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Lauenburg Baugebiet und neuer Dorfkern: Steinburg will durchstarten
Lokales Lauenburg Baugebiet und neuer Dorfkern: Steinburg will durchstarten
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20:05 13.01.2020
Bürgermeister Wolfgang Meyer zeigt, wo das Baugebiet entstehen soll. Links am Rand zu sehen noch eine alte Hütte eines ehemaligen Kleingärtners. Das Gebiet befindet sich hinter Straße Am Hohenberg. Quelle: Carstens
Steinburg

Die gute Nachricht kam noch im vergangenen Jahr: Die Gemeinde Steinburg ist vom Land als ländlicher Zentralort eingestuft worden. Das bedeutet: Der rund 2800 Einwohner zählende Ort erhält als größte Gemeinde des Amtes Bad-Oldesloe-Land nicht nur zusätzliche finanzielle Mittel in sechsstelliger Höhe jährlich, sondern auch ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten. Für 2020 gibt es 420 000 Euro extra, in den folgenden Jahren variiert der Betrag.

Steinburg hatte schon mal den Versuch gestartet, jetzt hat es endlich geklappt“, freut sich Bürgermeister Wolfgang Meyer (CDU), seit der Kommunalwahl 2018 im Amt. Seine Idee und die der neuen Gemeindevertretung war es auch, ein Ortsentwicklungskonzept erstellen zu lassen. Mithilfe des Lübecker Planungsbüros BCS sowie der Steinburger Einwohner wurden auf Sitzungen in den drei Ortsteilen Eichede, Sprenge und Mollhagen sowie einer zentralen Bürgerwerkstatt mehrere Ideen für die Zukunft Steinburgs herausgearbeitet.

Kleines Zentrum schaffen

Der größte Wunsch aller war laut Wolfgang Meyer die Entwicklung und Neugestaltung des Dorfkerns im Ortsteil Mollhagen. Dort wohnt rund die Hälfte der Steinburger. Bislang gibt es in der Ortsmitte ein kleines Lebensmittelgeschäft mit einer Fläche von rund 300 Quadratmetern, doch die Betreiber gehen in ein paar Jahren in den Ruhestand. „Bei der Größe kommt jedoch keine Lebensmittelkette nach Mollhagen“, sagt Bürgermeister Meyer und stellt sich einen echten Supermarkt mit rund 1000 Quadratmetern vor.

Bauen im Amtsgebiet

Auch andere Gemeinden im Amt Bad-Oldesloe-Land wollen wachsen und planen Bauvorhaben. Im Ortsteil Sühlen in der Gemeinde Travenbrück sollen in diesem Jahr 15 Grundstücke für Einfamilienhäuser verkauft werden. Auch im Ortsteil Tralau soll gebaut werden, zunächst musste aber der Flächennutzungsplan geändert werden.

Dies ist auch in der Gemeinde Rümpel notwendig, so dass die Erschließung von neuen Baugrundstücken frühestens 2022 beginnen kann. Zwölf Bauplätze gibt es nebenan in Pölitz, daneben soll ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen.

Wie Pölitz und andere arbeitet auch Rethwisch an einem Siedlungsentwicklungskonzept. Zwei Bebauungspläne werden dort zudem gerade erstellt. Weiter westlich in Neritz soll an der Bergstraße ein Mischgebiet entstehen mit Wohnen und Gewerbe.

Weitere Informationen auf der Internetseite amt-bad-oldesloe-land.de

„Wir wollen dort ein kleines Zentrum schaffen.“ Und als ländlicher Zentralort bekommt die Gemeinde jetzt eher Unterstützung von der Landesplanung. Bankfiliale und Arztpraxis seien beispielsweise auch schon vorhanden. Auch ein Dorfgemeinschaftshaus kann sich die Gemeindevertretung vorstellen, am besten im Zusammenspiel mit der bestehenden Gaststätte Bern. Noch in dieser Wahlperiode (bis 2023) will die Gemeinde Ergebnisse präsentieren.

Mehr Einwohner erwartet

„In Stormarn herrscht großer Siedlungsdruck“, sagt Meyer und verweist auf Prognosen, nach denen der Kreis immer weiter wachsen wird. Auch in Steinburg rechnet man unter anderem aufgrund der günstigen Lage an A 1 und B 404 mit steigenden Einwohnerzahlen. Mit Kita (120 Plätze) und Grundschule stimmen auch die Rahmenbedingungen, damit sich junge Erwachsene in der Gemeinde ansiedeln beziehungsweis gar nicht erst wegziehen.

Für letzteres hat Steinburg gerade erst ein neues Baugebiet ausgewiesen im Osten Mollhagens auf dem ehemaligen Schrebergarten-Gelände. Zehn bis zwölf Bauplätze für Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser soll es geben – bevorzugt für junge Steinburger, die bereits im Ort verwurzelt sind, im Sportverein oder einer der freiwilligen Feuerwehren aktiv. Meyer: „Das Interesse an dem Baugebiet ist sehr groß, der B-Plan in Auftrag gegeben worden.“ Die Grundstücke werden eine Größe von etwa 600 Quadratmetern haben. Daneben gibt es auch in den beiden anderen Ortsteilen Eichede und Sprenge Anträge auf Lückenbebauung.

Seniorenhaus in Planung

Daneben will Steinburg aber auch Mietwohnungen schaffen, zwölf neue sind bereits an der Alten Meierei entstanden und sollen im Februar bezogen werden. Außerdem plant die Gemeinde den Bau eines Seniorenhauses. „Da gibt es klare Überlegungen und Interessenten, so ein Haus zu entwickeln“, so Meyer. Immer mehr älteren Bürgern werde das eigene Haus zu groß und zu arbeitsintensiv. Diesen wolle man die Möglichkeiten schaffen, im Ort wohnen zu bleiben. Zugleich werde mit deren eigenen Häusern wieder Wohnraum für junge Leute frei.

Die Steinburger wünschen sich, dass im Mollhagen ein echtes kleines Dorfzentrum entsteht. Quelle: Carstens

Von Markus Carstens

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