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Lauenburg Aus für Alstom: Keine Wasserstoffzüge für SH
Lokales Lauenburg Aus für Alstom: Keine Wasserstoffzüge für SH
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11:34 19.06.2019
Vor einem gut einem Jahr war die Welt für Alstom noch in Ordnung. Vom Betriebshof der AKN in Neumünster aus startete ein „Coradia iLint“ zur Testfahrt nach Kiel. Mit dabei: Dirk Burmeister ( Entwicklungsagentur Region Heide), Wolfgang Seyb, Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP), Dr. Jörg Nikutta ( Alstom aus Deutschland und Österreich). Quelle: Lutz Roeßler
Mölln/Kiel

Das Land kann mit dem klimafreundlichen Umbau des Personennahverkehrs beginnen. Nachdem das Oberlandesgericht Schleswig eine Beschwerde Zugherstellers Alstom gegen die Ausschreibung für elektrisch betriebenen Triebwagen abgewiesen hat, will der Finanzausschuss des Landtages in nichtöffentlicher Sitzung am Mittwochmorgen den Weg für die Bestellung frei machen. Spätestens bis 10 Uhr muss eine Entscheidung gefallen sein. Dann tagt der Landtag. Betroffen sind auch die Strecken Lübeck-Büchen-Lüneburg und Lübeck-Kiel.

Bei dem Auftrag zur Umstellung von Dieseltriebwagen auf elektrisch betriebene Nahverkehrszüge geht es um 50 Züge. Diese sollen die Hersteller entwickeln und dem Land für 30 Jahre einschließlich Wartung zur Verfügung stellen. Alstom als Entwickler von Zügen mit Wasserstoffantrieb hatte sich bei der Ausschreibung benachteiligt gefühlt und kein Angebot abgegeben, später geklagt.

Mit der Entscheidung des OLG ist klar, dass es – zumindest in dieser Phase – keine Züge mit wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen geben wird. Stattdessen werden akkubetriebene Züge unterwegs wein. Offen ist allerdings noch, wie diese Akkus geladen werden.

Dafür sind nach LN-Informationen zwei Systeme angeboten worden: Ein Laden der Batterien über Dieselgeneratoren oder über Pantographen als Stromabnehmer mit auf Streckenabschnitten installierten Oberleitungen. Als Bereich für so eine Oberleitung wäre auch Büchen im Gespräch. Hintergrund für die Nicht-Teilnahme und spätere Beschwerde von Alstom war, dass das Land von den Anbietern nicht nur die reine Zugtechnik erwartete, sondern auch die Ladeinfrastruktur.

In einer weiteren Ausschreibung soll dann ein Verkehrsunternehmen für den Betrieb der Züge gesucht werden. Ab 2022 sollen die emissionsfreien Züge dann auf Schleswig-Holsteins Schienen die Dieseltriebwagen ablösen. Das gilt unter anderem für die nicht elektrifizierten Strecken Lübeck-Büchen-Lüneburg und Kiel-Lübeck.

Holger Marohn

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