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Lauenburg Das harte Los der Flüchtlinge und Betreuer
Lokales Lauenburg Das harte Los der Flüchtlinge und Betreuer
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18:19 03.01.2019
Der Schmilauer Werner Büttner betreut seit drei Jahren erfolgreich Flüchtlinge, um sie in Ausbildung oder Beruf zu bekommen. Quelle: Joachim Strunk
Ratzeburg

 „Insgesamt macht die Arbeit Freude. Man bekommt viel Dankbarkeit für die Unterstützung und Hilfe“, sagt Werner Büttner aus Schmilau. Der 77-Jährige hat vor drei Jahren, kurz nach dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle und Merkels Spruch „Wir schaffen das!“, mit seiner Arbeit begonnen. Zuerst mit zwei Mitstreiterinnen, nach einem Jahr nur noch alleine.

„Weil es inzwischen eine gute Vernetzung mit den beteiligten Behörden wie Job-Center, Arbeitsagentur und Kammern gibt und ein gewisser Bekanntheitsgrad gegeben ist, regelt sich Vieles, was ein Flüchtling allein nicht erreichen könnte“, erzählt er.

Kosten trägt er komplett selbst

Seine Bilanz dieser drei Jahre kann sich sehen lassen: Insgesamt hat Büttner beziehungsweise seine „Arbeitsgruppe Praktikum, Arbeit, Ausbildung, Anerkennungsberatung“ bis zum 1. November dieses Jahres 87 Personen betreut. „Mit sehr unterschiedlicher Intensität und Zeitaufwand“, sagt er, der alles ehrenamtlich erledigt und auch für die Kosten (Fahrten, Post, Bürotechnik und -material) komplett selbst aufkommt.

Aktuelle Kreis-Zahlen

Im Kreis Herzogtum Lauenburg waren zum Stichtag 5. Dezember dieses Jahres 836 Asylbewerber registriert. Die Zahl der Menschen mit Flüchtlingsstatus lag bei 1312, abgelehnte Asylbewerber waren 692.

Das festgestellte Abschiebeverbot nach Paragraf 60 Aufenthaltsgesetz konnten 383 Frauen und Männer in Anspruch nehmen. Die Zahl der unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge oder Ausländer lag bei 39. Die der subsidiär Schutzberechtigten (also Gefahr der Folter oder Vollstreckung des Todesurteils in ihrem Heimatland) bei 624.

Von diesen 87 Leuten konnten mittlerweile 57 in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen untergebracht werden, davon 16 in Ausbildungsverträge (zum Teil auch Mehrfachvermittlungen). Von Letzteren wurden allerdings einige wieder aufgelöst – auch wegen finanzieller Probleme. Denn hier wiehert leider viel zu oft der deutsche Amtsschimmel, Stichwort „Leistungsausschluss von geduldeten Ausländern bei Ausbildung trotz Ausbildungsduldung“.

Drei Monate Praktikum ohne Vergütung

Dazu erzählt Büttner eine beispielhafte Geschichte eines jungen Afghanen, der erfolgreich am Sprachunterricht teilnimmt und so schnell wie möglich arbeiten will. Nach einigen vergeblichen Bewerbungen absolviert er ein dreimonatiges Praktikum in einem Supermarkt – ohne Vergütung!

Es folgt ein 20-Stunden-Job im selben Betrieb, kurz darauf eine Festanstellung. Sein Netto-Verdienst beträgt da 1150 Euro monatlich – genug, um Lebensunterhalt, Miete, Wasser, Strom und Telefon selbst zu bezahlen. Doch im parallel verlaufenden Asylverfahren wird negativ entschieden, weil die Asylgründe nicht ausreichen.

