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Lauenburg Angst-Diagnose Krebs – da ist Brigitte Wiech ein Fels in der Brandung
Lokales Lauenburg Angst-Diagnose Krebs – da ist Brigitte Wiech ein Fels in der Brandung
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10:00 13.02.2020
Der stellvertretende Kreisgeschäftsführer Jan Frederik Schlie und Brigitte Wiech. Quelle: BRIGITTE GERKENS-HARMANN
Ratzeburg

Die Diagnose Krebs erleben Betroffene und ihre Angehörigen häufig als einen tiefen Einschnitt im Leben. Eine Vielzahl von Fragen tauchen auf und die individuelle Lebensplanung erscheint von einem Tag auf den anderen unrealistisch. Konkrete Hilfen sind im medizinischen Kontext gefragt, aber auch die soziale- und psychologische Betreuung kann sehr hilfreich sein. Brigitte Wiech ist für viele Patienten der berühmte „Fels in der Brandung“, denn sie hat in ihrer über 19 Jahre andauernden Krebsnachsorgearbeit beim DRK-Kreisverband Herzogtum Lauenburg Hunderte von Einzelschicksalen begleitet und Krebspatienten, ihren Familien und Freunden konkrete Möglichkeiten zum Umgang mit der Erkrankung an die Hand gegeben. „Im Jahr 2000 absolvierte ich eine Fortbildung für diesen speziellen Betreuungsbereich beim DRK. Bei Christa Steinkamp hospitierte ich und erfuhr die Praxisarbeit, neben der Theorie, in den Selbsthilfegruppen. Neben meinem Ehrenamt im Kreisverband bin ich auch auf Ortsebene über drei Jahrzehnte aktiv,“ so die 70 Jahre alte Brigitte Wiech. Sie ist nicht nur eine sympathische und empathische Persönlichkeit, sondern hat auch die nötige professionelle Distanz gelernt, um mit den teilweise herben Einzelschicksalen umzugehen. Nimmt man als Betreuerin einer Selbsthilfegruppe, die ja auch viel Eigendynamik entwickeln kann, belastende Begegnungen mit nach Hause? Wiech: „Es bleibt nicht aus, dass ich in Einzelfällen Erkrankte und ihre Familien intensiv, auch im Sterben, begleite.“

Familien können sehr viel Kraft spenden

Die in Berkenthin lebende überzeugte Ehrenamtlerin kennt aus dem engsten Familienbereich die großen Sorgen und Nöte, die eine schwere Krebserkrankung mit sich bringt. „Wenn Familien die Kraft haben, den Kranken im häuslichen Umfeld bis zum Ende zu pflegen, dann ist das immer sehr positiv.“

Fragen, die Brigitte Wiech immer wieder hört sind: Wie können Belastungen besser verkraftet werden? Wo kann ich als Krebspatient Unterstützung finden? Wer und was hilft mir bei der Krankheitsverarbeitung? Einzelne stehen vor einer Fülle von persönlichen, familiären und sozialen Fragen und fühlen sich oftmals allein gelassen. Das DRK möchte in dieser Situation Hilfestellung leisten und möglichst wohnortnah Informationen und verständnisvolle Gespräche anbieten, wie Wiech sagte. „Wir können Hilfen und Vermittlungen bei Anträgen anbieten, leisten Krankenhausbesuche und unterstützen mit Vermittlung von sozialen Diensten Pflegedienst, Essen auf Rädern oder Hausnotruf.“

DRK-Beratungsstellen im ganzen Kreis

In den DRK-Beratungs- und Kontaktstellen in Büchen, Berkenthin, Mölln, Schwarzenbek, Geesthacht, Ratzeburg und Krummesse können sich Betroffene melden. In Selbsthilfegruppen kommen Patienten und Angehörige zusammen, um sich auszutauschen, um gemeinsame Aktionen wie Theaterfahrten und Ausflüge zu planen und auch von den glücklichen Momenten zu sprechen, wenn der Krebs besiegt ist und mit der Genesung ein neues Kapitel im Leben aufgeschlagen werden kann.

Weitere Infos: 04544/891243, brigitte.wiech@drk-kv-rz.de.

Von Brigitte Gerkens-Harmann

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