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Lauenburg Dreispuriger Ausbau der B 404 in vollem Gang
Lokales Lauenburg Dreispuriger Ausbau der B 404 in vollem Gang
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07:00 25.08.2019
Die Arbeiten zum dreispurigen Ausbau der B 404 bei Lütjensee sind in vollem Gang. Derzeit werden unter anderem die Rampen der Auffahrt Lütjensee erneuert und angepasst. Außerdem wird der Durchlass für die Riepsbek angepasst. Quelle: Holger Marohn
Lütjensee

In dieser Zeit soll auf dem vier Kilometer langen Abschnitt auf jeweils der Hälfte der Strecke eine Überholspur je Fahrtrichtung entstehen. Gleichzeitig wird damit auch der Grundstein für den Ausbau zur vierspurigen Autobahn gelegt. Der ist im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen.

„Alle Arbeiten laufen im vorgegebenen Zeitfenster und gehen gut voran“, heißt es zur „Halbzeit“ der Bauarbeiten vom Landesbetrieb Verkehr. Derzeit werden die Rampen der Anschlussstelle Lütjensee/Schönberg saniert. Dafür wird die Abfahrt noch voraussichtlich bis zum 1. September gesperrt. In der kommenden Woche sind die Asphaltierungsarbeiten vorgesehen. Autofahrer, die aus Richtung Norden kommen, werden bereits an der Abfahrt Todendorf/Sprenge umgeleitet.

Brücken fit für den Otter

Zu den Arbeiten gehört auch die Erneuerung der Brücke über die Riepsbek. Der Ersatzbau wird in diesem Zuge auch „fischottergerecht“ gestaltet. Der Bach verbindet den Drahtteich bei Grönwohld mit dem Lütjensee. Aktuell sind nach Angaben des Landesbetriebes der Gewässerverlauf der Riepsbek und die Spundwände für das neue Bauwerk hergestellt. Nun werde an der Einrichtung des Überbaus gearbeitet.

Fischotterquerung

Beim Neubau von Brücken über Gewässerwerden diese üblicherweise fischottergerecht gestaltet. Dazu gehört auch der Bau einer sogenannte Berme, eines waagerechten Laufbereiches von nach Angaben der Umwelthilfe mindestens 30 Zentimeter, besser 50 Zentimeter breiten Absatzes in der Böschung.

Außerdem werden die Gewässerufermit Steinen gegen Erosion gesichert. Dabei gibt es zuweilen sehr genaue Vorgaben der Naturschutzbehörden. So mussten bei der Erneuerung eines Durchlasses der Steinau unter den Bahnstrecke Hamburg-Berlin bei Büchen vor einigen Jahren bereits eingebaute Wasserbausteine aus Schlacke wieder ausgebaut werden und durch Feldsteine ersetzt werden.

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises hatte befürchtet, dass sich Forellen an den möglicherweise scharfkantigen Steinen den Bauch aufschlitzen oder Otter auf den glatten Steinen ausrutschen könnten. Daher war der Einbau von natürlichen Steinen in Rahmen der Planfeststellung vorgeschrieben – aber eben nicht umgesetzt – worden.

Bei dem Bauwerk über die Gemeindestraße „Zum Moor“ handelt es sich um eine Instandsetzung. Dafür werden seit Mitte Februar die vorhandenen Brückenkappen abgebrochen. Die Brückenkappen sind der Teil der Brücke, an dem üblicherweise die Geländer und Leitplanken befestigt. Außerdem werden sie für Fahrrad- oder Gehwege genutzt. Weiter schützen sie die tragende Brückenkonstruktion und sind selbst besonders starken Einflüssen durch Frost und Tausalz ausgesetzt.

Stillgelegter Radweg verschwindet

Nach dem Abbruch wird die bestehende „Restbrücke“ auf den neuen Querschnitt der dreistreifigen B 404 vergrößert, die Abdichtung der Brücke erneuert und anschließend die neuen Brückenkappen aufgesetzt. Für eine dreispurige Nutzung muss der asphaltierte Bereich der Straße auf 11,50 Meter verbreitert werden.