Ausbildungslohn reicht nicht

Um die Abschiebung zu vermeiden, beginnt er eine Ausbildung zum Verkäufer. Dadurch gilt die Ausbildungsduldung für drei Jahre und weitere zwei Jahre quasi als Ausgleich für den ausbildenden Betrieb. Insgesamt also fünf Jahre. Allerdings: Das Ausbildungsgehalt sinkt auf 580 Euro im Monat und reicht zusammen mit der Berufsausbildungsbeihilfe von 88 Euro nicht mehr für den Lebensunterhalt.

Das Sozialamt lehnt eine Unterstützung wegen eines Urteils des Landessozialgerichts in einem ähnlichen Fall ab. Das Gericht empfiehlt einen Nebenjob und den Umzug in eine WG, um Geld zu sparen. Um die Wohnungskündigung zu vermeiden, übernimmt in seinem Fall das Sozialamt die Miete auf Kredit. Es laufen also Schulden in monatlicher Miethöhe auf, die auch nach Ende der Lehre nur schwer zu tilgen sind.

„Ist das logisch?“

Nach drei Monaten hat er endlich einen Nebenjob gefunden. „Jetzt leistet der junge Mann seine normale Arbeitszeit in der Ausbildung, seine Berufsschule, eine Nachhilfe und einen Teilzeitjob. Er hat sogar eine kleinere Wohnung gefunden, so dass im Augenblick das Einkommen reicht“, sagt Büttner.

Was Büttner aber nicht versteht: „Wenn er gar nicht arbeitete, würde sofort das Sozialamt wieder eintreten und diverse Unterstützung in Höhe von circa 950 Euro leisten. Ist das logisch?“

Die Bundesregierung ist bemüht

Büttner schrieb in dieser Angelegenheit bereits im April mehrere Briefe an die Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann (CDU), Nina Scheer (SPD), Konstantin von Notz (Grüne), an die Agentur für Arbeit, an die IHK zu Lübeck und an die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU).

Aus deren Büro kam noch die ausführlichste Antwort im Sinne von „Wir wissen das seit langem und kennen das Problem. Die Arbeitsministerin [damals Andrea Nahles, SPD, d. Red.] hat bereits am 26.2.2016 darauf aufmerksam gemacht. Die Bundesregierung ist bemüht, die aktuelle Gesetzeslücke entsprechend zu schließen beziehungsweise zu optimieren“.

Nicht im Sinne der Integration

Aus dem Büro von Notz’ kam nur der kurze Hinweis auf eine „Rechtsberatung durch Herrn Rechtsanwalt . . .“. Von Scheer, Brackmann und vom Kreis kamen erst im November Reaktionen, die Büttner zusammengefasst so versteht: „dass auf Bundesebene weiter an einer Lösung gearbeitet wird und dass durch die Empfehlung des Landes vom 10. 4. 2017 an die Kreise in jedem Härtefall entschieden werden muss, wenn Ausbildungsgehalt und Berufsausbildungsbeihilfe nicht ausreichen“.

Alle Stellungnahmen bewiesen die komplizierte Rechts- und Auslegungslage des Problems, was zusätzlich in den Bundesländern unterschiedlich behandelt werde und nur schwer zu verstehen sei. Aber, so Büttner: „Es bewegt sich etwas, wenn auch sehr langsam!“

Nicht im Sinne der Integration

„Weil das Geld vorn und hinten nicht reicht“, so Büttner, käme es in solchen Fällen dann häufiger zu Ausbildungsabbrüchen. Das aber „kann doch nicht im Sinne der gewünschten Integration von Flüchtlingen sein – und auch nicht im Sinne derer, die Geflüchtete betreuen!“

Diesbezüglich kann sich der Leser vorstellen, wie viel Freude diese Arbeit dem Flüchtlingsbetreuer bereitet. Aber Büttner lässt daran keinen Zweifel. Es mache ihn stolz, wenn er seine Schützlinge betreut und an ihren Arbeitsplätzen oder zu Hause besucht, er sich ihre Probleme anhört, und wenn sie gemeinsam Lösungen dafür erarbeiteten. Und das hat ja bisher wirklich geklappt – siehe seine Erfolgsbilanz und die Beispiele anbei.

