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Lauenburg Bahnlärm-Messstation Schwarzenbek ist in Betrieb
Lokales Lauenburg Bahnlärm-Messstation Schwarzenbek ist in Betrieb
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19:34 27.12.2019
Protest gegen Bahnlärm in Schwarzenbek.
Protest gegen Bahnlärm in Schwarzenbek. Quelle: Silke Geercken
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Schwarzenbek

„Bereits heute verkehren bereits zahlreiche Güterzüge auf den leiseren LL-Sohlen. Der Bund fördert die Umrüstung seit Jahren. Auch deshalb ist die Lärmmessung heute schon so wichtig. So wird der Fortschritt dokumentiert, ob wirklich mehr Güterzüge mit den leiseren LL-Sohlen auf der Schiene unterwegs sind. Schwarzenbek wird damit zu einem der wichtigsten Standorte im Kampf gegen den Schienenlärm“, sagt der CDU-Politiker Norbert Brackmann.

Bundesweit gibt es nun 19 Messstationen, die ein einheitliches Messstellen-Netz bilden und mehr als zwei Drittel des gesamten Schienengüterverkehrs erfassen. Die Messstationen sollen die Einhaltung des Schienenlärmschutz-Gesetzes kontrollieren, das 2017 vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde und ab dem 13. Dezember 2020 den Verkehr „lauter Güterwagen“ auf dem deutschen Schienennetz verbietet. Das Ziel des Gesetzes ist eine Minderung des Schienenlärms um 10 Dezibel. Vom menschlichen Gehör wird bereits eine Minderung um 10 Dezibel als Halbierung des Lärms empfunden. Um diese Lärmminderung zu erreichen, dürfen ab Ende 2020 deshalb Güterwagen nur noch auf den leisen LL-Sohlen fahren.

„Die vom Bundesverkehrsministerium finanzierte Messstation erfasst aber nicht nur den Lärmpegel von Güterzügen. Die Messstelle erfasst auch Personenzüge, die Zuglänge und mit welcher Geschwindigkeit gefahren wird. Damit ist für die Bürger sehr übersichtlich und transparent offen gelegt und dokumentiert, welcher Lärm aus welcher Quelle an der Schienenstrecke im Kreis Herzogtum Lauenburg herrscht“, sagt der CDU-Politiker Norbert Brackmann, der sich seit Jahren für mehr Lärmschutz an der Schiene Hamburg - Büchen einsetzt.

Hintergrund:

Norbert Brackmann hatte 2016 in seiner damaligen Funktion als Haushaltspolitiker mit der Zuständigkeit für den Etat des Bundesverkehrsministeriums durchgesetzt, dass der Bund 20 Millionen Euro für die Finanzierung dieses deutschlandweiten Lärm-Monitoringsystems verwenden darf. Zugleich hatte Brackmann auch bestimmt, dass eine der Messstellen in seinem Wahlkreis, an der Strecke Hamburg – Büchen errichtet wird. Die Ergebnisse der Schallmessungen sind im Internet einsehbar. Das Bundesverkehrsministerium hat unter www.laerm-monitoring.de/ eine Internetseite eingerichtet, auf der alle Schallmessungen abrufbar sind.

Von LN