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Lauenburg Dieses Unternehmen aus Mölln stellt Sicherheitspoller her
Lokales Lauenburg Dieses Unternehmen aus Mölln stellt Sicherheitspoller her
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10:45 02.11.2019
Jan Suhr, kaufmännischer Leiter in der Möllner Zentrale, zeigt hier einen Teil der Produktpalette, die A-Safe anbietet. Quelle: Norbert Dreessen
Mölln

Jeder, der schon mal beim Einparken in eine enge Lücke ein anderes Auto angeschrammt hat, weiß, wie schnell so etwas geschehen kann. Es kann auch in großem Maßstab passieren, aber für solche Fälle gibt es effektive Schutzmöglichkeiten. Um genau die kümmert sich die Möllner Firma A-Safe.

Geschäftsführer Markus Kaumanns kann in nur einem Satz beschreiben, womit sich sein Unternehmen beschäftigt: „Wir sind ein Spezialhersteller von Hochleistungsbarrieren aus Kunststoff zum Schutz von Maschinen, Gebäuden und Personen.“

A-Safe ist ein international tätiges Unternehmen, gegründet in England. Dort werden auch die weltweit vertriebenen Kunststoffteile gefertigt. In Mölln befindet sich die deutsche Zentrale samt dem riesigen Lager, von dem aus die Kunden im gesamten Bundesgebiet, in Österreich und in der Schweiz beliefert werden.

Schutz-Elemente von A-Safe werden weltweit auf Flughäfen verwendet, um wertvolle Anlagen abzusichern. Quelle: Norbert Dreessen

Vor neun Jahren in Mölln gestartet

„Als wir vor neun Jahren in Mölln anfingen, hatten wir ein winziges Büro in der Marktstraße, ein paar Prospekte und sonst nichts“, erinnert sich Kaumanns. Er selbst sei damals „in ganz Deutschland herumgefahren“, um Kunden zu gewinnen: „Das klappte bei unserem Produkt allerdings sehr gut, und deshalb sind wir seit Jahren auf Expansionskurs.“ 45 Mitarbeiter beschäftigt die Firma inzwischen in Deutschland, 26 von ihnen arbeiten in der modernen Zentrale am Sitzkrüger Moor im Norden Möllns. „In den nächsten Jahren werden wir uns wahrscheinlich noch erweitern“, erklärt Jan Suhr, kaufmännischer Leiter.

1984 in England gegründet

Das Unternehmen A-Safewurde 1984 von David Smith im englischen Städtchen Halifax gegründet. Heute wird es von seinen beiden Söhnen geführt. In den ersten Jahren fertigte das Unternehmen Folien aus Kunststoff, dann Kunststoff-Paletten. 2002 wurde ein erster Prototyp für Schutzbarrieren entwickelt, ein Jahr später ging der erste Großauftrag für dieses Produkt ein. Das Familienunternehmen erkannte, dass es international einen Bedarf an solchen Schutzanlagen gibt.

In Möllnwurde die erste Auslandsvertretung überhaupt gegründet. Inzwischen hat A-Safe Niederlassungen in 15 Ländern, darunter in den USA, in Japan, Frankreich und Australien. In weiteren 30 Staaten weltweit sind Vertreter des Unternehmens tätig. Die Produktion erfolgt ausschließlich in England – das soll auch, Brexit hin oder her, so bleiben.

Die Sicherheitsbarrieren von A-Safe werden zum Beispiel weltweit auf Flughäfen verwendet. Dort stehen überall Tanksäulen, schwere Lichtmasten oder Andock-Stationen herum. Falls die von Fahrzeugen gerammt werden, wird es teuer und möglicherweise auch sehr gefährlich. Früher baute man oft einen Rammschutz aus Stahl drumherum. Doch diese Leitplanken haben Nachteile: Fährt man dagegen, gibt es Schäden an den Barrieren und auch an den Fahrzeugen, oft reißen die Befestigungen aus dem Boden.

Speziell entwickelter Kunststoff

Die leuchtend gelben A-Safe-Barrieren dagegen bestehen aus einem speziell entwickelten Kunststoff namens Memaplex. Werden sie angefahren, verformen sie sich und gehen dann wieder in den Ursprungszustand zurück. Deshalb warb das Unternehmen auch lange mit dem prägnanten Spruch „Das Klügere gibt nach“. Nach Angaben von A-Safe haben manche Flughäfen ihre Reparaturkosten an Anlagen um mehr als 90 Prozent senken können.

Auch in großen Fabriken und Versandfirmen müssen die Produktions- und Lagereinrichtungen vor Beschädigungen geschützt werden. Kunden von A-Safe sind unter anderem Coca-Cola, Rewe und Amazon sowie Parkdeck-Betreiber, die eine Absturzsicherungfür Autos benötigen.

Auch solche stabilen Säulenschutz-Elemente werden von A-Safe hergestellt und bei den Kunden installiert. Quelle: Norbert Dreessen

Immer neue Ideen

Man ruht sich bei A-Safe aber nicht auf dem Erreichten aus, sondern tüftelt immer neue Ideen aus. Dazu gehören Sensoren in den Barrieren, die genau registrieren, wo es am häufigsten zu Kollisionen kommt. Die Werte werden von einem Computer gespeichert und können zum Beispiel helfen, wenn der jeweilige Kunde seine Hallen umbauen möchte – etwa, um für Gabelstapler breitere Wege zu schaffen. Ohnehin sei der direkte Kontakt zu den Kunden sehr wichtig, weil man stets auf deren individuellen Bedürfnisse eingehen wolle, so Jan Suhr.

An die Umwelt denkt man bei A-Safe übrigens auch. „Wir verwenden nur umweltverträglichen und recyclebaren Kunststoff“, betont der kaufmännische Leiter. Seine Firma nehme alte Barriere-Teile auch wieder zurück.

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Von Von Norbert Dreessen

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