Drei erfolgreiche Beispiele von Integration lesen Sie hier:

Eine armenische Grundschullehrerin als Bäckerei-Azubi

Die „Flucht“ von Seda und ihrem Mann Hayk war vergleichsweise bequem, wenn auch nicht problemlos: Die beiden kamen 2015 mit dem Flugzeug von Eriwan nach Griechenland. Das Visum dafür „erkauften“ sie damals sich für 4500 Euro von einer Schlepperorganisation.Später ging es von Griechenland weiter nach Deutschland, wo sie Asyl beantragten, – von Hamburg über Neumünster, Boostedt und Gudow nach Ratzeburg. Hier bekamen sie gleich eine Wohnung im ehemaligen SWR, heute Ameos. Warum so schnell? Sedas Mann Hayk war vor einigen Jahren schwer gestürzt und ist seitdem querschnittsgelähmt. Pässe an die Schlepper„Wir haben in Armenien kein funktionierendes Gesundheits- und Krankenversicherungssystem. Daher mussten wir nach dem Unfall unsere Wohnung verkaufen und haben von dem Geld leben müssen“, erzählt Seda.

Auch die Familie von Hayk und Seda Sayadyan (o.) mit ihren Söhnen Mkrtich (9) und Tigran (8, r.) kommen aus Armenien. Der studierte Rechtsanwalt für Familienangelenheiten Hayk ist querschnittsgelähmt. Seine Frau, Grundschullehrerin in ihrer Heimat, hat jetzt eine Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin bei Allwörden in Ratzeburg begonnen. Quelle: Joachim Strunk

Hayk ist eigentlich Jurist, genauer Familienanwalt. Doch in Armenien heißt das nicht wie in Deutschland, dass damit der Lebensunterhalt automatisch gesichert ist. Die schlechte beziehungsweise auch nicht finanzierbare medizinische Betreuung führte die Familie zu dem Entschluss, nach Deutschland zu gehen. Nachdem sie in Ratzeburg „gelandet“ waren, holten die Eltern ihre beiden Söhne Mkrtich (9) und Tigran (8) nach – natürlich auch wieder gegen Schleppergebühr.

Zu allem Überfluss mussten Seda und Hayk ihre Pässe bei den Schleppern zur Sicherheit abgeben, dass sie die „Gebühr“ auch zahlen.Die studierte Lehrerin Seda stürzt sich sogleich auf die Sprach- und Integrationskurse, legt alle erforderlichen Zeugnisse ab. Nebenbei jobbt sie im Service des SWR. Durch Vermittlung von Werner Büttner kann sie – in Absprache mit Schulrätin Katrin Thomas – ein Praktikum als Vertretungslehrerin an der Grundschule in der Ratzeburger Vorstadt absolvieren.Zusatzstudium ist erforderlichHier hätte sie auch im Prinzip die Möglichkeit, eine Anstellung zu finden. Allerdings müsste sie dafür ein Zusatzstudium absolvieren, da sie in ihrer Heimat „nur“ Geschichte gelehrt hatte.

Und weil der Asylantrag auch im anschließenden Klageverfahren abgelehnt wird, droht die Abschiebung der Familie nach Armenien, was für Hayk und ihre inzwischen sehr gut integrierten Söhne erhebliche negative Konsequenzen hätte.Aus diesem Grund beginnt Seda in diesem Herbst eine Ausbildung als Bäckereifachverkäuferin bei von Allwörden in Ratzeburg. Damit bekommt sie und ihre Familie eine „Ausbildungsduldung“ für die Dauer der Lehre und zwei Jahre danach. Für Seda ist das erst mal eine große Erleichterung, obwohl sie weiß, dass sie noch viel Arbeit vor sich hat, bis die Familie in ihrer neuen Wunschheimat bleiben darf.

