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Lauenburg Adé, Kultursommer 2014
Lokales Lauenburg Adé, Kultursommer 2014
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20:10 29.07.2014
Eine Szene aus Shakespeares Sommernachtstraum spielten von links: Christian Potzkai (Demetrius), Christina Sophie Meier (Helena), Dr. Michael Hagedorn (Lysander) und Lena Maria Hansen (Hermia). Im Hintergrund: Frank Düwel, Wolfgang Engelmann, Klaus Schlie. Quelle: Fotos: Silke Geercken
Mölln

Das Beste noch einmal zum Schluss. Das ist Tradition beim Kultursommer am Kanal, auch bei der neunten Auflage dieser erfolgreichen kreisweiten Kulturbühne. Rund 250 Gäste kamen zum „Blauen Montag“ in den Stadthauptmannshof Mölln. Ein Rekord.

„Daheim ist . . . unterwegs“ war das Motto. Überall im Kreis — nahe von Zuhause — konnte Kultur erlebt werden. Wer einmal beim Kultursommer dabei war, kommt wieder und bringt Freunde mit. Der Blaue Montag war so gut besucht wie noch nie.„Es muss sich herum gesprochen haben, welch toller Abend die Gäste hier erwartet“, sagte Wolfgang Engelmann, Vizepräsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg, die den Intendanten des Kultursommers, Frank Düwel, vor neun Jahren in den Kreis geholt hatte. Eine Erfolgsgeschichte. Der Dozent an der Hamburger Musikhochschule weiß die Leute zu begeistern. Ihm ist es gelungen, dass auch Jugendliche beim Kultursommer dabei sind. Allein 50 Mitwirkende waren es beim Projekt „Home is Beat ‘n‘ Dance“ in Schwarzenbek mit 300 jungen Leuten im Rathaus. Einige von ihnen waren noch einmal beim Blauen Montag zu hören, der ein „Best of“ des Kultursommers ist.

Das kontrastreiche Programm und die Improvisationen machen den Reiz dieses Abends aus. Der erste Teil fand direkt am Schulsee statt, ein Geschenk an diesem lauen Sommerabend. Die Nymphe Kalypso (Pia Hansen), die bei der Odyssee des Kanu-Wander-Theaters mitgespielt hatte, stieg diesmal nicht ins Wasser, auch ihr blaues Kostüm ist längst wieder im Fundus des Hamburger Schauspielhauses, aber die Stimme der Musikstudentin, mit der sie Odysseus für sich gewinnen wollte, war genauso schön. Ein weiteres Bonbon am Seeufer: schwedische Volksmusik der Geiger Frank Lotichius und Eugen Glaser-Riegler. Lust auf Theater machte eine Szene aus dem „Sommernachtstraum“, der in diesen Tagen im Innenhof des Ratzeburger Domes aufgeführt wird (es gibt noch Karten, www.theater-im-stall.de).

Vier bezaubernde junge Leute entführten in die Zeit um 1600, kämpften voller Leidenschaft um ihre Liebsten.

Nach der Pause im Hof des Gebäudeensembles ging es drinnen weiter. Da es diesmal so viele Besucher waren, hatte Intendant Düwel die Masse kurzerhand auf zwei Gebäude verteilt. Dort gab es zwei Mal hintereinander das selbe Programm, so dass jede Besuchergruppe alles sehen konnte: Lorenz Stellmacher machte am Flügel einen Ausflug in die Klassik, Liedermacher Klaus Irmscher erzählte Geschichten von Mölln, Angela Bertram, Jörn Bansemer und Peter Köhler gaben einen Auszug aus dem Fontane-Roman „Effi Briest“.

Der Abend war schon etwas fortgeschritten, als sich Mitwirkende und Besucher im Hof zu Wein und Salzstangen trafen, um das vierwöchige Geschehen Revue passieren zu lassen. „Ein toller Abend, ein toller Kultursommer“, so das einhellige Resümee. Stiftungspräsident Klaus Schlie hatte eingangs auf das Besondere hingewiesen: Vier Wochen Kultur pur in einzigartiger Umgebung. Das gebe es nur im Herzogtum Lauenburg. Er dankte der Kreissparkasse als großzügigem Sponsor sowie Frank Düwel für seinen Enthusiasmus. Und er warb um Kulturpaten: Für 500 Euro im Jahr können Städte und Gemeinden dabei sein. Bisher gibt es erst zwei Patenschaften.

Die Kunst geht weiter
Im Anschluss an den Kultursommer 2014 gibt es weitere kulturelle Leckerbissen.



Dörfer zeigen Kunst ist der Titel einer kreisweiten Ausstellung, die vom 2. bis 24. August zu sehen ist. 21 Dörfer machen mit.



Jedes Wochenende ab 13 Uhr sind Scheunen und Gemeindezentren geöffnet, um die Kunstwerke der Bürger zu präsentieren.
• Infos:
www.doerfer-zeigen-kunst.de

Silke Geercken

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