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Lauenburg Arbeitslosigkeit: neuer Tiefstwert für April im Lauenburgischen
Lokales Lauenburg Arbeitslosigkeit: neuer Tiefstwert für April im Lauenburgischen
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15:38 30.04.2019
Dr. Heike Grote-Seifert, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe: Niedrigster Wert in einem Monat April seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene im Jahr 1997. Quelle: Florian Grombein
Mölln/Bad Oldesloe

Die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg hat im April deutlich abgenommen und beträgt jetzt 4792. Dies sind 194 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist in der Folge um 0,2 Prozentpunkte auf aktuell 4,6 Prozent gesunken. Vor einem Jahr waren im April noch 5293 Menschen und damit 501 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 5,2 Prozent.

Agenturchefin Dr. Heike Grote-Seifert: Der Arbeitsmarkt ist sehr stabil

„Mit einem Rückgang um 194 zum Vormonat sinkt die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg nochmals deutlich. Zum Vormonat ist die Zahl Jobsuchender im Gartenbau, Landwirtschaft, Baubereich sowie Gesundheitswesen, aber auch im Bereich Tourismus und Handel zurückgegangen. Mit jetzt 4,6 Prozent liegt die Arbeitslosenquote im Kreis Herzogtum Lauenburg auf dem niedrigsten Wert in einem Monat April seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997. Dies und der Vergleich zum Vorjahr zeigen, dass der Arbeitsmarkt im Lauenburgischen ungeachtet aller internationalen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten stabil ist“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Auch suchen die Unternehmen im Kreis weiter neue Mitarbeiter. Die Zahl der aktuell zu besetzenden Stellen ist mit 1460 auf einen neuen Höchstwert gestiegen und liegt 22 Prozent über dem Vorjahreswert.“

Mit 1460 sozialversicherungspflichtigen Stellen sind dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter 39 Stellen (plus 2,7 Prozent) mehr als im Vormonat und 269 mehr (plus 22,6 Prozent) als im April vergangenen Jahres als vakant gemeldet. Die meisten neuen Mitarbeiter werden unverändert im Bereich Handel, Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen und der Arbeitnehmerüberlassung gesucht.

Auch die Zahl der Unterbeschäftigten ist gesunken

„Auch die Zahl der Unterbeschäftigten ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und liegt aktuell im Kreis Herzogtum Lauenburg bei 6791. Dies sind 485 oder 6,7 Prozent weniger als im April des vergangenen Jahres“, erläutert die Agenturchefin. Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

Menschen mit Schwerbehinderung profitieren nicht

Von der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt haben arbeitslose Menschen mit einer Schwerbehinderung im Kreis Herzogtum Lauenburg nicht profitieren können. So ist ihre Zahl im Durchschnitt der Monate Januar bis April von 331 im Jahr 2018 auf 338 (plus sieben oder zwei Prozent) in diesem Jahr gestiegen. Aktuell beträgt ihre Zahl 336.

Die Zahl der Beschäftigten mit einer Schwerbehinderung in den Unternehmen im Kreis Herzogtum Lauenburg hat zwar von durchschnittlich 1292 im Jahr 2016 auf 1323 im Jahr 2017 zugenommen. Dies reicht jedoch nicht aus, die gesetzliche Beschäftigungspflicht zu erfüllen. Vorgabe ist, dass Betriebe mit 20 und mehr Arbeitsplätzen auf mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze Menschen mit einer Schwerbehinderung beschäftigen sollen. Im Jahr 2017 lag die Besetzungsquote wie im Jahr davor bei lediglich 4,2 Prozent. Für nicht besetzte Pflichtarbeitsplätze wird eine Ausgleichsabgabe fällig.

In Richtung der Unternehmen appelliert die Agenturchefin daher: „Nutzen Sie auch das Potenzial der Arbeitsuchenden mit einer Schwerbehinderung. Über die Hälfte von ihnen haben einen qualifizierten Berufsabschluss. Nicht selten verzichten Betriebe aus Unkenntnis oder wegen unbegründeter Vorurteile auf die Kenntnisse und Fähigkeiten von Menschen mit einer Schwerbehinderung, obwohl diese oft besonders engagiert sind, wenn sie eine Chance bekommen. Lassen Sie sich von uns über das vorhandene Potenzial informieren und zu eventuellen Fördermöglichkeiten beraten“, so Grote-Seifert.

ln

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