Hayk wird von Ehrenamtlern der Volkshochschule zu Hause betreut und macht ebenfalls erhebliche sprachliche Fortschritte. Er würde nur zu gerne eine Arbeit annehmen, um zum Lebensunterhalt der Familie beitragen zu können.

„Ich liebe Deutschland, meine neue Heimat“

Die Geschichte von „seinem“ syrischen Flüchtling erzählt Karl Schlichting gern auf jeder Cocktailparty. Das sei eine außergewöhnliche, die von Hikmets Beharrlichkeit, seinem Willen zur Integration, seiner Offenheit und Freundlichkeit zeuge. Karl Schlichting ist Inhaber und Geschäftsführer des Ratzeburger Hotels „Der Seehof“. Hikmet ist ein 30-jähriger Flüchtling aus Syrien.

Dass Hikmet noch lebt, ist eigentlich ein kleines Wunder. 2011 hat er bereits eindreiviertel Jahre seines zweijährigen Militärdienstes in Syrien abgeleistet, als der syrische Bürgerkrieg ausbricht. Für ihn ist gleich klar: „Das ist nicht mein Krieg!“ Kurzentschlossen desertiert er – und muss sämtliche Ausweispapiere und Zeugnisse, die die Armee bei Dienstantritt einkassiert, zurücklassen. Es gelingt ihm, die Grenze zur Türkei zu überqueren. Dort hat er es als Kurde zwar auch nicht leicht, doch immerhin lebt er.

Hikmet, der in Damaskus sein Abitur abgelegt hatte, hält sich drei Jahre lang mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Von einer Schwester, die bereits seit 19 Jahren in Lüdenscheid lebt, hört er, dass es in Deutschland Arbeit und Frieden gibt. Somit steht sein Entschluss fest.

"Ich liebe Deutschland!" Hikmet ist froh, dass er in Ratzeburg eine neue Heimat gefunden hat. Seine Kollegen sind seine Familie, sagt er: "Zu Hause bin ich nur allein. Also gehe ich auch an meinen freien Tagen oft zu meinen Kollegen ins Hotel." Quelle: Joachim Strunk

Er vertraut sich diversen Schleppern an, die ihn für mehrere Tausend Dollar, die er sich zusammen leiht und heute immer noch abbezahlt, von der Türkei übers Mittelmeer nach Griechenland bringen.

Mitte 2015 macht er sich mit einer großen Gruppe Flüchtlinge zu Fuß nach Mazedonien auf. Von dort gelangen sie über Serbien nach Ungarn. Dann folgen zwei Wochen Verharren im Budapester Bahnhof, ehe sie mit einem Sonderzug durch Österreich nach Deutschland kommen. Da hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Hilfe Deutschlands angeboten: „Wir schaffen das“.

Hikmet fährt zuerst zu seiner Schwester nach Lüdenscheid, wird in Herne registriert und dann nach Oelde/Westfalen verteilt. Dort kommt der Frust, als sich monatelang nichts tut. Auf eigene Initiative fährt er nach Hamburg, lässt sich dort erneut registrieren, gerät über Neumünster und Oldenburg nach Salem und Ratzeburg. Nach den ersten Sprachkursen macht er ein 14-tägiges Praktikum im Seehof, es schließt sich eine einjährige „Einstiegsqualifizierungsmaßnahme“ an.

Eigentlich zum Hotelkaufmann. Doch Hikmet gefällt es in der Küche besser und so beginnt er hier am 1.8.2018 eine Lehre zum Koch. Mit seinen Kollegen versteht er sich bestens. „Das ist meine Familie. Wenn ich frei habe, sitze ich nur alleine in meiner Wohnung. Dann gehe ich oft zu ihnen ins Hotel. Hier fühle ich mich wohl. Ich liebe Deutschland, meine neue Heimat!“

Zu seinem Glück fehlt nicht mehr viel. Im Moment eine andere, kleine Wohnung. Die Miete der jetzigen wird auf 570 Euro (warm) erhöht. Das kann er sich bei einem „Gehalt“ von nur 950 Euro nicht mehr leisten.

