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Lauenburg Beruf und Familie – kein Widerspruch
Lokales Lauenburg Beruf und Familie – kein Widerspruch
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07:00 26.09.2019
Coworking in Schwarzenbek. Das kostenlose Angebot besteht bis zum 11. Oktober. Der Container steht auf dem Gelände von ID Nord. Quelle: Silke Geercken
Schwarzenbek

Die Veranstaltung hätte mehr Besucher verdient, denn das Thema betrifft viele junge Familien. Wie lassen sich Beruf und Familie vereinbaren, wenn beide Elternteile trotz Kindern ihre Arbeit nicht aufgeben wollen? Um diese Fragen ging es am Montag im „Coworking Space“ in Schwarzenbek. Der Container steht noch bis zum 11. Oktober auf dem Gelände von ID Nord. Das Angebot, hier tagsüber in Ruhe mit seinem Laptop zu arbeiten, ist kostenlos.

Arbeitnehmer teilen sich ein Büro auf dem Land

Vor Ort arbeiten statt Pendelei, Stau oder Ablenkung zu Hause. Das ist die Idee von Coworkland, ein Projekt der Heinrich-Böll-Stiftung. Was in der Stadt schon lange möglich ist, soll jetzt auf dem Lande erprobt werden. Aus unterschiedlichen Themenfeldern finden sich Arbeitnehmer und Selbstständige zusammen und teilen sich ein Büro. In Schwarzenbek ist dieses „Büro“ in der Lauenburger Straße 18 zu finden. Es ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Wie Projektleiterin Maja Bienwald mitteilte, wird das Angebot bisher von 24 Frauen und Männern genutzt, vor- oder nachmittags. Einige Plätze sind noch frei.

Tägliche Veranstaltungen im Coworking Space

Um die Möglichkeiten von „Coworkland“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, gibt es abends tägliche Veranstaltungsangebote. Bei der Veranstaltung am Montag zum Thema Beruf und Familie waren Peggy Peters-Rateike, Silke Bustorf und Michaela Bierschwall eingeladen. Die drei Frauen berichteten von ihren Erfahrungen als Mütter und Berufstätige. Als ihre Kinder klein waren, gab es weder Krippen noch ausgebildete Tagesmütter, ein Angebot, das heute selbstverständlich und gesetzlich verankert ist. Silke Bustorf, Beraterin von Familie und Beruf im HanseBelt (Sitz Bad Oldesloe), berichtete über ihre Arbeit. Sie stellt Verbindungen zwischen berufstätigen Müttern und Firmen her. Das Angebot: Wenn eine Firma Mitglied bei der gemeinnützigen Gesellschaft ist, wird im Krankheitsfall der Kinder dafür gesorgt, das eine Tagesmutter ins Haus kommt und die berufstätige Mutter zur Arbeit fahren kann (www.buf-ih.de). „Es gibt eine Kindernotfallbetreuung, die innerhalb von zwei Stunden nach dem Anruf vor Ort ist“, sagte Bustorf.

„Die Erwartung der Arbeitgeber an die Mitarbeiter muss sich verändern, denn die Bedürfnisse der Eltern haben sich geändert. Auch die Väter wollen gleichberechtigt an der Erziehung teilhaben. Die Arbeitgeber müssen sich den Bedingungen anpassen, wenn sie Facharbeiter haben wollen“, sagte Michaela Bierschwall, seit 30 Jahren Projektleiterin bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises. Die Work-Life-Balance sei sehr wichtig geworden für die jetzige Generation.

Weitere Termine in Schwarzenbek

26. September, 17 Uhr: Möglichkeit für kreativen Austausch. Inhalte entstehen durch die Teilnehmer. 30. September, 12 Uhr: Existenzgründerberatung der Raiffeisenbank. 18 Uhr: Impulsvortrag und Netzwerken für Freelancer. 1. Oktober, 17 Uhr: Sprechstunden der Aktiven Senioren Schwarzenbek. Was wünschen sich die Senioren für die Europastadt? 2. Oktober, 17.30 Uhr: Mehr Liquidität für Ihr Unternehmen. Alle Themen und Terminen unter www.coworkland.de

Zitat: Die Arbeitgeber müssen sich den Bedingungen anpassen. Michaela Bierschwall, WFL

Von Silke Geercken

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