt. Lehrer und die Schulleiterin sind überzeugt, dass die Veränderung in die richtige Richtung geht. „Die Kinder sind dann nicht wie Außerirdische, sondern werden akzeptiert und toleriert, weil die Anderen in Berührung mit ihnen kommen“, sagt die angehende Lehrerin Claudia Schmidt.„Es ist eine tolle Idee, aber wir sind mitten in einem Prozess“, erklärt Viola Hüfner. Man könne nicht gleich erwarten, dass alles perfekt verlaufe, der Weg sei wichtig. „Jeder Mensch hat mal eine Phase in seinem Leben, in der er Unterstützung braucht. Es wäre der Jackpot, Klassen zu haben, in denen jeder mit den persönlichen Stärken und Schwächen gefördert wird“, sagt Hüfner: „Der Rückhalt der Gesellschaft ist dabei wichtig.“

UN-Konvention über inklusive Bildung
Das Recht auf Bildung als Menschenrecht zu verwirklichen ist zentral für die Verwirklichung anderer Menschenrechte; dies trifft auch für das gemeinsame Lernen von nicht behinderten und behinderten Kindern und Jugendlichen zu. Dieses Recht setzt sowohl für den schrittweisen Aufbau eines inklusiven Bildungssystems als auch für den Zugang zu diesem Bildungssystem im Einzelfall verbindliche Maßstäbe. Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte

Alessandra Röder

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