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Lauenburg Amt untersagt unnötigen Wasserverbrauch
Lokales Lauenburg Amt untersagt unnötigen Wasserverbrauch
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21:10 03.07.2015
Bis auf weiteres verboten: das Beregnen der Blumen im eigenen Garten mit Wasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz. Maria-Anna von Treuenfels (62) aus Neu-Horst wurde gestern von der Meldung aus dem Amt Lauenburgische Seen überrascht. Quelle: Philip Schülermann
Sterley

„Die Bevölkerung . . . wird gebeten, jeden unnötigen Wasserverbrauch zu vermeiden!“ Ausgerechnet am heißesten Wochenende des Jahres schreckte gestern Vormittag diese Radiomeldung auf Welle Nord des NDR (1)-Hörfunks sowie auf RSH die Menschen im Nordosten des Kreises Herzogtum Lauenburg auf.

Die Radiosprecher weiter: „Auf allen Grundstücken ist es bis auf weiteres untersagt, Trinkwasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz insbesondere zum Rasensprengen und zur Gartenbewässerung zu verwenden.“ Angesprochen sind die Einwohner der sieben Gemeinden Brunsmark, Hollenbek, Horst, Klein-Zecher, Salem, Seedorf, Sterley sowie deren Ortsteile, die allesamt vom Wasserwerk Sterley Neue Welt versorgt werden.

Was ist passiert? Eine von der Öffentlichkeit unbemerkt gebliebene Dürreperiode im Grenzgebiet zu Mecklenburg-Vorpommern? Nicht ganz. Aber mit dem heißen Wetter hat es zu tun. Reinhard Domanske, zuständig für Wasser- und Abwasserangelegenheiten im Amt Lauenburgische Seen, erklärt den Aufruf: „Es gibt keine Probleme mit der Menge der Wasserversorgung, sondern mit der Qualität. Da einer der beiden Wasserfilter saniert werden muss, läuft die gesamte Trinkwassermenge — täglich bis zu 50 Kubikmeter — über den anderen Filter, der bereits vor zwei Jahren ausgetauscht wurde.“ Die Filter säubern das aus 100 Meter Tiefe kommende Wasser, damit es klar und rein ins und durch das Netz zu den jeweiligen Haushalten geleitet wird.

Ein Filter alleine kann aber den durch die aktuelle Hitze gestiegenen Wasserverbrauch nicht „wuppen“. Domanske: „Der Verbrauch hat sich gegenüber den Wintermonaten verdoppelt. Das liegt zum Teil daran, dass viele Gartenbesitzer ihre Pflanzen mit Leitungswasser beregnen, hinzu kommt, dass der Campingplatz in Salem langsam voll wird. Das sind rund 3000 Menschen mehr als die hier lebenden 3500 Einwohner.“

Die Sanierung des Filters — „auf mikrobiologischer Basis“ (Domanske) — steht vor dem Abschluss. Wann genau das vollendet ist, könne er aber noch nicht sagen. „Wie schon vor zwei Jahren, als wir dazu aufgerufen hatten, bitten wir die Bevölkerung um einen sparsamen Trinkwasserverbrauch. Damals hatte das gut geklappt, so dass ich auch diesmal keine Probleme sehe.“

Seit 21 Jahren in Betrieb
Das Wasserwerk Sterley Neue Welt wurde 1994 in Betrieb genommen und versorgt seitdem über zwei Brunnen die sieben genannten Gemeinden. Die Sanierung der Filter nach 20-jähriger Betriebszeit ist unvermeidbar. Die Filter sondern Eisen und Mangan aus dem bis dahin bräunlichen Wasser aus.

Joachim Strunk

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