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Lauenburg Ausstellung in Mölln zu 30 Jahren Artothek
Lokales Lauenburg Ausstellung in Mölln zu 30 Jahren Artothek
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11:31 24.05.2019
Rund 60 Gäste kamen zur feierlichen Ausstellungseröffnung in das Möllner Stadthaus. Quelle: Thomas Biller
Mölln

Vor 30 Jahren hat die Möllner Artothek mit einer Ausstellung im Möllner Stadthaus den ersten Schritt in die Öffentlichkeit getan. Anlässlich dieses Geburtstages zeigen jetzt namhafte Künstlerinnen und Künstler des Lauenburgischen Kunstvereins (LKV) ihre Begegnungen mit dem Phänomen Artothek und deren Bildern am gleichen Ort.

„Künstlerische Korrespondenzen“ nennen die Ausstellungsmacher im Untertitel ihre Schau im Möllner Stadthaus, die am Mittwochabend feierlich eröffnet wurde. Eine Idee von Regine Bonke, Initiatorin und treibende Kraft der Artothek. Bonke war bereits vor 30 Jahren dabei und beteiligt sich künstlerisch auch an der aktuellen Ausstellung.

Die Stadt Mölln und der LKV, der in diesem Jahr auf 35 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken kann, haben dank Unterstützung der Kreissparkasse diese aufwendige Schau möglich gemacht.

Bürgermeister Wiegels: Ein Meilenstein der Kulturgeschichte

„Ein Meilenstein in Möllns Kulturgeschichte“, erinnerte sich Bürgermeister Jan Wiegels an eine Zeitungsüberschrift vor 30 Jahren zur Artothek. Wiegels betonte, dass die Artothek „ehrenamtlich betrieben“ wird und Teil der „vitalen Kunstszene hier in Mölln“ sei. LKV-Vorsitzender Dr. William Boehart über die Artothek: „Ein sehr interessantes Konzept und ich denke, es ist aufgegangen.“ Boehart addierte das Bestehen LKV und Artothek und meinte: „65 Jahre – aber wir gehen nicht in den Ruhestand. Wir machen weiter und nehmen auch noch neue Mitglieder auf.“

Musik zur Eröffnung

Musikalisch begleitete Melanie Klinke die Feier mit ihrer Querflöte. Die Lübeckerin ist Lehrbeauftragte an der dortigen Musikhochschule und unterrichtet auch an der Kreismusikschule in Ratzeburg. Melanie Klinke spielte unter anderem den dritten Satz aus der Solo-Partita von Johann Sebastian Bach.

Das hofft auch Nutzerin Sabina Ley, die erst vor Kurzem die Artothek entdeckt hat: „Die Kunst vom Sockel holen und in den Alltag integrieren; ich hoffe, dass es die Artothek noch sehr lange gibt.“ Den Bogen zur gesellschaftlichen Bedeutung schlug Dr. Katharina Schlüter, Leiterin Kunst und Kultur der Stiftungen der Sparkasse Holstein. „Die Artothek, der Kunstverein, die Kunst überhaupt, tragen dazu bei, die Werte einer offenen Gesellschaft aufrecht zu erhalten“, sagte Schlüter.

Bildpaarungen im Möllner Stadthaus

Im Stadthaus hängen jetzt die verschiedensten Bildpaarungen nebeneinander. Links ein Werk aus der Artothek, rechts daneben ein aktuelles Werk. Maggie Szuszkiewicz hat sich mit „Festival der Eitelkeiten“ von Carl Lambertz auseinandergesetzt. Mit Mischtechnik auf Leinwand hat die Künstlerin einzelne Kacheln geschaffen, die immer wieder neu zusammengestellt werden können. „Das Wunder“ hat sie ihr Werk betitelt. „Das Bild zeigt, dass wir das Wunder sind“, erklärt die Künstlerin, die sich konsequent in den Farben ihres Bildes gekleidet hatte.

Beteiligte Künstler

Als Kunstschaffende haben sich an der Ausstellung beteiligt (alphabetisch): Eva Ammermann, Regine Bonke, Claudia Bormann, Christian Egelhaaf, Sabine Egelhaaf, Heidemarie Ehlke, Sabine Fink, Horst Grünwald, Edith-Holtz-Raber, Christian Kattenstroth, Peter Klimek, Wilhelm Körner, Petra Laux-Kruschinski, Sabine Mund-Schmidt, Jürgen L. Neumann, Hans-Hinrich Schümann, Sylvia Stuhr und Maggie Szuszkiewicz.

„Ich und die Artothek“ ist bis einschließlich Freitag, 28 Juni, zu den Öffnungszeiten des Stadthauses im Wasserkrüger Weg 16 zu sehen. Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 12 Uhr, Donnerstag von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Christian Kattenstroth hat ein Bild ohne Titel in Mischtechnik auf Papier geschaffen. Es bildet mit „Der Eindruck“ von Karl-Georg Hirsch eine Korrespondenz. „Der da“, sagt Kattenstroth, „könnte es heißen. Ich habe bei dem Bild an Ausgrenzung gedacht“.

Bewegte Bilder zeigt Christian Egelhaaf. Zehn Ultrakurzfilme von vier Künstlern hat er zusammengestellt, die während der Ausstellung über einen Monitor gezeigt werden. „Es ist ein Projekt, um Kurzfilme in das Kino zu bringen. Die Filme dauern rund eine Minute, sind geheimnisvoll und erfahren am Ende eine jeweilige Auflösung“, sagt der Künstler. „irgendwas mit Kunst“ heißt diese Installation.

Für einen Besuch der bunten und sehr kurzweiligen Ausstellung lohnt es sich, etwas Zeit mitzubringen.

Thomas Biller

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