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Lauenburg AWSH stellt Weichen für die Zukunft der Müllentsorgung
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18:10 12.07.2017
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Lanken

Zwei Schritte in die Zukunft hat die Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) jetzt vorgestellt: Eine neue mobile Waschanlage für Biomülltonnen soll angeschafft werden.

Und zugleich wurde gestern das neue Unterflursystem für Abfallcontainer vorgestellt. Mit diesem System, das bereits in Geesthacht erstmals in den beiden Kreisen der AWSH praktiziert und in Mölln demnächst im Robert-Koch-Park installiert wird, sieht sich die AWSH-Geschäftsführung als Vorreiter in ganz Schleswig-Holstein.

In den Niederlanden oder in der Schweiz findet man dieses System unterirdisch platzierter Abfallcontainer schon häufiger vor: keine hässlichen, klobigen und meist wenig angenehme Gerüche verbreitende Container mehr, sondern nur noch kleine verschließbare Einwurfsäulen. Die rund sechs Kubikmeter großen Container für Restmüll oder andere Wertstoffe liegen darunter in der Erde. Alle zwei oder drei Wochen kommt ein Müllfahrzeug mit Kran, hievt die Behälter an einer Kette aus dem Erdbunker und entlädt den Inhalt in den Großbehälter auf dem Fahrzeug.

„Das ist das System der Zukunft“, erklärte AWSH-Geschäftsführer Dennis Kissel gestern bei der Präsentation im Abfallwirtschaftszentrum Lanken – zumindest für Großkunden. Vor allem Wohnungsgesellschaften oder größere Einheiten von Privathausgemeinschaften. Das Interesse wachse, nicht zuletzt wegen der bestechenden Optik. Aber auch der Aspekt der Barrierefreiheit sei nicht zu unterschätzen, so Kissel. Denn etwa für Rollstuhlfahrer sei das Befüllen größerer Abfallbehälter kaum zu bewerkstelligen. Die Einwurfhöhe des Abfalls sei bei dem neuen Unterflursystem mehr als halbiert. Zudem sei diese Form der Abfallentsorgung viel sauberer, allein durch den besseren Geruchsabschluss. Und: Brennende Müllcontainer könnten auch der Vergangenheit angehören, da die Unterflurcontainer durch Schlösser gegen Fremdbedienung geschützt seien. Die Baukosten für Bunkerstellplätze seien nur unwesentlich höher im Vergleich zu herkömmlichen Müllbehälter-Stellplätzen.

Noch in der Testphase befindet sich die neue Form der Reinigung von Biotonnen. Dafür hat die AWSH ein Spezialfahrzeug eines österreichischen Herstellers angemietet – quasi eine rollende Spülmaschine für Müllbehälter. Der Hauptvorteil des mobilen Systems ist: Die Behälter von Großkunden können an Ort und Stelle schnell und einfach gereinigt werden.

wr

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