Für den dreispurigen Ausbau wurde auch die Asphaltdecke des schon seit Jahrzehnten stillgelegten Radweges entlang der B 404 aufgenommen. Der dadurch zusätzlich zur Verfügung stehende Platz wird auch für den dritten Fahrstreifen genutzt.

Grundlage für Autobahnausbau

Zwischen der Brücke und der Anschlussstelle Lütjensee/Schönberg ist die Verbreiterung der eigentlichen Fahrbahn für den zusätzlichen Fahrstreifen Richtung Norden bereits abgeschlossen. Im südlichen Bereich mit den beiden neuen Brückenbauwerken laufen diese Arbeiten derzeit. Außerdem wird derzeit damit begonnen, die alte Asphaltfahrbahn aufzunehmen und zu recyceln.

Eigentlich ist im 2015 verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan vorgesehen, die B 404 wie schon im nördlichen Bereich zwischen der A1 und Kiel auf weiten Strecken geschehen, zu einer vierspurigen Autobahn auszubauen. Diese Maßnahme steht im vordringlichen Bedarf des bis 2030 gültigen Bundesverkehrswegeplanes. „Die dreistreifige B 404 könnte bei einem zukünftigen Ausbau zur A 21 eine Richtungsfahrbahn werden“, heißt es aus Kiel. Eine weitere Verbreiterung zum Autobahnquerschnitt dieser Trasse habe bislang noch nicht zur Diskussion gestanden.

Teil einer späteren Ostumfahrung

Aufgrund der weit vorangeschrittenen Vorbereitung und Planung sowie des weitgehend abgeschlossenen Genehmigungsverfahrens hatte man sich in Kiel entschlossen, zunächst einen weiteren dreispurigen Ausbau voranzutreiben. Perspektivisch ist vorgesehen, die B 404 auch südlich der A 24 vierspurig auszubauen, westlich um Schwarzenbek herumzuführen, an die in Planung befindliche Ortsumfahrung von Geesthacht anzuschließen und als weiträumige Ostumfahrung Hamburgs an die Autobahn Hamburg-Lüneburg anzuschließen.

Doch das liegt noch in weiter Ferne. Derzeit ist die B 404 bereits zwischen der Auffahrt zur A 24 bei Kasseburg und Trittau dreispurig ausgebaut. Die „Sanierung mit Verbreiterung der B 404 zur Aufnahme von Überholfahrstreifenausbau“ zwischen den Anschlussstellen Lütjensee/Schönberg und Lütjensee/Grönwohld ist der zweite Bauabschnitt – des dreispurigen Ausbaus.

Bauarbeiten K 42

Der Kreislässt ab Montag, 26. August, die Kreisstraße 42 zwischen Ortsausgang Siebenbäumen und der Einmündung in die K 47 in Groß Schenkenberg sanieren. Aus diesem Grund muss die Kreisstraße 42 für den Durchgangsverkehr voll gesperrt werden. Während der Bauzeit wird eine Umleitung über Kastorf und Kronsforde ausgeschildert.

„Die Bauarbeiten werden in drei Abschnitten durchgeführt um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten“, heißt es vom Kreis. Der erste Bauabschnitt reicht von Siebenbäumen bis in die Ortsdurchfahrt Grinau. Der Anliegerverkehr in Grinau werde während der Nebenarbeiten aufrechterhalten. Für die Fräs- und Asphaltierungsarbeiten müsse jedoch das gesamte Baufeld voll gesperrt werden. Anwohnerinnen und Anwohner werden vorab gesondert über die Termine der Vollsperrung informiert.

Der Busverkehr werde aufrechterhalten, solange der Baufortschritt dies zulasse. Sofern ein Durchfahren der Baustelle für die Busse nicht mehr möglich sei, würden Änderungen im Fahrplan durch Aushänge an den Haltestellen bekanntgegeben.

Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt sollen planmäßig drei bis vier Wochen dauern. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für Ende Dezember vorgesehen. Informationen zu den weiteren Bauabschnitten werde die Kreisverwaltung rechtzeitig nach Baufortschritt bekanntgeben.

Von Holger Marohn

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