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Lauenburg Ausstellung „30 Jahre Mauerfall“ in Ratzeburg
Lokales Lauenburg Ausstellung „30 Jahre Mauerfall“ in Ratzeburg
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07:00 27.10.2019
Andrang bei der Eröffnung: Ausstellung „30 Jahre Mauerfall“ in der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG. Quelle: Thomas Biller
Ratzeburg

„Gegen das Vergessen“ soll die neue Ausstellung ein Zeichen setzen: Heike und Hartwig Fischer haben im Herbst 1989 und in den Folgemonaten die Ereignisse an der Grenze zur DDR mit der Kamera dokumentiert. Die Raiffeisenbank Südstormarn-Mölln eG (RBSUM) hat anlässlich des Mauerfalls vor 30 Jahren Platz für die Ausstellung in ihrer Geschäftsstelle in der Herrenstraße Platz geschaffen.

Rund 50 Bilder, zum Teil auch in schwarz-weiß, zeigen Grenzanlagen, die Öffnung der Grenze bei Mustin am 12. November und die Begegnungen von Menschen aus Ost und West. Das Ehepaar Fischer aus Ratzeburg, sie Redakteurin, er Historiker, handelten damals umgehend, um Bilder festzuhalten, die wenig später schon nicht mehr möglich gewesen wären. „Ende 1990 war von der ehemaligen Grenze kaum noch etwas zu sehen“, so Heike Fischer bei der Vorstellung der gemeinsamen Ausstellung. Das Autoren-Duo hat daher auch Bilder gegenübergestellt, wie es einst und heute in der Region aussah. „Seit dem Mauerfall ist Deutschland ein verlässlicher Partner in Bezug auf pluralistische Demokratie“, erklärte Historiker Hartwig Fischer bei einem kleinen Exkurs zur deutschen Geschichte.

Die Ausstellung„Weltgeschichte vor der Haustür – Bilder gegen das Vergessen“ von Heike und Hartwig Fischer ist zu den Öffnungszeiten der Raiffeisenbank Südstormarn-Mölln bis zum 13. November in der Herrenstraße 3 in Ratzeburg zu sehen. Der Eintritt ist frei.

„Sie haben damals Weitblick und Sensibilität gehabt, diese Ereignisse zu dokumentieren“, richtete Bankvorstand Kai Schubert seinen Dank an die Autoren. Schubert hob auch das Buch „Weltgeschichte vor der Haustür“ des Paares hervor, das in der mittlerweile fünften Auflage ebenfalls durch die Bank gefördert wird. „Dieses Buch ist bildungspolitisch sehr bedeutsam, auch, weil wir hier den regionalen Bezug haben“, so Schubert. Nach Aussage von Hartwig Fischer wird das Buch im Unterricht der Gymnasien in Ratzeburg und Mölln eingesetzt, ebenso in der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen.

Den Autoren und den Verantwortlichen der RBSUM geht es um den Brückenschlag zur Gegenwart und um die Generationen, die keine eigenen Erinnerungen an die Grenze und die DDR haben. Kai Schubert: „Wir haben derzeit zu viele Populisten, das erleben wir weltweit. Umso wichtiger ist es, diese historischen Ereignisse in einen aktuellen Tagesbezug zu bringen. Wir sollten diese Themen begleiten und für die Demokratie und diesen Rechtsstaat kämpfen!“

Auch für Ratzeburgs Bürgermeister Gunnar Koech ist der Bezug zum Heute wichtig: „Danke, dass es Sie gibt“, wandte sich Koech an das Ehepaar Fischer, „schenken Sie jungen Menschen diese Erinnerungen!“

Heike Fischer hat in den vergangenen Jahren mit ihren Bildern Schulprojekte begleitet. „Es ist der einzige Vortrag, der mir in Erinnerung geblieben ist“, sagte Rebekka Kleine Wächter aus Lankau, die sich die neue Ausstellung in Ratzeburg ansah. Im Gespräch mit den LN meinte die 19-Jährige: „Wenn man es nicht erlebt hat, wird man es nie begreifen, aber durch diese Bilder wird es mehr nachvollziehbar.“ Am meisten zeigte sich die junge Frau von den Bildern der Grenzöffnung bei Mustin beeindruckt.

Von Thomas Biller

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