Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Beinahe-Eklat bei Krümmel-Anhörung
Lokales Lauenburg Beinahe-Eklat bei Krümmel-Anhörung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:08 12.12.2018
Zwei volle Tagen diskutieren Atomaufsicht, Einwender, Vattenfall und Sachverständige in Reinbek über den Krümmel-Rückbau. Am zweiten Tag kam es fast zum Eklat. Quelle: Holger Marohn
Krümmel/Reinbek

Seit fast zwei Tagen diskutieren Atomaufsicht, Einwender und Krümmel-Betreiber in Reinbek über den Rückbau des Kernkraftwerkes. Über weite Strecken war das Klima harmonisch. Doch kurz vor Schluss platze einem Einwender der Kragen.

„Die Haltung, die Sie an den Tag legen, ist für mich unerträglich“, sagte ein Einwender in Richtung der Delegation des Kraftwerk-Betreibers und reagierte damit auf eine wiederholte Stellungnahme des Vattenfall-Anwaltes Karsten Luckow. Und weiter: „Wenn Sie sich nur auf die Formalien zurückziehen, kommen wir schnell in eine Situation, die wir alle nicht wollen.“

Verfahrensleiter Prof. Dr. Jan Backmann von der Kieler Atomaufsicht kommentierte die Aussage nur mit einem „das lasse ich dann mal so stehen“. Luckow hatte zuvor zum wiederholten Mal die nicht abschließend ausgearbeiteten Unterlagen des Kraftwerk-Betreibers verteidigt. Vattenfall begrüße jede Anregung, so Luckow. „Die Nachweise, dass wir Grenzwerte einhalten, werden wir später erbringen.“

In den vergangenen Stunden sowie am Vortag hatte der Jurist die von den Einwender nicht als ausführlich genug kritisierten Unterlagen zum Rückbau als „nicht vollständig für die Genehmigung aber für die Erörterung“ bezeichnet und sich vor allem auch durch den Ton den Unmut der Kritiker zugezogen.

Holger Marohn

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Beim Rückbau der Kernkraftwerkes Krümmel fällt jede Menge Atommüll an. Ein Teil davon soll in die USA und nach Schweden gebracht werden. Dadurch kann es bis zu 6800 Atomtransporte durch die Region geben.

12.12.2018

Ungewöhnliches Niedrigwasser würde bei strengem Frost Eisbildung auf der Elbe begünstigen. Eisbrecher hätten dann Probleme, gegen Eisberge anzugehen.

12.12.2018

Asbest-Alarm in Reinbek: Das gesperrte Schulzentrum soll so schnell wie möglich vollständig saniert werden. Das beschlossen die Stadtpolitiker.

12.12.2018