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Lauenburg Automatisierter Bus ab Herbst in Lauenburg
Lokales Lauenburg Automatisierter Bus ab Herbst in Lauenburg
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14:31 24.05.2019
So ein automatisiert fahrender Shuttle 4WD des französischen Herstellers NAVYA wird derzeit für die erforderlichen Prüfungen und Gutachten durch den TÜV vorbereitet. Sofern diese Prüfungen ohne Beanstandungen verlaufen, rechnen die Projektpartner mit einer Auslieferung in diesem Sommer. Dann soll der Kleinbus durch Lauenburg fahren. Quelle: TU Hamburg-Harburg/Carsten Gertz
Lauenburg/Berlin

Es ist so weit. Nach mehr als einem Jahr unmittelbarer Vorbereitung steht der Fahrbetrieb automatisiert fahrender Busse in Lauenburg bevor. Damit der Bus ohne Fahrer mit bis zu 18 Kilometern pro Stunde durch Lauenburg rollen kann, fehlt nur noch die finale Abnahme durch den Tüv. Der Kreis spricht von einem Meilenstein auf dem Weg zum Start der ersten Fahrten.

Besuch in Berlin

Ab Sommer soll es dann in der Stadt die ersten Testfahrten geben. Die ersten Fahrgäste können nach den Plänen der Forscher der TU Hamburg-Harburg ab Herbst mitfahren. Gewonnen hat die Ausschreibung für das Fahrzeug der französische Hersteller Navya. Bis zu zehn Personen können mit dem Shuttle 4WD mitfahren – und das in der Testphase völlig kostenlos. Von Dienstag bis Sonnabend sind jeweils drei Stunden Fahrbetrieb am Vormittag und am Nachmittag vorgesehen. Der Shuttle kann auch Rollstuhlfahrer und Kinderwagen mitnehmen, allerdings keine Fahrräder.

Im April 2018 bereits hatten Vertreter des Kreises und der Stadt Lauenburg ein ähnliches Projekt auf dem Gelände der Charité in Berlin besucht.

Ein Video zu den Testfahrten dort können Sie hier sehen:

In Lauenburg wird zunächst mit der „Amtsplatzrunde“ zwischen Zob und Schloss gestartet. Diese soll später zur Fürstenplatzrunde, bei der auch auf der B5 gefahren wird, erweitert werden. Ziel sei aber, dass Projekt so schnell weiter zu entwickeln, dass möglichst frühzeitig die Altstadtrunde mit Großem Sandberg, Elbstraße und Hohlem Weg gefahren werden kann, heißt es.

Ab Herbst sollen Fahrgäste in Lauenburg einen automatisiert fahrenden Bus testen können.

Als führender Projektpartner schreibt die TU Hamburg-Harburg in diesen Tagen alle Lauenburger an, um deren Meinung zu erfragen. „Um ein umfassendes Meinungsbild der Bevölkerung zu autonomen Bussen im öffentlichen Personennahverkehr erstellen zu können, bitten wir die Lauenburgerinnen und Lauenburger möglichst zahlreich an unserer Postkartenumfrage teilzunehmen und diese an die TU Hamburg zurückzuschicken“, sagt Tyll Diebold von der TU Hamburg (TUHH). Außerdem werde es in den nächsten Tagen eine exklusive Informationsveranstaltung für die Anwohner der Teststrecken geben.

Lösung für Farbenblindheit

Die TUHH sei neben koordinierenden Aufgaben und der Fahrzeugbeschaffung maßgeblich für die Begleitforschung zum automatisierten Fahren verantwortlich. Dazu zähle auch die Erforschung der Akzeptanz in der Bevölkerung. In der Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg, ebenfalls Projektpartner und Träger des öffentlichen Personennahverkehrs im Kreisgebiet, würden die Ergebnisse mit Spannung erwartet, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

Die TaBuLa-Partner

Das Projekt TaBuLa, das Testzentrum für automatisiert verkehrende Busse im Kreis Herzogtum Lauenburg, wird von den beiden Projektpartnern, dem Kreis Herzogtum Lauenburg und der Technischen Universität Hamburg (TUHH), getragen.

Finanziell wird es vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Forschungsprogramms zur Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr (AVF) mit 1,9 Millionen Euro gefördert.

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) sind als Betreiberin des Busses an dem Projekt beteiligt. Weitere Unterstützer sind die Stadt Lauenburg/Elbe, die Versorgungsbetriebe Elbe GmbH (VBE), Siemens Mobility GmbH und das Büro autoBus.

Für eine zuletzt aufgetretene Herausforderung wird derzeit eine Lösung umgesetzt. So hatten die Sensoren der Busse Probleme, die Ampelfarben zweifelsfrei zu erkennen. Dazu werde eine notwendige technische Aufrüstung der Lichtsignalanlagen in Lauenburg auf den vorgesehenen Strecken derzeit vom Unternehmen Siemens Mobility realisiert, heißt es. Damit seien die Ampelanlagen dann in der Lage, dem Fahrzeug ihren jeweiligen Status mitzuteilen und ergänzende Verkehrsdaten zu übermitteln.

Eine öffentliche Informationsveranstaltung für alle ist dann für Donnerstag, 13. Juni, um 18 Uhr im Foyer der Albinus-Gemeinschaftsschule geplant. Hier können sich alle Interessierten über das Projekt informieren und den Projektpartnern ihre Fragen stellen.  

Holger Marohn

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