„Wenn man ihn braucht, ist er immer freundlich und strahlt“

Der 23-jährige „Senay“ ist ein fröhlicher Mensch, der diese Lebensfreude auch ausstrahlt. Optimale Voraussetzung also für die Arbeit mit Menschen. Seit Mitte Oktober arbeitet der junge Mann aus Eritrea als Pflegehelfer in der Seniorenresidenz Gahl im Robert Koch Park in Mölln.

Der Interview-Termin war eigentlich verabredet. Doch als Werner Büttner mit dem LN-Reporter kommt, passt es dann doch nicht so gut. Grund ist eine unangekündigte Prüfung des Pflegehauses, das sich noch im Aufbau befindet. Fünf Minuten billigt man uns zu.

Senay bringt Annemarie Müller mit. Die hat er gerade betreut, und sie hat nichts dagegen, an dem Gespräch teilzunehmen. Im Gegenteil, sie freut sich, ihren Pflegehelfer zu loben: „Er wäscht gut, kann mit Leuten umgehen. Wenn man ihn braucht, ist er immer freundlich und strahlt. Das macht Spaß!“, sagt sie, die im Rollstuhl sitzt.

Zeresinay Tedros (23) aus Eritrea möchte gerne Altenpfleger lernen. Da ihm noch der Hauptschulabschluss für eine Ausbildung fehlt, arbeitet er jetzt erst einmal als Pflegehelfer in der seniorenresidenz Gahl im Robert Koch Park in Mölln. Annemarie Müller ist sehr angetan von dem freundlichen und fröhlichen jungen Mann. Quelle: Joachim Strunk

Wie fast die meisten Flüchtlinge hat Senay eine Odyssee hinter sich. Nachdem sein Vater im Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien gefallen war, sah Senay keine Zukunft für sich in der Heimat. Denn die hätte für ihn und seine Brüder Militärdienst bedeutet. Mit 15 Jahren macht er sich auf den Weg nach Europa. Seine Stationen: EritreaÄthiopienSudan (vier Tage im Gefängnis) – Libyen – mit 300 anderen Flüchtlingen im kleinen Boot für 1500 Dollar Schleppergeld nach Sizilien.

Von dort wieder mit dem Boot nach Rom und weiter per Zug nach Deutschland: Köln, Dortmund, Neumünster, Gudow und schließlich nach Linau, wo er fast drei Jahre wohnt. Von dort pendelt Senay mit dem Bus nach Ratzeburg zum Sprachunterricht/Staff-Kurs, wo ihn Werner Büttner kennenlernt. 2016 erhält Senay die Aufenthaltserlaubnis und kann danach einen Integrationskursus belegen.

Seitdem läuft es – einigermaßen. Nach den vielen Lernkursen braucht Senay eine Pause. Er will arbeiten, Geld verdienen, auch um seine Mutter in Eritrea zu unterstützen. Sein Berufswunsch: Altenpfleger. Für diese Ausbildung müsste er aber seinen Hauptschulabschluss nachweisen können. Seine Mutter versucht, die Papiere nach Deutschland zu schicken. Doch so weit ist es noch nicht. Also arbeitet er vorerst als Pflegehelfer.

Netto verdient er jetzt rund 1200 Euro, das reicht für Miete und Leben – ohne staatliche Unterstützung. Damit ist er – noch – zufrieden. Mit abgeschlossener Lehre würde er bis zu 800 Euro mehr verdienen. Aber er ist ja noch jung. Und motiviert und gut.

Wie gut, merkt man nach 15 Minuten, als eine Pflegerin hereinkommt und auf das Ende des Interviews besteht: „Wir brauchen ihn jetzt oben!“

Joachim Strunk

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